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Virtuelle Kabinensysteme für den Flug gehen an den Start

30.10.2006
Bordinformationssysteme (BIS) spielen in der Luftfahrtindustrie eine wichtige Rolle, da sie zur Sicherheit des Luftfahrzeugs und auch zu seiner Effizienz beitragen und das Serviceangebot für die Passagiere verbessern. Das In-Flight Cabin-System (IFCS) besteht aus mehreren virtuellen Diensten wie E-Business, Fluglinieninformationen, Audio/Video auf Verlangen sowie Internet- und Telefonzugang, die am Passagiersitz angeboten werden.

Eine Gruppe aus europäischen industriellen Partnern und eine Universität arbeiteten im Rahmen des ANAIS-Projekts (ANAIS - Advanced Network Architecture for In-flight cabin Systems) zusammen, um einen technologischen Versuchsstand für neue IFC-Systeme zu erforschen, umzusetzen und zu überprüfen.

ANAIS diente dazu, dass die aktuellen technologischen Anstrengungen im Bereich Informatik und Datenkommunikation bei Flugzeugen umgesetzt und integriert werden, damit in sämtlichen Sitzbereichen Grund- und Zusatzdienstleistungen angeboten werden können, was bisher nur in der Ersten und der Business-Klasse möglich ist. Alle Dienste werden über ein digitales Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzwerk und auf verschiedenen Ebenen (Server, Netzwerk, Sitz) benutzerfreundlich, ergonomisch und bequem angeboten, um Gewicht, Energie- und Platzverbrauch zu minimieren.

ANAIS schuf die Grundlage für ein vollständig digitales In-flight cabin-System, das über ein leistungsfähiges Datennetz in der Fluggastkabine betrieben wird. Die Verwaltung der verschiedenen Komponenten und Anwendungen dieses Systems erfolgt durch die (CCC - Cabin Crew Console, Konsole für das Kabinenpersonal), mit der das Kabinenpersonal alle wichtigen Anwendungen von einem Endgerät aus steuern kann, was den täglichen Arbeitsaufwand deutlich verringert. Die Konsole für das Kabinenpersonal ist eine einzigartige physische Schnittstelle zum Kabinenpersonal, damit sowohl das Verwaltungssystem der Flugkabine als auch das Verwaltungssystem für die Unterhaltung in der Flugkabine bedient werden können. Es wurde ein innovatives Konzept für die Hardware- und Softwareaufteilung über einen Grafikprozessor benutzt, um den Unterschied der Kritizität der beiden Systeme zu berücksichtigen. Zudem existiert ein berührungsempfindliches LCD für die Beaufsichtigung und Steuerung von Funktionen der Flugkabinenverwaltung.

Die Konsole für das Kabinenpersonal liefert ein standardisiertes Benutzerendgerät für das Kabinenpersonal, wodurch die Anwendungen verschiedener Kritizitäten für die Erfordernisse der Elektronik an Bord von Flugzeugen integriert werden können.

Jörg Holst | ctm
Weitere Informationen:
http://www.kid-systeme.de

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