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Hochaufgelöste Bilder aus dem Rennwagen

01.02.2007
Live dabei: Dank der neuen Miniaturkamera können Zuschauer einen Schanzensprung oder ein Autorennen aus der Sicht des Akteurs künftig in Hochauflösung verfolgen. Die Kamera ist so winzig, dass sie auch im kleinen Rennfahrer-Cockpit Platz findet.
Der Zuschauer vor dem Fernseher verfolgt das Autorennen live aus Sicht des Fahrers und sieht die Umgebung am Wagen vorbeisausen. Bisher ging das nur in üblicher Fernsehauflösung. Jetzt haben diese Bilder den Sprung in die hohe Auflösung "High Definition TV (HDTV)" geschafft: Möglich macht dies eine Mini-Kamera, die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen entwickelt haben und die von Lizenznehmern künftig serienmäßig

produziert wird.

Mit vier mal vier mal acht Zentimeter ist die Kamera kleiner als eine Seifenschachtel und findet auch im engen Rennauto-Cockpit oder auf dem Helm eines Schanzenspringers Platz. "Das Modell MicroHDTV ist eine der derzeit kleinsten HDTV-Kameras", sagt Stephan Gick, Gruppenleiter am IIS. "Dies haben wir im wesentlichen über zwei Ansätze geschafft: Die Kameraelektronik hat eine sehr geringe Verlustleistung - es entsteht also wenig Wärme, so dass das Gehäuse sehr klein gehalten werden kann. Indem wir hoch integrierte Bauteile verwenden, konnten wir alle Komponenten wie Bildsensor, Analog-Digital-Umsetzer, Farbaufbereitung und Schnittstellen auf kleinstem Raum in der Kamera realisieren."

Mit einem Format von 1920x1080 Vollbildern und einer variablen Bildrate von bis zu 60 Bildern pro Sekunde erfüllt die Kamera alle Anforderungen an eine professionelle HDTV-Produktion. Sämtliche Parameter - etwa Farbeinstellungen, Weißabgleich, Bildformat oder Bildrate - lassen sich über die integrierte Software steuern. Dazu reicht es aus, einen Internetbrowser zu öffnen, die Kamera über ein lokales Netzwerk mit dem Notebook zu verbinden und die gewünschten Parameter einzustellen. "Durch diese Steuerung über das Web und ihr kleines Format kann die Kamera Bilder von Szenen liefern, die bisher so nicht realisierbar waren - beispielsweise Aufnahmen von Sportereignissen oder von Anwendungen, an denen der Einbau an schwer zugänglichen Stellen erfolgen muss", sagt Gick. Ein weiterer Vorteil der Kamera: Es können Standardoptiken verwendet werden. Auf der CeBIT, die vom 15. bis 21. März in Hannover stattfindet, ist die Kamera MicroHDTV zu sehen (Halle 9, Stand B36).

Dr. Janine Drexler | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2007/02/Mediendienst22007Thema1.jsp

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