Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäisches Netzwerk SMARTER-SI unterstützt Unternehmen bei der Fertigung smarter Systeme

28.04.2016

Das Projekt SMARTER-SI bietet europaweit eine neuartige Fertigungsplattform an, auf der innovative und intelligente Sensorkomponenten und Mikrosysteme in kleinen und mittleren Stückzahlen kostengünstig gefertigt werden können. Rund 5,3 Millionen Euro Fördermittel fließen bis 2018 in den Aufbau und die Erprobung dieser Plattform.

Spezielle Technologien für die Herstellung mechanischer und optischer Sensoren und Mikrokomponenten aus Silizium, kurz MEMS und MOEMS, kommen von einem der deutschen Partner, dem CiS Forschungsinstitut aus Erfurt.


Immunosensor-Plattform für die Überwachung der Wasserqualität

Tyndall National Institute, University College Cork (Irland)


Reflektiver Streulichtsensor mit Ringlinse

Sebastian Reuter, Jena

Das internationale Konsortium aus sieben Forschungseinrichtungen aus Deutschland, der Schweiz, Spanien, Irland und Schweden sowie sieben internationalen Unternehmen und weiteren assoziierten Partnern hat sich selbst das ehrgeizige Ziel gesetzt, die gemeinsame Fertigungsplattform für intelligente Systeme zu einem nachhaltigen kollaborativen Geschäftsmodell zu entwickeln.

Der vereinfachte Zugang zu modernen Technologien und wissenschaftlicher Expertise bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produktinnovationen kostengünstiger und in kürzerer Zeit zur Serienreife zu bringen. Das Kooperationsmodell der Forschungspartner fußt auf der Idee, vorhandene Technologiekomponenten zu kombinieren, um gemeinsam Lösungen mit deutlich besseren technischen Eigenschaften anbieten zu können.

„Mit SMARTER-SI verfügen wir im Konsortium über ein einmaliges Portfolio an Hochtechnologien. Zahlreiche Komponenten und Teilsysteme mit hohem technologischem Reifegrad stehen zur Auswahl. Diesen Wettbewerbsvorteil wollen wir gern mit den KMU teilen, um Produkte schnell und in der erforderlichen hohen Qualität entwickeln zu können“, beschreibt Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Ortlepp das Anliegen von SMARTER-SI.

Der an alle Forschungspartner gerichtete Anspruch ist es, die Kompatibilität der Schnittstellen zwischen den Technologien zu sichern. Mit dem Erfolg dieser technologischen Zusammenarbeit werden sich weitere, neue Chancen in Europa auftun.

Smarte Systeme zeichnen sich durch Funktionsvielfalt und Intelligenz aus. Zudem kommen bei der Herstellung verschiedene Schlüsseltechnologien und hochmoderne Maschinen zum Einsatz. Jeder Partner für sich kann nur einen kleinen Bereich der heutzutage verfügbaren Technologien abdecken, denn das technische und kaufmännische Risiko ist einfach zu groß. Gerade aus diesem Grund eröffnet das Projekt hervorragende Möglichkeiten für die schnelle Umsetzung und Markteinführung von Innovationen.

Erste Produktideen wurden bereits aufgegriffen und werden in den nächsten Jahren auch unter Mitwirkung Thüringer Unternehmen umgesetzt.

Das CiS arbeitet gegenwärtig an folgenden Applikationsvorhaben:

• Wartungsfreies und energiesparsames CO2 Messsystem auf Basis hochemfindlicher optischer Sensoren mit geringer Querempfindlichkeit (CO2)

• Robuster und hochempfindlicher Drucksensor für harsche Umgebungsbedingungen auf Basis von Silizium-Dehnmessstreifen und Keramikmembran (LSP)

• Energieautarkes, schnelles und hochpräzises Taupunktmesssystem für die Gefriertrocknung und Prozesskontrolle (Dew)

• Portables und benutzerfreundliches Multiparameter-Messsystem für Point-of-Care-Anwendungen zum Nachweis von Allergenen in Lebensmitteln (POCT)

• Multisensor-Plattform zur Detektion und Überwachung von Kondensation zum Schutz von elektronischen Systemen bei Feuchteeinfluss (EVA)

• Miniaturisierte und modulare Sensorplattform für die Atemwegsbehandlung in Medizin und Wellness (SMARTresp)

Weitere Informationen:

http://www.smarter-si.eu

Andreas Albrecht | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Künstliche Intelligenz für die Wissensarbeit
20.11.2018 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Mit maschinellen Lernverfahren Anomalien frühzeitig erkennen und Schäden vermeiden
19.11.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: InSight: Touchdown auf dem Mars

Am 26. November landet die NASA-Sonde InSight auf dem Mars. Erstmals wird sie die Stärke und Häufigkeit von Marsbeben messen.

Monatelanger Flug durchs All, flammender Abstieg durch die Reibungshitze der Atmosphäre und sanftes Aufsetzen auf der Oberfläche – siebenmal ist das Kunststück...

Im Focus: Weltweit erstmals Entstehung von chemischen Bindungen in Echtzeit beobachtet und simuliert

Einem Team von Physikern unter der Leitung von Prof. Dr. Wolf Gero Schmidt, Universität Paderborn, und Prof. Dr. Martin Wolf, Fritz-Haber-Institut Berlin, ist ein entscheidender Durchbruch gelungen: Sie haben weltweit zum ersten Mal und „in Echtzeit“ die Änderung der Elektronenstruktur während einer chemischen Reaktion beobachtet. Mithilfe umfangreicher Computersimulationen haben die Wissenschaftler die Ursachen und Mechanismen der Elektronenumverteilung aufgeklärt und visualisiert. Ihre Ergebnisse wurden nun in der renommierten, interdisziplinären Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht.

„Chemische Reaktionen sind durch die Bildung bzw. den Bruch chemischer Bindungen zwischen Atomen und den damit verbundenen Änderungen atomarer Abstände...

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Personalisierte Implantologie – 32. Kongress der DGI

19.11.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz diskutiert digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung

19.11.2018 | Veranstaltungen

Naturkonstanten als Hauptdarsteller

19.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kosmische Schlange

20.11.2018 | Physik Astronomie

Gestreift und doch fast unsichtbar – dem bedrohten Annamitischen Streifenkaninchen auf der Spur

20.11.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Vom Rezeptoraufbau zu neuen Osteoporose-Medikamenten

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics