Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFKI installiert neuartiges KI-System für Machine Learning: NVIDIA DGX A100

28.07.2020

Das Machine Learning-Rechenzentrum des Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) erhält Zuwachs: Der erste NVIDIA DGX A100, ein neuer Hochleistungsrechner für KI-Algorithmen, wurde heute in Betrieb genommen. Vier weitere sollen folgen und das DFKI zu einem führenden Anbieter von ML mit den neuen DGX A100-Systemen machen.

Die Rechenleistung des Machine Learning-Clusters des DFKI wird damit mehr als verdoppelt, von derzeit ca. 20 PetaFLOPS auf 45 PetaFLOPS. Die dritte Generation des NVIDIA DGX-Systems bietet mit jeweils acht der weltweit fortschrittlichsten NVIDIA A100 Tensor Core Rechenbeschleunigern 5 PetaFLOPS an Leistung.


Das hocheffiziente Rechenzentrum für Machine Learning des DFKI wurde um eine erste NVIDIA DGX A100 erweitert. Vier weitere folgen in den nächsten Monaten.

DFKI


V.l.n.r.: Ralph Hinsche (Business Development Manager – Higher Education & Research, NVIDIA GmbH), Christian Schulze (DFKI), Jan Wender (Atos Senior Expert), Jürgen Schiewe (Head of Sales Big Data & HPC, Atos)

DFKI

Ein PetaFLOP entspricht 1 Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde. Zum Vergleich: Würde man jedem Menschen auf der Welt einen Taschenrechner geben und jeder würde damit innerhalb einer Sekunde 125.000 Berechnungen durchführen, entspräche die Rechenleistung etwa einem PetaFLOP.

Gleichzeitig wird der Energieverbrauch des hocheffizienten Rechenzentrums weiter optimiert. Während vorhergehende Systeme etwa 5 Kilowatt pro PetaFLOP verbrauchen, sind es bei dem DGX A100 nur noch ca. 1,2.

Die KI-Infrastruktur des DFKI nutzt das NVIDIA Mellanox InfiniBand Netzwerk, um die DGX-Systeme mit einer ultraschnellen Fabric mit niedriger Latenz zu verbinden, was ein Multisystem-KI-Training ermöglicht und so die schnellste Zeit zur Lösung von Rechenproblemen bietet.

Das DFKI setzt die neuen Systeme als einer der weltweit ersten Anwender ein. Damit wird die KI-Forschung zu lernenden Systemen und deren Erklärbarkeit weiter beschleunigt und komplexe KI-Algorithmen werden für den praktischen Einsatz in der Industrie verfügbar gemacht.

„Hochleistungsfähige Hardware ist eine zentrale Grundlage für datenreiche und rechenintensive KI-Methoden“, so Prof. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor und Leiter des Forschungsbereichs Smarte Daten & Wissensdienste in Kaiserslautern.

„Durch die immense Zunahme der Datenmengen in den verschiedensten Anwendungsfeldern verlangen viele unserer Projektfragestellungen und auch der Markt nach der optimalen Kombination von hochleistungsfähigen KI-Rechensystemen und ausgeklügelten Algorithmen.“

"Die grenzüberschreitende Forschung des DFKI erfordert eine ebenso fortschrittliche KI-Infrastruktur, die Einsichten liefern kann, um ihre Forschung voranzutreiben", sagt Tony Paikeday, Senior Director of Product Marketing für DGX-Systeme bei NVIDIA.

"Der NVIDIA DGX A100 ist das ultimative Werkzeug zur Beschleunigung der wissenschaftlichen Exploration. Er bietet die Rechenressourcen, die das DFKI für die Datenanalyse, das Training und die Inferenz benötigt und bietet eine beispiellose Rechendichte, Leistung und Flexibilität.“

Installiert wurde das System in Kooperation mit dem französischen IT-Dienstleister und Cluster-Spezialisten ATOS. Mit NVIDIA, als Weltmarktführer für Computer-Grafik und KI-Computing, arbeitet das DFKI bereits seit einigen Jahren erfolgreich zusammen.

Neben der Einbindung des DGX A100 wird das DFKI optimierte Container für Deep Learning-Frameworks wie TensorFlow und PyTorch einsetzen, die über NGC, NVIDIAs Hub für GPU-optimierte Software für Deep Learning, maschinelles Lernen und Hochleistungsrechnen, leicht zugänglich sind, und erweitern.

Auf Basis von NVIDIA KI-Plattformen erzielten die DFKI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den letzten Jahren bemerkenswerte Ergebnisse in der Anwendung, der Erklärbarkeit und zur Optimierung von Neuronalen Netzen und Deep Learning-Methoden. Zudem ist NVIDIA kürzlich dem Gesellschafterkreis des DFKI beigetreten.

Pressekontakt:

Christian Heyer
Leiter Unternehmenskommunikation
DFKI Kaiserslautern
Christian.Heyer@dfki.de
Tel.: +49 631 20575 1710

Jens Neuschäfer
Sr. PR Manager EMEAI – Enterprise PR
NVIDIA GmbH
jneuschaefer@nvidia.com
Tel.: +49 89 628350015

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Prof. h.c. Andreas Dengel
Andreas.Dengel@dfki.de

Weitere Informationen:

https://www.dfki.de/web/news/nvidia-dgx-a100-2 Diese PM auf DFKI.de

Christian Heyer DFKI Kaiserslautern | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Roboter lernen Menschen verstehen – Forschungsvorhaben EXPECT gestartet
27.07.2020 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Autonome Fahrsysteme: TU Graz entwickelt Methoden zur Generierung von Simulationsszenarien und internen Fehlerregulation
23.07.2020 | Technische Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstes adaptives Hochhaus der Welt auf der Internationalen Bauausstellung 2027: Echtzeitanpassung an Wind und Erdbeben

Im Rahmen des von Professor Werner Sobek initiierten Sonderforschungsbereichs 1244 „Adaptive Hüllen und Strukturen für die gebaute Umwelt von morgen“ entsteht an der Universität Stuttgart das weltweit erste adaptive Hochhaus. Das spektakuläre, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Experimentalbauwerk im Großmaßstab wird nun Teil der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA'27) in Stuttgart. Dies gab der Aufsichtsrat der IBA im Rahmen einer Pressekonferenz am 28. Juli 2020 in Stuttgart bekannt.

Mit dem Beschluss gehört das innovative Leichtbaugebäude der Universität Stuttgart zu den ersten 13 Projekten in der Region Stuttgart, bei denen die IBA, das...

Im Focus: Anodenmaterial für sichere und langlebige Batterien

Ein vielversprechendes Anodenmaterial für künftige Hochleistungsbatterien haben Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Jilin-Universität in Changchun/China untersucht: Lithium-Lanthan-Titanat mit Perowskit-Kristallstruktur (LLTO). Wie das Team in der Zeitschrift Nature Communications berichtet, kann LLTO die Energiedichte, Leistungsdichte, Laderate, Sicherheit und Lebensdauer von Batterien verbessern, ohne dass eine Verkleinerung der Partikel von der Mikrometer- auf die Nanometerskala erforderlich ist. (DOI: 10.1038/s41467-020-17233-1)

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigt. Zugleich wächst der Bedarf an intelligenten Stromnetzen für eine nachhaltige Energieversorgung.

Im Focus: NYUAD astrophysicist investigates the possibility of life below the surface of Mars

  • A rover expected to explore below the surface of Mars in 2022 has the potential to provide more insights
  • The findings published in Scientific Reports, Springer Nature suggests the presence of traces of water on Mars, raising the question of the possibility of a life-supporting environment

Although no life has been detected on the Martian surface, a new study from astrophysicist and research scientist at the Center for Space Science at NYU Abu...

Im Focus: Ein theoretischer Schritt zum Natrium-Akku

Batterien für Smartphones und Elektroautos basieren heute in der Regel auf der Lithium-Ionen-Technik. Doch rund um den Globus sucht die Fachwelt nach Alternativen für deutlich kostengünstigere Akkus. Eine Möglichkeit wäre, Lithium durch Natrium zu ersetzen, einem allgegenwärtigen und damit sehr preiswerten Element. Dafür sind aber noch diverse Hürden zu meistern. Unter anderem nimmt die Graphit-Anode der Batterie bisher zu wenig Natrium auf. Hoffnung verspricht nun eine theoretische Studie unter Federführung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR): Sie legt nahe, dass Doppelschichten aus Graphen, hauchdünnem Kohlenstoff, deutlich mehr Natriumatome einlagern könnten als im Graphit.

Ende 2018 gelang einem Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart, der Universität Ulm und des HZDR ein bemerkenswertes...

Im Focus: Manipulating non-magnetic atoms in a chromium halide enables tuning of magnetic properties

New approach creates synthetic layered magnets with unprecedented level of control over their magnetic properties

The magnetic properties of a chromium halide can be tuned by manipulating the non-magnetic atoms in the material, a team, led by Boston College researchers,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

»Conference on Laser Polishing – LaP 2020«: Der letzte Schliff für Oberflächen

23.07.2020 | Veranstaltungen

Konferenz-Radar für Cybersecurity

21.07.2020 | Veranstaltungen

Ausstellungsschiff MS Wissenschaft startet Tour in Münster

20.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erstes adaptives Hochhaus der Welt auf der Internationalen Bauausstellung 2027: Echtzeitanpassung an Wind und Erdbeben

28.07.2020 | Messenachrichten

Bayreuther Physiker entdecken Mechanismus zur Entstehung von Blutplättchen

28.07.2020 | Biowissenschaften Chemie

VISION - Wissenschaftliche Exzellenz und Innovationsfähigkeit für die Frühdiagnose von Magen- und Darmkrebs

28.07.2020 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics