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Industrie im Wandel

09.12.2019

Ausgelöst durch die Digitalisierung erleben wir momentan einen gravierenden Wandel der wirtschaftlichen Produktion.

Die Situation wird oft verglichen mit der Entwicklung während der industriellen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts.


Angst vor ähnlichen Folgen ist impliziert. Denn die Arbeitsbedingungen verändern sich. Und mit ihnen die sozialen, politischen und kulturellen Gegebenheiten.

Welche Auswirkung das auf Gesellschaft und Politik haben wird, ist Gegenstand anhaltender Debatten.

Ungewisse Zukunft oder übertriebene Panikmache?

Untergangspropheten, Medien, die von Angstmache profitieren und Politiker, die diese Furcht für ihre Zwecke nutzen wollen, greifen auf negative Szenarien zurück.

Sie warnen vor einer ungewissen Zukunft und verbreiten eine pessimistische Weltsicht, um die eigenen Vorstellung in den Köpfen der Menschen zu verankern, die Auflage zu steigern oder schlicht, um das eigene Geltungsbedürfnis zu befriedigen.

Aber auch, wer in diese Unkenrufe nicht einstimmen will, wird zugeben müssen, dass eine ganze Reihe an Veränderungen auf uns zukommen werden. Die Digitalisierung wird unsere Art zu Arbeiten grundlegend umwälzen und hat damit bereits begonnen.

Die Kommunikation stellt den größten Teilbereich des Wandels dar. Mitarbeiter und Kunden können auf der ganzen Welt verstreut sein und trotzdem per Bild und Ton miteinander in Kontakt stehen, Projekte miteinander bearbeiten und Daten untereinander teilen. Zeit und Ort werden zur Randnotiz.

Computer: Schneller, schlauer, selbstständiger

Die Automatisierung stellt den zweiten großen Teilbereich der Industrie 4.0 dar. Einfache, sich wiederholende Handlungen werden schon heute zunehmend von Robotern übernommen. In Zukunft werden diese immer intelligenter und geschickter.

Ihr Anwendungsbereich nimmt zu und Tätigkeiten, für die heute noch Menschen eingesetzt werden, werden entsprechend umstrukturiert. Dabei spielt auch die immer schneller fortschreitende Entwicklung der künstlichen Intelligenz eine Rolle.

Denn die zunehmend komplexer werdenden Abläufe lassen sich nur noch mit großem Aufwand manuell steuern. Selbstlernende Systeme, die auf Änderungen reagieren und sich beständig selbst optimieren, stellen den nächsten Entwicklungsschritt dar.

Mensch mit Maschine

Dass diese Zukunft auch Befürchtungen auslösen kann, ist verständlich, aber vielfach unbegründet. Hollywood ist verantwortlich für unseren dystopischen Blick in eine Zukunft, die den Menschen überflüssig macht.

Die Realität sieht anders aus. Maschinen werden mitnichten alle die Jobs übernehmen, die momentan manuell erledigt werden. Denn weder Kreativität noch die Fähigkeit, sich an neue Situationen anzupassen oder Verknüpfungen über Themenfelder hinweg herzustellen sind einer KI, so intelligent sie auch sein mag, nicht gegeben.

Auch in anderen Bereichen sind der Technik Grenzen gesetzt. Beispielsweise ist es noch niemandem gelungen, etwas zu bauen, das der menschlichen Hand in Sachen Präzision, Kraft, Flexibilität, Robustheit und Feingefühl gleichkommt. Die Kombination verschiedener, sich widersprechender Eigenschaften ist maschinell nur schwer umzusetzen.

Kooperation statt Konkurrenz

Überhaupt ist der Ansatz, den die Industrie 4.0 verfolgt, ein anderer. Der Mensch steh im Mittelpunkt der Entwicklung. Arbeitserleichterung, Zeitersparnis und verbesserte Qualität ist das Ziel.

Der Großteil der in diesem Segment tätigen Unternehmen entwickelt Konzepte, die auf eine Kombination der Fähigkeiten von Mensch und digitalem Pendant setzen. Die Stärken beider Seiten zu verbinden, nutzbar zu machen und durch Zusammenarbeit zu maximieren bietet ein enormes Potenzial.

Als Beispiel sei hier die Arbeit der Firma Optimum datamanagement solutions angeführt. Ihr optisches Assistenzsystem, das auf den Namen Schlauer Klaus hört, ist als Unterstützung für Werker konzipiert.

Es begleitet die einzelnen Arbeitsschritte, überprüft mittels Bildverarbeitung die korrekte Montage und gibt direkt entsprechende Rückmeldung.

Der Mitarbeiter weiß bei jedem Arbeitsschritt, ob er alles richtig gemacht hat und kann entspannter seiner Tätigkeit nachgehen. Zudem sinkt die Fehlerzahl dank der ständigen Begleitung und mit ihr auch die Menge an Reklamationen und Rückläufern erheblich.

Wachstum dank Zusammenarbeit

Der erfolgreiche Einsatz bei Unternehmen wie Audi, Mann&Hummel oder Liebherr beweist, dass es in der Industrie ein großes Interesse an solchen Assistenzsystemen gibt. Die ständig steigende Nachfrage belegt zudem den Nutzen solch innovativer Lösungen.

Auf diesem Weg kann der Wandel der Industrie für alle Seiten von Vorteil sein. Diesen entsprechend zu moderieren und zu begleiten ist Aufgabe und Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen.

Wolfgang Mahanty | OPTIMUM datamanagement solutions GmbH
Weitere Informationen:
https://www.optimum-gmbh.de/

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