Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Innovationsallianz für das Internet der Zukunft gestartet

11.12.2007
Schavan: "Wir leisten zentralen Beitrag für den künftigen technischen Standard"

Der Datenverkehr im Internet nimmt mit beeindruckend hohem Tempo zu - um mehr als 50 Prozent pro Jahr. Diesen Anstieg auch künftig beherrschen zu können, ist eine große technische Herausforderung. Führende Unternehmen auf dem Gebiet der Kommunikationstechnik haben sich nun mit Unterstützung der Bundesregierung zu einer Innovationsallianz zusammengeschlossen, die einen künftigen technischen Standard für das Internet der Zukunft entwickeln soll.

ADVA, Alcatel-Lucent, Ericsson und Nokia Siemens Networks sowie die Deutsche Telekom wollen rund 200 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung für Transportdienste für das künftige Internet investieren. Mit etwa 30 weiteren Partnern in Europa starten jetzt die Forschungsprojekte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird die Forschung mit 30 Millionen Euro unterstützen.

"Europa wird einen entscheidenden Beitrag für den künftigen Standard im Internet leisten", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Dienstag in Berlin. "Gemeinsam mit unseren Partnern aus Finnland, Frankreich und Schweden setzen wir Maßstäbe für ein sicheres, zuverlässiges und schnelles Internet. Der Innovationsdruck für die europäischen Unternehmen im weltweiten Wettbewerb sei sehr hoch, sagte die Ministerin: "Deshalb begrüße ich es, dass sich die führenden Ausrüster für Kommunikationstechnik in Deutschland und in den Partnerländern mit der Forschungspolitik auf eine europäische Innovationsallianz verständigt haben." Den Rahmen für das Projekt bietet die EUREKA-Initiative CELTIC.

Treibende Kraft für die Forschung ist die zunehmende Nutzung des World Wide Web. Die bestehenden Kommunikationsnetze stoßen deshalb rasch an ihre Grenzen. Dabei geht es um viel mehr als um das Herunterladen von Musik und Videos: Dienstleistungen in der Medizin und in der Pflegeversorgung, elektronische Geschäftsprozesse, Videokonferenzen oder Teile der Aus- und Weiterbildung sind nur einige Beispiele. Solche neuen Internet-Dienste und -Anwendungen stellen wachsende Ansprüche an Übertragungskapazität, Sicherheit, Robustheit und Qualität der Netzverbindungen.

Technisches Ziel der Innovationsallianz ist es, eine durchgängige Grundlage für den Datenverkehr im Kern-, Metro- und Zugangsnetz zu schaffen, die auf Ethernet basiert. Ziel ist ein Standard, mit dem ein Datenstrom von 100 Milliarden Bit pro Sekunde über das Ethernet mit hoher Qualität übertragen werden kann. Im Fachjargon heißt die Innovationsallianz auch "100 Gbit - Ethernet". Außerdem erproben Wissenschaftler neue Verfahren, um den Datenfluss im Internet sicherer gegenüber unbefugten Zugriff und störungsfrei zu gestalten.

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2196.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht „Sachen machen mit KI“: Automatisches Kassensystem für Kantinen
04.12.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Optimaler Kundenservice durch künstliche Intelligenz
04.12.2019 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Im Focus: Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

Durch Untersuchungen struktureller Veränderungen während der Synthese von Kathodenmaterialen für zukünftige Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkus haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und kooperierender Einrichtungen neue und wesentliche Erkenntnisse über Degradationsmechanismen gewonnen. Diese könnten zur Entwicklung von Akkus mit deutlich erhöhter Kapazität beitragen, die etwa bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite möglich machen. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature Communications. (DOI 10.1038/s41467-019-13240-z)

Ein Durchbruch der Elektromobilität wird bislang unter anderem durch ungenügende Reichweiten der Fahrzeuge behindert. Helfen könnten Lithium-Ionen-Akkus mit...

Im Focus: Neue Klimadaten dank kompaktem Alexandritlaser

Höhere Atmosphärenschichten werden für Klimaforscher immer interessanter. Bereiche oberhalb von 40 km sind allerdings nur mit Höhenforschungsraketen direkt zugänglich. Ein LIDAR-System (Light Detection and Ranging) mit einem diodengepumpten Alexandritlaser schafft jetzt neue Möglichkeiten. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (IAP) und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT entwickeln ein System, das leicht zu transportieren ist und autark arbeitet. Damit kann in Zukunft ein LIDAR-Netzwerk kontinuierlich und weiträumig Daten aus der Atmosphäre liefern.

Der Klimawandel ist in diesen Tagen ein heißes Thema. Eine wichtige wissenschaftliche Grundlage zum Verständnis der Phänomene sind valide Modelle zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

RNA-Modifikation - Umbau unter Druck

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Der Versteppung vorbeugen

06.12.2019 | Geowissenschaften

Verstopfung in Abwehrzellen löst Entzündung aus

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics