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Clevere, digitale Unterstützung bei Liebherr

18.12.2018

Intelligentes Assistenzsystem hilft Mitarbeitern bei Komponenten-Identifikation

Bei Liebherr werden gute Ideen belohnt. Wenn Mitarbeiter Vorschläge haben, mit denen sich Arbeitsabläufe effizienter gestalten und Kosten reduzieren lassen, erhalten sie dafür einen Bonus. Doch es war nicht nur die Aussicht auf Geld, die Andreas Just vom Liebherr-Standort Ettlingen dazu brachte, sich für die Einführung eines intelligenten Assistenzsystems stark zu machen.


Fehleinlagerungen gehören zur Vergangenheit


Sichere Erkennung für entspannte Mitarbeiter

600 Einzelteile an einem Tag

Ich bin Befunder für Dieselmotoren. Täglich muss ich zahllose Komponenten anhand von Zeichnungen identifizieren und zuordnen. Das ist umständlich und enorm zeitaufwendig“, erzählt er.

Sechs bis sieben Motoren von ausgedienten Baggern, Mobilkränen oder Baufahrzeugen werden Tag für Tag nach Ettlingen geliefert. Diese bestehen aus mehr als 100 Einzelteilen.  Liebherr kümmert sich um die Zerlegung, Sortierung und Aufarbeitung. Diese finden Verwendung in neuen Motoren oder dienen als Ersatzteile.

Und die Nachfrage ist groß. Das Unternehmen wächst. Die Zeit für die korrekte Identifizierung wird mit dem vorhandenen Personal immer knapper, die Qualität sinkt. „Ich war davon überzeugt, dass es effizientere Lösungen gibt, die den Prozess beschleunigen können. Schließlich stieß ich auf das Assistenzsystem Schlauer Klaus der Optimum Datamanagement GmbH.“

Einsparungen im fünfstelligen Bereich

Das System schien all das zu können, was sich Andreas Just vorgestellt hatte. Doch ließ es sich auch an die speziellen Bedürfnisse des Standortes anpassen? Er überzeugte sich bei einem Ortstermin: „Was mir Optimum in Karlsruhe präsentierte, war genau die Lösung, nach der ich gesucht habe. Das intelligente Assistenzsystem würde unsere Durchlaufzeiten drastisch verringern und unsere Produktivität deutlich steigern können.“

Der Schlaue Klaus im Einsatz

Andreas Just war begeistert und stellte den Schlauen Klaus der Geschäftsleitung vor. Die war sofort überzeugt und genehmigte die Aufrüstung. Anfang 2018 wurde damit begonnen, den neuen Mitarbeiter in den Arbeitsprozess zu integrieren. Im Februar waren bereits über 1.500 Komponenten im System, bis zum Sommer mehr als 5.000.

„Gewicht und Kontur sind die Hauptmerkmale, die wir dem Schlauen Klaus beibringen. Reicht dies noch nicht aus, um ein Teil mit über 90-prozentiger Sicherheit zu erkennen, können wir bis zu 100 spezielle Merkmale zusätzlich eingeben – von der Anzahl und dem Durchmesser von Bohrungen über Zahnräder bis hin zu Spiegelungen, Schriftbildern oder der Oberflächenbeschaffenheitˮ, erklärt Andreas Just.

Mit dem Schlauen Kosten Zeit sparen und Kosten senken

Die Prämie für seinen Einsatz hat der Befunder erhalten. Zurecht. Der Schlaue Klaus verkürzt die Zeit, die die Mitarbeiter für eine Befundung benötigen, um mehr als 50 Prozent. Bereits nach einem Jahr spart das intelligente Assistenzsystem der Firma Liebherr Kosten im fünfstelligen Bereich. Fehleinlagerungen gehören der Vergangenheit an. Das Unternehmen prüft nun Einsatzmöglichkeiten in anderen Abteilungen. Auch hier könnte der neue Kollege dann bald auf den Namen Klaus hören.

Wolfgang Mahanty | Optimum datamanagement solutions GmbH
Weitere Informationen:
https://www.optimum-gmbh.de/

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