Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KATWARN warnt auch in Fremdsprachen

14.09.2017

Zum Oktoberfest in München startet das Warnsystem KATWARN ein Pilotprojekt mit Fremdsprachen. Mit einem speziellen Themen-Abo für das Oktoberfest bietet die Smartphone-App bei Gefahren rund um das Festgelände behördliche Warnungen nicht nur in Deutsch, sondern jetzt auch in Englisch und Italienisch.

Warnungen nützen nur dann, wenn die Menschen sie auch verstehen und entsprechend handeln können. Beim diesjährigen Oktoberfest in München, vom 16. September bis 3. Oktober, startet KATWARN daher ein Pilotprojekt für Warnungen in mehreren Sprachen.


Zum Oktoberfest in München startet das Warnsystem KATWARN ein Pilotprojekt mit Fremdsprachen. Behördliche Warnungen erscheinen nicht nur in Deutsch, sondern jetzt auch in Englisch und Italienisch.

Matthias Heyde/ Fraunhofer FOKUS

Je nach voreingestellter Sprache in den Systemeinstellungen des Smartphones erhalten KATWARN-Nutzerinnen und -Nutzer bei Gefahren auf dem Festgelände Warnungen in Deutsch, Englisch oder Italienisch. Ist im Smartphone eine andere Sprache voreingestellt, wird die Warnung auf Englisch ausgegeben.

Voraussetzung ist, dass die Nutzerinnen und Nutzer das Themen-Abo »Oktoberfest« für Ihre KATWARN-App freigeschaltet haben. Den Link und QR-Code dafür gibt es unter https://www.katwarn.de/themen-abos.php.

Für das Pilotprojekt wurde das KATWARN-Redaktionssystem, mit dem z.B. Leitstellen der Feuerwehr die Warnungen aussenden, weiterentwickelt und mit mehrsprachigen Texten für die wichtigsten Gefahrenereignisse versehen. Die vorbereiteten Texte werden gezielt an Smartphones mit der entsprechen Spracheinstellung versendet.

Nur im Falle ganz unerwarteter Gefahren kann es sein, dass eine Warnung neu geschrieben werden muss, weil noch kein passender Text vorliegt. Dann erhalten alle KATWARN-Nutzerinnen und -Nutzer die Warnungen nur in Deutsch.

»Im Gefahrenfall, wenn alles schnell gehen muss, können die Warnungen nicht erst in verschiedenen Sprachen geschrieben werden. Software für automatische Übersetzung funktioniert heute zwar schon für den Alltagsgebrauch, aber für die Krisenkommunikation können wir uns darauf noch nicht verlassen«, sagt Daniel Faust, Gesamtprojektleiter KATWARN beim Fraunhofer-Institut FOKUS.

Vorerst ist die Mehrsprachigkeit nur als Pilotprojekt für den Zeitraum und Gefahrenlagen rund um das Oktoberfest vorbereitet. Sollte sich das Vorgehen bewähren, ist eine Ausweitung auf alle KATWARN-Warnungen geplant und auch weitere Sprachen werden sukzessive eingearbeitet.

Das KATWARN-System wurde vom Fraunhofer-Institut FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer Deutschlands entwickelt. Seit 2010 ist KATWARN im Einsatz und verbreitet Gefahrenwarnungen sowohl auf Ebene von Stadtstaaten und Bundesländern als auch auf Ebene von Landkreisen und kreisfreien Städten.

Zusätzlich zu den Warnungen auf kommunaler Ebene empfangen die Nutzerinnen und Nutzer von KATWARN auch die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im gesamten Bundesgebiet. Derzeit wird das Warnsystem in Deutschland von vielen Millionen Menschen genutzt. Seit diesem Jahr wird KATWARN auch von der Republik Österreich als Warnsystem eingesetzt.


Anmeldung:
Die KATWARN App steht kostenlos zur Verfügung für:
- iPhone im App Store
- Android Phone im Google Play Store
- Windows Phone im Windows Phone Store

Wichtig: Themen-Abos für das Oktoberfest und andere Veranstaltungen müssen zusätzlich freigeschaltet werden unter: https://www.katwarn.de/themen-abos.php

Alternativ ermöglicht KATWARN kostenlose Warnungen in Deutsch auch per SMS/E-Mail nur zum Gebiet einer registrierten Postleitzahl. Dazu:
SMS an die Servicenummer 0163 – 755 88 42: »KATWARN 12345 mustermann@mail.de« (als Beispiel für Postleitzahl 12345 und optionale E-Mail).


Pressekontakt:
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS
Niklas Reinhardt
Pressesprecher KATWARN
Geschäftsbereich Electronic Safety Systems (ESPRI)
Telefon: +49 30 3463-7594
presse@katwarn.de


Fraunhofer FOKUS
Fraunhofer FOKUS erforscht die Digitale Vernetzung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie. Seit 1988 unterstützt es Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Verwaltung in der Gestaltung und Umsetzung des digitalen Wandels.

Dazu bietet Fraunhofer FOKUS Forschungsleistungen von der Anforderungsanalyse über Beratung, Machbarkeitsstudien, Technologieentwicklung bis hin zu Prototypen und Piloten in den Geschäftsbereichen Digital Public Services, Future Applications and Media, Quality Engineering, Smart Mobility, Software-based Networks, Vernetzte Sicherheit, Visual Computing und Analytics an.

Mit rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Berlin und einem jährlichen Budget von 30 Millionen Euro ist Fraunhofer FOKUS das größte IKT-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft. Es erwirtschaftet rund 70 Prozent seines Budgets aus Aufträgen der Industrie und der öffentlichen Hand.

www.fokus.fraunhofer.de

Christiane Peters | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Weitere Berichte zu: FOKUS KATWARN Offene Kommunikationssysteme SMS Smartphones Warnsystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht IT-Sicherheit beim autonomen Fahren
22.06.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Schneller und sicherer Fliegen
21.06.2018 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics