Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D-Navigation für mobile Roboter

07.03.2002


Scan von Schoss Birlinghoven


Fraunhofer-Institut für Autonome intelligente Systeme AiS präsentiert neue Steuerungssoftware für 3D-Laserscanner


Sankt Augustin. Damit sich autonome mobile Roboter in einer unbekannten Umgebung zurechtfinden können, benötigen sie genaue Sensordaten. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Autonome intelligente Systeme AiS haben nun eine Steuerungssoftware für einen 3D-Scanner entwickelt, mit der Roboter drei-dimensionale Umgebungsbilder erstellen. Damit erkennen sie Hindernisse, wie Tische oder Stühle in einem Büro. Der 3D-Scanner ist ein präziser, zuverlässiger, preisgünstiger und mobiler Sensor. Er liefert den Robotern in 1,5 bis sechs Sekunden ein Bild, auf das sie ohne zeitliche Verzögerung reagieren können.

Diese neue Technik macht neue Anwendungen für autonome mobile Roboter möglich: Einsetzbar sind sie im Facility Management oder für Transportaufgaben in großen Bürogebäuden. Der Roboter öffnet Türen, benutzt Fahrstühle und erfasst und vermisst dabei die Umgebung. Die entstehenden unterschiedlichen 3D-Abtastbilder werden zu einer kompletten drei-dimensionalen Karte zusammengefasst.



Der 3D-Laserscanner setzt sich aus einem 2D-Scanner und einer neuartigen Drehvorrichtung zusammen. Auf diese Weise kann ein Bereich von 180 Grad (horizontal) und 90 Grad (vertikal) berührungslos und präzise in nur wenigen Sekunden erfasst und vermessen werden. Um eine sehr realitaetsnahe Visualisierung einer 3D-Szene zu erhalten, setzen die Wissenschaftler zusaetzlich eine Digitalkamera ein, die auf dem Roboter installiert ist. Waehrend des Scanns werden Fotos aufgenommen und daraus Texturen erstellt, die dann mit den 3D-Elementen verknuepft werden.

Das Fraunhofer-Institut für Autonome intelligente Systeme AiS finden Sie auf der CeBIT in Hannover vom 13. bis 20. März 2002 in Halle 11, Stand A 10 und A 14.

Weiter Informationen unter: www.ais.fraunhofer.de

Kontakt:
Dr.-Ing. Hartmut Surmann
Fraunhofer-Institut für Autonome Intelligente Systeme AIS
Schloss Birlinghoven
53754 Sankt Augustin
Tel.: 02241-14-2518
Fax.:02241-14-2342
E-Mail: hartmut.surmann@ais.fraunhofer.de


Dipl.-Journ. Michael Krapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.ais.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: 3D-Navigation 3D-Scanner Roboter Steuerungssoftware

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Virtueller Roboterschwarm auf dem Mars
06.04.2020 | Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik

nachricht Pflanzenbestimmung mit Flora Incognita App im März verzehnfacht
03.04.2020 | Technische Universität Ilmenau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Belle II liefert erste Ergebnisse: Auf der Suche nach dem Z‘-Boson

Vor ziemlich genau einem Jahr ist das Belle II-Experiment angelaufen. Jetzt veröffentlicht das renommierte Journal Physical Review Letters die ersten Resultate des Detektors. Die Arbeit befasst sich mit einem neuen Teilchen im Zusammenhang mit der Dunklen Materie, die nach heutigem Kenntnisstand etwa 25 Prozent des Universums ausmacht.

Seit etwa einem Jahr nimmt das Belle II-Experiment Daten für physikalische Messungen. Sowohl der Elektron-Positron-Beschleuniger SuperKEKB als auch der...

Im Focus: Belle II yields the first results: In search of the Z′ boson

The Belle II experiment has been collecting data from physical measurements for about one year. After several years of rebuilding work, both the SuperKEKB electron–positron accelerator and the Belle II detector have been improved compared with their predecessors in order to achieve a 40-fold higher data rate.

Scientists at 12 institutes in Germany are involved in constructing and operating the detector, developing evaluation algorithms, and analyzing the data.

Im Focus: Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

In vielen Bereichen spielen „Elektrolyte“ eine wichtige Rolle: Sie sind bei der Speicherung von Energie in unserem Körper wie auch in Batterien von großer Bedeutung. Um Energie freizusetzen, müssen sich Ionen – geladene Atome – in einer Flüssigkeit, wie bspw. Wasser, bewegen. Bisher war jedoch der präzise Mechanismus, wie genau sie sich durch die Atome und Moleküle der Elektrolyt-Flüssigkeit bewegen, weitgehend unverstanden. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben nun gezeigt, dass der durch die Bewegung von Ionen bestimmte elektrische Widerstand einer Elektrolyt-Flüssigkeit sich auf mikroskopische Schwingungen dieser gelösten Ionen zurückführen lässt.

Kochsalz wird in der Chemie auch als Natriumchlorid bezeichnet. Löst man Kochsalz in Wasser lösen sich Natrium und Chlorid als positiv bzw. negativ geladene...

Im Focus: When ions rattle their cage

Electrolytes play a key role in many areas: They are crucial for the storage of energy in our body as well as in batteries. In order to release energy, ions - charged atoms - must move in a liquid such as water. Until now the precise mechanism by which they move through the atoms and molecules of the electrolyte has, however, remained largely unknown. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now shown that the electrical resistance of an electrolyte, which is determined by the motion of ions, can be traced back to microscopic vibrations of these dissolved ions.

In chemistry, common table salt is also known as sodium chloride. If this salt is dissolved in water, sodium and chloride atoms dissolve as positively or...

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Belle II liefert erste Ergebnisse: Auf der Suche nach dem Z‘-Boson

07.04.2020 | Physik Astronomie

Festkörperphysik: Vorhersage der Quantenphysik experimentell nachgewiesen

07.04.2020 | Physik Astronomie

Wie Serotonin die Kommunikation im Gehirn ausbalanciert

07.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics