Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Digitale Assistenten in der Produktion: Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen

11.01.2016

Datenbrillen, Tablets und Headsets revolutionieren den Arbeitsalltag in der Produktion. Die Brillen helfen künftig bei der Auswahl der richtigen Bauteile und projizieren jeden Montage-Schritt direkt ins Sichtfeld des Arbeiters. Maschinen lassen sich per Headset oder Tablet steuern. Und bei der Inventur werden Clipboard und Stift überflüssig, wenn die Bestände per Sprachsteuerung in den Computer eingegeben werden. In fast jedem Produktionsunternehmen können solche interaktiven Assistenzsysteme die Arbeit erleichtern und beschleunigen, sind Wissenschaftler des IPH und IPRI überzeugt – deshalb wollen sie kleine und mittelständische Unternehmen bei der Einführung unterstützen.

Einen Wegweiser Richtung Industrie 4.0 entwickeln Wissenschaftler des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) und des International Performance Research Institute (IPRI) im gemeinsamen Forschungsprojekt „4.0-Ready“.


Richtiges Bauteil gefunden? Datenbrillen helfen künftig bei der Suche, indem sie Regalfach und Artikelnummer einblenden.

Quelle: Ubimax GmbH


Maschinen steuern per Tablet und Headset: Interaktive Assistenzsysteme erleichtern den Arbeitsalltag in der Produktion – auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Quelle: IPH

Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wollen sie dabei helfen, sich schnell einen Überblick über interaktive Assistenzsysteme zu verschaffen: Welche Technologien gibt es bereits auf dem Markt, welche Vorteile bieten sie in der Produktion, wie hoch sind die Kosten?

Vor allem aber wollen die Forscher Unternehmen bei der Einführung unterstützen. Schließlich ist es nicht damit getan, Datenbrillen zu kaufen und an die Mitarbeiter zu verteilen – die Geräte müssen auch mit den Computern des Unternehmens vernetzt werden, Arbeitsabläufe müssen verändert und die Mitarbeiter entsprechend geschult werden.

„Manche Unternehmen sind bei der Digitalisierung schon sehr weit und können problemlos neue Technologien einführen. Andere haben noch Nachholbedarf – ihnen wollen wir Schritt für Schritt zeigen, wie sie interaktive Assistenzsysteme in die Produktion integrieren können“, sagt Stefan Willeke, der das Forschungsprojekt am IPH leitet.

Ob ein Unternehmen bereit ist für die Einführung von Datenbrillen und Co., kann es künftig mit der Methode überprüfen, die die Wissenschaftler in den kommenden zwei Jahren entwickeln wollen. Damit lässt sich bewerten, ob die technischen Voraussetzungen in Form von Datenschnittstellen, WLAN oder spezieller Hardware vorhanden sind, ob die Mitarbeiter die digitalen Helfer akzeptieren und ob die Arbeitsprozesse bereits digital organisiert sind.

Aus all diesen Daten wird der sogenannte Reifegrad ermittelt. Ist er hoch genug, steht der Einführung nichts im Wege – andernfalls werden Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen das Unternehmen seinen Reifegrad erhöhen und schließlich interaktive Assistenzsysteme einführen kann.

Den Mittelstand fit für die Industrie 4.0 zu machen ist eines der Hauptziele des IPH. Das hannoversche Unternehmen gehört zu den Gründern des Kompetenzzentrums Industrie 4.0, das Firmen aus Niedersachsen und Bremen ab dem Frühjahr 2016 beim digitalen Wandel unterstützt – mit kostenlosen Beratungsangeboten, Schulungen und einer Lernfabrik.

So profitiert die Industrie von aktueller Forschung – nicht nur zu interaktiven Assistenzsystemen, sondern beispielsweise auch zur Mensch-Maschine-Interaktion und zu vernetzten Fabriken.

Für das aktuelle Forschungsprojekt „4.0-Ready“ suchen die Wissenschaftler noch Partner, insbesondere Hersteller von interaktiven Assistenzsystemen. Sie kennen die Anforderungen zur Einführung der Technologien genau, können ihr Knowhow aus der Praxis beitragen und profitieren später davon, wenn dank des Industrie-4.0-Leitfadens auch kleine und mittlere Unternehmen Assistenzsysteme einführen können.

Interessierte Unternehmen melden sich bis zum 22. Januar bei Stefan Willeke unter der Telefonnummer (0511) 279 76-442 oder per E-Mail an willeke@iph-hannover.de. Das erste Projekttreffen findet am 26. Januar am IPRI in Stuttgart statt.

Weitere Informationen:

http://I40-Ready.iph-hannover.de

Susann Reichert | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelles Internet: Jederzeit und über-ALL
23.10.2019 | Universität Stuttgart

nachricht Wie Sprachassistenten unhörbare Befehle befolgen
23.10.2019 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Abbau von Magnesiumlegierung auf der Nanoskala beobachtet

Erstmals konnten ETH-​Forscherinnen und Forscher die Korrosion von Magnesiumlegierungen für biomedizinische Anwendungen auf der Nanoskala beobachten. Dies ist ein wichtiger Schritt, um bessere Vorhersagen darüber zu treffen, wie schnell Implantate im Körper abgebaut werden und so massgeschneiderte Implantatwerkstoffe entwickelt werden können.

Magnesium und seine Legierungen halten vermehrt Einzug in die Medizin: einerseits als Material für Implantate in der Knochenchirurgie wie Schrauben oder...

Im Focus: Researchers watch quantum knots untie

After first reporting the existence of quantum knots, Aalto University & Amherst College researchers now report how the knots behave

A quantum gas can be tied into knots using magnetic fields. Our researchers were the first to produce these knots as part of a collaboration between Aalto...

Im Focus: Hohlraum vermittelt starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie

Forschern ist es gelungen, mithilfe eines mikroskopischen Hohlraumes eine effiziente quantenmechanische Licht-Materie-Schnittstelle zu schaffen. Darin wird ein einzelnes Photon bis zu zehn Mal von einem künstlichen Atom ausgesandt und wieder absorbiert. Das eröffnet neue Perspektiven für die Quantentechnologie, berichten Physiker der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift «Nature».

Die Quantenphysik beschreibt Photonen als Lichtteilchen. Will man ein einzelnes Photon mit einem einzelnen Atom interagieren lassen, stellt dies aufgrund der...

Im Focus: A cavity leads to a strong interaction between light and matter

Researchers have succeeded in creating an efficient quantum-mechanical light-matter interface using a microscopic cavity. Within this cavity, a single photon is emitted and absorbed up to 10 times by an artificial atom. This opens up new prospects for quantum technology, report physicists at the University of Basel and Ruhr-University Bochum in the journal Nature.

Quantum physics describes photons as light particles. Achieving an interaction between a single photon and a single atom is a huge challenge due to the tiny...

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wiegende Halme auf den Designers‘ Open

23.10.2019 | Veranstaltungen

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungen

Serienfertigung von XXL-Produkten: Expertentreffen in Hannover

22.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Abbau von Magnesiumlegierung auf der Nanoskala beobachtet

23.10.2019 | Materialwissenschaften

Wiegende Halme auf den Designers‘ Open

23.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Kosmischer Staub auf Ballonfahrt – Experiment zur Planetenentstehung

23.10.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics