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Drahtloser Brandschutz für Mensch und Maschine

15.11.2012
Ein neues Funk-Brandmeldesystem von Siemens bietet fehlersicheren und zuverlässigen Brandschutz.

Das System Swing (Siemens Wireless Next Generation) kombiniert ein ausfallsicheres Funknetz mit der bestmöglichen Branderkennung. Es arbeitet dazu mit der sogenannten Mesh-Technologie, die dieselbe Zuverlässigkeit wie kabelbasierte Lösungen erreicht. Mit der patentierten ASA-Technologie (Advanced Signal Analysis) erkennt Swing außerdem Brände unter verschiedensten Umweltbedingungen und verhindert gleichzeitig teure Fehlalarme.



Brandmeldesysteme dürfen sich nicht von Wasserdampf oder Zigarettenrauch täuschen lassen, sollen aber Menschen oder hochwertige Geräte zuverlässig schützen. Eine Herausforderung ist zusätzlich die Installation des Systems in Gebäuden, in denen eine Verkabelung nicht möglich oder nicht erwünscht ist. Hier werden Funksysteme eingesetzt, die bisher jedoch nicht dieselbe Sicherheit kabelgebundener Systeme erreichten.

Für ein ausfallsicheres Funknetz verwendet Siemens die Mesh-Technologie - ein schon in der IT bewährter Standard für die sichere drahtlose Übertragung. Dabei kommuniziert jedes Gerät mit seinen Nachbargeräten, sodass immer mindestens zwei redundante Pfade zur Informationsübermittlung zur Verfügung stehen. Da jedes Gerät außerdem zwei Frequenzbänder mit mehreren Kanälen hat, kann sich das Netz bei Störungen selbst „heilen", indem es automatisch Kanal oder Frequenzband wechselt oder Informationen über andere Geräte zur Brandmelderzentrale leitet.

Swing ist außerdem so zuverlässig, dass es sich nicht von Wasserdampf in Großküchen oder Schweißvorgängen in Produktionshallen beirren lässt, in Krankenhäusern, Museen oder Reinräumen dafür aber hochempfindlich reagiert. Diese Täuschungssicherheit ermöglicht die ASA-Technologie. Die Multisensormelder verfügen über jeweils zwei Temperatursensoren und zwei optische Infrarotsensoren. Damit detektieren sie Hitze und Rauch.

Je nach Umgebungsbedingungen wird der Melder mit speziellen ASA-Parametern ausgestattet, sodass er eher empfindlich oder robust reagiert. Dazu kann das System auf eine gespeicherte Bibliothek mit tausenden Feuertests für unterschiedlichste Feuertypen zugreifen, interpretiert die Signale in Echtzeit und passt die Parametersets dann dynamisch an.

Ein Swing-Funknetz lässt sich schnell und einfach installieren. Die Melder können sogar im laufenden Betrieb umplatziert werden. Daher eignet sich das System besonders für historische Gebäude und Museen, Industriegebäude mit variierender Nutzung oder Messen und Ausstellungen. (IN 2012.11.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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