Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lagerplanung leicht gemacht

26.03.2002


Ein neues Software-Tool erleichtert die Lagerplanung.

© Fraunhofer ALI


Hilfe bei der Planung von neuen Lagersystemen bietet ein neues Software-Tool. Das Werkzeug wird auf der Hannover Messe (15.- 20. April) vorgestellt.

Brütend sitzt Herr Mustermann über den Plänen für ein neues Lager: Mindestens zehn Jahre soll das neue Gebäude genutzt werden. Doch wer kann schon genau vorhersagen, welche Lagerkapazitäten in den kommenden Jahren gebraucht werden. Nimmt der Kunde A in Zukunft mehr Produkte ab? Kommen neue Aufträge hinzu? Wie hoch werden die jährlichen Zuwachsraten sein? Natürlich soll das Lager den künftigen Anforderungen genügen, dennoch will er das Gebäude auch nicht überdimensionieren. Hilfe bietet hier ein vom Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistikplanung und Informationssysteme ALI entwickeltes Software-Tool. Das Werkzeug erleichtert die Grobplanung von Lagersystemen.

»Bei der Planung eines Lagers müssen Daten berücksichtigt werden, die weit in der Zukunft liegen«, umreißt der ALI-Ingenieur Carsten Münster das Problem. Denn Kunden, Lieferanten und Wettbewerber stellen ständig neue Anforderungen. Muss das Lager nachträglich an diese veränderten Erfordernisse angepasst werden, kommt das meist sehr teuer. »Besser ist es, bereits im Vorfeld mögliche Veränderungen zu berücksichtigen«, betont Münster. Dafür haben die Fraunhofer-Forscher ein internetbasiertes Tool entwickelt, das auch bei unsicheren Daten - wie zum Beispiel dem künftigen Palettenverbrauch - eine Grobplanung und eine erste Kostenabschätzung des neuen Lagers ermöglicht.

Der Investor möchte vor allem eines wissen: Wie teuer wird das neue Lagersystem? Häufig können bei Planungsbeginn aber keine sicheren Aussagen über den Kapazitätsbedarf oder über notwendige Lagerbewegungen gemacht werden. Herr Mustermann ermittelt daher, wie stark diese Größen varieren können. Im Lager sollen zum Beispiel zwischen 2 000 bis 2 500 Paletten untergebracht werden. Diese Daten werden mit unterschiedlichen Prognoseverfahren auf die zukünftigen Anforderungen an das Lagersystem hochgerechnet und verdichtet. Die Software schlägt verschiedene Alternativen vor und berechnet dafür jeweils Kennwerte, wie zum Beispiel die Größe des Lagers und die Kosten. Der Investor kann die unterschiedlichen Varianten als 3-D-Modell im Computer begutachten und sich ein erstes Bild von den Dimensionen machen. Kostspielige Fehlplanungen können so vermieden werden. Sichere neue Informationen finden sofort Berücksichtigung in einem modifizierten Lagersystem. »Da das Software-Tool als Dienstleistung angeboten wird, spart sich der Investor teure Software-Lizenzen«, nennt Münster einen weiteren Vorteil des Planungs-Werkzeugs.

Auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 19 können Interessenten das Software-Tool ausprobieren. Dabei lässt sich nicht nur am Computer ein neues Lagersystem planen, sondern sogar virtuell eine Fahrt durch ein 3-D-Modell der Halle machen. Auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand auf der Cemat stellen die Fraunhofer-Institute für Materialfluß und Logistik IML, Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Produktionstechnik und Automatisierung IPA, das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistikplanung und Informationssysteme ALI sowie Fraunhofer Advanced Simulation Technologies FAST aus.

Dipl.-Ing. Carsten Münster | Presseinformation

Weitere Berichte zu: Informationssystem Investor Lagersystem Software-Tool

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Innovative Datenanalyse von Fraunhofer Austria
18.10.2019 | Fraunhofer Austria Research GmbH

nachricht Dank Hochfrequenz wird Kommunikation ins All möglich
17.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Insekten teilen den gleichen Signalweg zur dreidimensionalen Entwicklung ihres Körpers

18.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Volle Wertschöpfungskette in der Mikrosystemtechnik – vom Chip bis zum Prototyp

18.10.2019 | Physik Astronomie

Innovative Datenanalyse von Fraunhofer Austria

18.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics