Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikrosysteme bringen die Nanotechnologie in die Makrowelt

29.11.2006
Ohne Mikro kein Nano: Die meisten Entwicklungen der Nanotechnologie sind ohne Mikrosystemtechnik nicht nutzbar. Durch ihre integrierende Funktion ist die Mikrosystemtechnik ein idealer Vermittler zwischen der Nanowelt und unserer Alltagswelt im Makromaßstab.

Um die Möglichkeiten der Nanotechnologie für die Makrowelt zu erschließen, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm "Mikrosysteme 2004 - 2009" die Entwicklung in diesem Zukunftsfeld. Bis zum 8. Januar 2007 werden Ideenskizzen für wissenschaftliche Projekte im thematischen Schwerpunkt "Mikro-Nano-Integration für die Mikrosystemtechnik (mniMST)" entgegen genommen.

Die Nanotechnologie nutzt gezielt einzelne Atome und Moleküle zum Aufbau von Teilchen und kleinen Struktureinheiten, um Werkstoffe mit neuen Eigenschaften sowie winzigste Komponenten und Systeme herzustellen. Für vermarktbare Produkte ist die in winzigsten Strukturen operierende Nanotechnologie - ein Nanopartikel ist im Vergleich zu einem Fußball so klein wie dieser im Vergleich zur Erde - jedoch erst dann nutzbar, wenn es Schnittstellen zwischen den immer kleiner werdenden Strukturen der Mikro-/Nanoelektronik und den in der Regel erheblich gröberen Strukturen der Anwendungssysteme gibt. Die hierfür benötigten Systemtechnologien werden in der Mikrosystemtechnik entwickelt bzw. bereits bereitgestellt. Diese Form der Integration wird als Mikro-Nano-Integration bezeichnet.

Die Mikro-Nano-Integration wird in Zukunft eine wichtige Rolle unter anderem in der Automobiltechnik (z.B. für die Systemzuverlässigkeit), in der Medizintechnik (z.B. zur Entwicklung von intelligenten Implantaten), oder auch bei der Entwicklung von autonomen vernetzten Sensorsystemen, wie z.B. bei den so genannten "e-grains", spielen. Es wird davon ein kräftiger Entwicklungsschub für die Mikrosystemtechnik und langfristig auch die Entstehung neuer Industrien und Märkte erwartet.

Die bereits existierenden technischen Ansätze für die Mikro-Nano-Integration sind viel versprechend, jedoch noch nicht reif für die industrielle Nutzung. Das BMBF fördert darum im Rahmenprogramm "Mikrosysteme" die Entwicklung und Weiterentwicklung von Systemintegrationstechnologien, die nanoskalige Materialien, Strukturen und die darauf basierenden Effekte einbeziehen. Dafür gibt es zwei entgegen gesetzte Vorgehensweisen. Unter dem "Top-down" Ansatz wird die Weiterentwicklung von Herstellungsverfahren bezeichnet, deren Ursprung und Methodik aus der Mikrosystemtechnik stammt. An erster Stelle sind hier die technologischen Grundlagen der Aufbau- und Verbindungstechnik zu nennen. Die "Bottom-Up" Methode nutzt hingegen physikalisch-chemische Prinzipien der Selbstorganisation aus, um Strukturen herzustellen.

Bis zum Montag, 8. Januar 2007, können Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen Ideenskizzen für wissenschaftliche Projekte entwerfen.

Weitere Informationen zum thematischen Schwerpunkt "Mikro-Nano-Integration für die Mikrosystemtechnik" gibt es im Mikrosystemtechnik-Portal www.mstonline.de/foerderung oder bei

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Paradiso Coskina
Tel.: 030 310078 - 242, E-Mail: coskina@vdivde-it.de

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.mstonline.de/foerderung
http://www.vdivde-it.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Browser-Plugin für mehr Internet-Sicherheit
21.08.2018 | Technische Universität Wien

nachricht Neue Software erleichtert Tierbewegungsforschung
21.08.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Zukünftige Informationstechnologien: Wärmetransport auf der Nanoskala unter die Lupe genommen

21.08.2018 | Physik Astronomie

Bedeutung des „Ozeanwetters“ für Ökosysteme

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics