Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ergonomische Computer für ältere Nutzer

11.09.2008
RWTH-Forscher testen in einer Versuchsreihe, wie Hard- und Software speziell für die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter verbessert werden kann

Mehr als 60 Prozent aller Erwerbstätigen nutzen an ihrem Arbeitsplatz einen Computer. Bei Menschen, die im Büro sowie in der Forschung und Entwicklung arbeiten, liegt der Anteil sogar bei 94 Prozent.

Das kann gerade für ältere Menschen Beeinträchtigungen mit sich bringen, denn im Laufe des Lebens nehmen die Sehleistung oder das räumliche Vorstellungsvermögen ab, auch die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses sowie bestimmte motorische Fähigkeiten lassen nach.

Will man die Arbeitsfähigkeit alternder Belegschaften erhalten und fördern sowie der demografischen Entwicklung Rechnung tragen, ist es notwendig, Computer an die besonderen Fähigkeiten und Kompetenzen älterer Erwerbstätiger anzupassen.

Nicole Schneider, Informatikerin am Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen, untersucht im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Altersdifferenzierte Arbeitssysteme" der Deutschen Forschungsgemeinschaft, wie die Hard- und Software eines Computers für Ältere verbessert werden kann. Aus zurückliegenden Versuchen ist bereits bekannt, welche Schwierigkeiten ältere Menschen mit der Maus als Eingabemedium haben.

Die Aachener Wissenschaftlerin ließ daher 90 Versuchspersonen im Alter zwischen 20 und 75 Jahren neben der Maus einen Touchscreen sowie ein Blickregistrierungsgerät, das die Eingabe mit den Augen ermöglicht, testen.

"Alle Altersgruppen erzielten mit dem Touchscreen die besten Ergebnisse. Die älteren Menschen waren mit dem Touchscreen so effektiv wie die jüngeren mit der Maus.

Doch auch die jüngere Altersgruppe konnte mit dem Touchscreen ihr Ergebnis im Vergleich zur Maus verbessern", so die Informatikerin. Die bisher nur selten eingesetzte Blicksteuerung erwies sich als zweitbestes Eingabemedium.

In einer zweiten Versuchsreihe erforschte Schneider, welche Auswirkung unterschiedliche Netzplan-Layouts einer Projektmanagement-Software auf die Erinnerungsleistung der Probanden hatte. Dabei zeigte sich, dass Probanden aller Altersgruppen von einer horizontalen Anordnung der Netzplanelemente mit großzügigeren Abständen profitierten. Je älter die Probanden waren, desto deutlicher war dieser Effekt.

Nicole Schneider und ihre Kollegen untersuchen nun mit einer neuen Versuchsanordnung, wie Übersichtlichkeit und größere Detaildarstellung eines Projektplanes für die unterschiedlichen Altersgruppen am effektivsten miteinander kombiniert werden können.

Weitere Informationen:

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Christopher Schlick
Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft
Bergdriesch 27, D-52062 Aachen
Telefon: (0241) 80 99 440
c.schlick@iaw.rwth-aachen.de
Dipl.-Inform. Nicole Schneider
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel. 0241/80-99485
n.schneider@iaw.rwth-aachen.de

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.iaw.rwth-aachen.de
http://www.altersdifferenzierte-arbeitssysteme.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation

13.07.2018 | Informationstechnologie

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung

13.07.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics