Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovation durch Automatisierung - wie können technologische Prozesse optimiert werden?

18.09.2019

Die Automatisierung als Prozessoptimierung hat sich zu einem bedeutsamen Thema für Unternehmen entwickelt. Durch die Verbesserung technologischer Prozesse kann die Agilität in Betrieben deutlich erhöht werden.

Automatisierungsprozesse in unterschiedlichen Bereichen


Bild: John Schnobrich FlPc9_VocJ4-unsplash

Automatisierungsprozesse können sich abhängig vom Unternehmen und dessen Zielsetzung erheblich unterscheiden. Grundsätzlich sind Automatisierungen in fast allen Bereichen möglich, um Produktivität und Effizienz zu erhöhen.

Durch den vermehrten Einsatz moderner Maschinen können manuelle Vorgänge verkürzt werden, sodass Arbeitsschritte und Prozesse beschleunigt und mit weniger Arbeitsaufwand erledigt werden können. Da aufgrund fortschreitender Automatisierung oftmals weniger Mitarbeiter benötigt werden, besteht die Möglichkeit, Lohnkosten zu senken und dadurch kostengünstiger zu arbeiten.

Neben der Erhöhung der Produktionsleistung und gleichzeitiger Kostenreduzierung soll die Automatisierung bestimmter Vorgänge auch zur Steigerung der Produktqualität führen. Wenn im Bereich der Hülsen- und Bolzenschweißtechnik von Automation gesprochen wird, müssen auch technische Faktoren berücksichtigt werden.

Beim Bolzenschweißen geht es darum, stiftförmige Bauteile auf Blechteilen zu befestigen. Üblicherweise handelt es sich bei den stiftförmigen Bauteilen um Befestigungselemente wie Gewindebuchsen und Gewindebolzen.

Abhängig von der Größe und Struktur eines Betriebes werden zum Bolzenschweßen einzelne Geräte, Maschinen oder ganze Anlagen eingesetzt. Da Bolzenschweißgeräte ein breit gefächertes Einsatzspektrum besitzen, findet man diese Geräte in der Elektroindustrie, wo sie zur Herstellung von Gerätechassis dienen, bei der Produktion von Haushaltsgeräten oder im Automobilbau.

Darüber hinaus gehören auch der verfahrenstechnische Apparatebau, der Stahlbau sowie das Bauwesen und der Schiffbau zu den für das Bolzenschweißen wichtigen Branchen. Dabei werden diese Werkzeuge zum Befestigen von Verbindungselementen auf Blechen, zur manuellen Baustellenfertigung und im Rahmen der Großserienproduktion eingesetzt.

In vielen Bereichen ist das Bolzenschweißen die kostengünstigste und effizienteste Verbindungstechnik zum Befestigen von Bauteilen. Auf dünnen Blechen ist diese Art des Schweißens oft die einzig mögliche technische Lösung. Neue Konstruktionsmöglichkeiten ermöglichen verschiedene Materialkombinationen sowie deutlich kürzere Schweißzeiten. Durch die Automatisierung entfallen Nacharbeiten auf der Rückseite beschichteter und hochlegierter Bleche.

Automation zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit

Die Kriterien, die es bei der Automatisierung in diesen Bereichen zu berücksichtigen gilt, bestehen in der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit aufgrund höheren Produktionsvolumens sowie in Kosten- und Zeiteinsparungen. Es ist davon auszugehen, dass eine hochgradige Automatisierbarkeit zur Steigerung der Qualität und zu deutlich mehr Effektivität und Effizienz führt. Weitere Informationen rund um das Thema Automation sowie zu den Alternativen, betriebliche Prozesse zu optimieren, finden sich online.

Dieses im Bereich Innovation, Entwicklung und Produktion in der Bolzenschweißindustrie führende Unternehmen kennt Möglichkeiten, Prozesse in der Verbindungstechnik zu automatisieren. Das Ziel einer Automatisierung besteht darin, gleichzeitig eine Verringerung der Fehlerquote bei allen Arbeitsschritten und Prozessen zu erreichen. Die Fehlerquote sinkt bereits, wenn einfache Schritte nicht wie bislang üblich manuell von Arbeitern durchgeführt werden müssen.

Die Wahrscheinlichkeit einer falschen Bearbeitung kann deshalb durch die Implementierung automatisierter Prozesse weiter verringert werden. Da die Ursachen fehlerhafter Dateneingaben sowie das Vertauschen von Datensätzen meist auf Unachtsamkeiten der Mitarbeiter oder auf Missverständnisse zwischen Abteilungen beruhen, können diese Fehlerquellen durch einen effizienteren Einsatz von Maschinen eliminiert werden.

Infolgedessen verbessern sich die Arbeitsergebnisse. Die Automation betrieblicher Prozesse hat deshalb auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit. Aufgrund optimierter Produktionszeiten und niedriger Fehlerquote können auch Kunden von einem besseren Service profitieren. Letztendlich trägt die zunehmende Automation in den Betrieben auch zur Stärkung des Marken-Images bei.

Der Einsatz automatisierter Prozesse führt in vielen Branchen zu Verbesserungen in den Bereichen Datenschutz und Verwaltung. Beim Bolzenschweißen können manuelle Arbeitsmethoden zunehmend durch automatische Systeme ersetzt werden. Die bislang üblichen manuellen Tätigkeiten, deren Umsetzung überwacht werden muss, können sukzessive automatisiert werden. Dabei werden nicht nur Fehlerquoten verringert, sondern gleichzeitig ein schnellerer Workflow gefördert.

Obwohl die Automatisierung von Arbeitsprozessen grundsätzlich viele Vorteile mit sich bringt, können in einzelnen Fällen auch Nachteile entstehen, die bei der Automatisierungsplanung berücksichtigt werden müssen. Risiken bei der Automatisierung können nur dann ausgeschlossen werden, wenn das Unternehmen gekonnt mit automatisierten Vorgängen umgeht.

| Sebastian Müller - freier Redakteur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Erster Test für neues Roboter-Umweltmonitoring-System der TU Bergakademie Freiberg
10.07.2020 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Robuste Hochleistungs-Datenspeicher durch magnetische Anisotropie
10.07.2020 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektrische Spannung aus Elektronenspin – Batterie der Zukunft?

Forschern der Technischen Universität Ilmenau ist es gelungen, sich den Eigendrehimpuls von Elektronen – den sogenannten Elektronenspin, kurz: Spin – zunutze zu machen, um elektrische Spannung zu erzeugen. Noch sind die gemessenen Spannungen winzig klein, doch hoffen die Wissenschaftler, auf der Basis ihrer Arbeiten hochleistungsfähige Batterien der Zukunft möglich zu machen. Die Forschungsarbeiten des Teams um Prof. Christian Cierpka und Prof. Jörg Schumacher vom Institut für Thermo- und Fluiddynamik wurden soeben im renommierten Journal Physical Review Applied veröffentlicht.

Laptop- und Handyspeicher der neuesten Generation nutzen Erkenntnisse eines der jüngsten Forschungsgebiete der Nanoelektronik: der Spintronik. Die heutige...

Im Focus: Neue Erkenntnisse über Flüssigkeiten, die ohne Widerstand fließen

Verlustfreie Stromleitung bei Raumtemperatur? Ein Material, das diese Eigenschaft aufweist, also bei Raumtemperatur supraleitend ist, könnte die Energieversorgung revolutionieren. Wissenschaftlern vom Exzellenzcluster „CUI: Advanced Imaging of Matter“ an der Universität Hamburg ist es nun erstmals gelungen, starke Hinweise auf Suprafluidität in einer zweidimensionalen Gaswolke zu beobachten. Sie berichten im renommierten Magazin „Science“ über ihre Experimente, in denen zentrale Aspekte der Supraleitung in einem Modellsystem untersucht werden können.

Es gibt Dinge, die eigentlich nicht passieren sollten. So kann z. B. Wasser nicht durch die Glaswand von einem Glas in ein anderes fließen. Erstaunlicherweise...

Im Focus: The spin state story: Observation of the quantum spin liquid state in novel material

New insight into the spin behavior in an exotic state of matter puts us closer to next-generation spintronic devices

Aside from the deep understanding of the natural world that quantum physics theory offers, scientists worldwide are working tirelessly to bring forth a...

Im Focus: Im Takt der Atome: Göttinger Physiker nutzen Schwingungen von Atomen zur Kontrolle eines Phasenübergangs

Chemische Reaktionen mit kurzen Lichtblitzen filmen und steuern – dieses Ziel liegt dem Forschungsfeld der „Femtochemie“ zugrunde. Mit Hilfe mehrerer aufeinanderfolgender Laserpulse sollen dabei atomare Bindungen punktgenau angeregt und nach Wunsch aufgespalten werden. Bisher konnte dies für ausgewählte Moleküle realisiert werden. Forschern der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen ist es nun gelungen, dieses Prinzip auf einen Festkörper zu übertragen und dessen Kristallstruktur an der Oberfläche zu kontrollieren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Das Team um Jan Gerrit Horstmann und Prof. Dr. Claus Ropers bedampfte hierfür einen Silizium-Kristall mit einer hauchdünnen Lage Indium und kühlte den Kristall...

Im Focus: Neue Methode führt zehnmal schneller zum Corona-Testergebnis

Forschende der Universität Bielefeld stellen beschleunigtes Verfahren vor

Einen Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen und auszuwerten dauert aktuell mehr als zwei Stunden – und so kann ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erster Test für neues Roboter-Umweltmonitoring-System der TU Bergakademie Freiberg

10.07.2020 | Informationstechnologie

Binnenschifffahrt soll revolutioniert werden: Erst ferngesteuert, dann selbstfahrend

10.07.2020 | Verkehr Logistik

Robuste Hochleistungs-Datenspeicher durch magnetische Anisotropie

10.07.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics