Kleinstcomputer für mobile Einsatzzwecke

Die auf Nano-Computer und Hochkapazitätsrechner spezialisierte Eurotech Group mit Sitz in Udine hat einen Großauftrag von der amerikanischen Sandia National Lab erhalten. An das von der US-Regierung betriebene Forschungszentrum für Energie und nationale Sicherheit sollen über die Unternehmenstochter Arcom Kleinstcomputer der Baureihe „Tracker“ im Wert von 880.000 Dollar geliefert werden. Es handelt sich um eine Weiterenwicklung des vor wenigen Monaten vorgestellten 290 Gramm schweren „Zypad“, der für mobile Einsatzzwecke unter besonderen Arbeitsbedingungen gedacht ist und wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird.

„Freie Hände für den Benutzer“ ist die Grundidee, die den Eurotech-Vorsitzenden Roberto Siagri zu dieser Neuentwicklung veranlasst hat. „Unser Konzept wird zu einer grundlegenden Änderung der menschlichen Arbeitsgewohnheiten führen. Wir sind dabei, das Gerät an die speziellen Bedürfnisse bestimmter Berufsgruppen anzupassen.“ Bedient werden „Zypad“ und „Tracker“ über herkömmliche Schnittstellen wie Touchscreen oder Joystick. „Auf längere Sicht wird auch ein spezielles Spracherkennungssystem als Steuerungselement hinzukommen“, bestätigt Siagri.

Der Schritt auf dem Weg in das Zeitalter des „ubiquitären computing“ (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061011045 ) hat die Überwindung zahlreicher technischer Probleme erforderlich gemacht. Zur Ermittlung des idealen Gewichtes und LCD-Durchmessers mussten ergonomische Untersuchungen durchgeführt werden. Der 3,5 Zoll-Monitor ist für unterschiedliche Sichtwinkel geeignet. Er passt sich automatisch an die jeweils herrschenden Lichtverhältnisse an und ist selbst bei Dunkelheit noch einsatzfähig. Ein firmeneigenes, mehrfach patentiertes System sorgt dafür, dass der Rechner nur bei Benutzung auch wirklich Strom verbraucht. Die Akkulaufzeit beträgt deshalb mehr als acht Stunden.

Für die drahtlose Kommunikation kommen Bluetooth, WLAN, GSM und P2P-Systeme in Frage. „Die von uns bisher ermittelten Einsatzfelder sind äußerst vielfältig: Zivilschutz, Feuerwehrleute, Ärzte und Klinikpersonal, Logistiker, Ordnungskräfte, Kernkraftwerke und E-Commerce“, bestätigt Marketing- und Verkaufsleiter Roberto Turchi. „Gute Einsatzmöglichkeiten ergeben sich in allen Tätigkeitsbereichen, in denen ein ständiger Informationsfluss unter ständig in Bewegung befindlichen Personen erforderlich ist.“

Die an der Mailänder Börse notierte Eurotech SpA verfügt über 250 Mitarbeiter (davon 100 in der Forschung) und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 30 Mio. Euro. Bekannt ist das von dem Physikwissenschaftler Roberto Siagri gegründete Hightech-Unternehmen auch durch den vor kurzem unternommenen Versuch, die britische Radstone Technology (60 Mio. Euro Jahresumsatz) im Zuge einer Börsenaktion in London zu 100 Prozent zu übernehmen.

Media Contact

Michael Fiala pressetext.austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie

Neuerungen und Entwicklungen auf den Gebieten der Informations- und Datenverarbeitung sowie der dafür benötigten Hardware finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem erhalten Sie Informationen aus den Teilbereichen: IT-Dienstleistungen, IT-Architektur, IT-Management und Telekommunikation.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Nanofasern befreien Wasser von gefährlichen Farbstoffen

Farbstoffe, wie sie zum Beispiel in der Textilindustrie verwendet werden, sind ein großes Umweltproblem. An der TU Wien entwickelte man nun effiziente Filter dafür – mit Hilfe von Zellulose-Abfällen. Abfall…

Entscheidender Durchbruch für die Batterieproduktion

Energie speichern und nutzen mit innovativen Schwefelkathoden. HU-Forschungsteam entwickelt Grundlagen für nachhaltige Batterietechnologie. Elektromobilität und portable elektronische Geräte wie Laptop und Handy sind ohne die Verwendung von Lithium-Ionen-Batterien undenkbar. Das…

Wenn Immunzellen den Körper bewegungsunfähig machen

Weltweit erste Therapie der systemischen Sklerose mit einer onkologischen Immuntherapie am LMU Klinikum München. Es ist ein durchaus spektakulärer Fall: Nach einem mehrwöchigen Behandlungszyklus mit einem immuntherapeutischen Krebsmedikament hat ein…

Partner & Förderer