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Die Beseitigung von Interferenzen bei der Digitalübertragung

27.09.2006
Im Zeitalter der Digitaltechnik ist DVB-T (Digital Video Broadcasting-Terrestrial) mehr als nur ein aufstrebender Technologiezweig, sondern bereits eine ausgereifte technische Option. Trotzdem bergen terrestrische Netzwerke immer noch einige Schwierigkeiten, die bearbeitet werden müssen.

DVB-T ermöglicht eine optimale Nutzung verfügbarer Frequenzspektren, da es genau an Besonderheiten des geografischen Umfelds angepasst werden kann. Zudem sind darüber flexible Datenkombinationen übertragbar, wodurch vielfältige Dienstleistungen angepasst werden können. Weiterhin garantiert DVB-T im tragbaren Modus einen exzellenten Empfang.

Die Übertragung von terrestrischem Digitalfernsehen geschieht durch die Übertragung eines komprimierten digitalen Audio-Video-Stroms mittels Modulation des OFDM-Verfahrens (Orthogonal frequency-division multiplexing). Der Grundgedanke des OFDM besteht in der Aufteilung der verfügbaren Übertragungsbandbreite in mehrere parallele Schmalbandkanäle. Der Einsatz eines solchen Multi-Carrier-Modulationssystems dient der Überwindung von Interferenzen durch benachbarte Kanäle und Reflexionen des gleichen Signals.

Die Analyse und Identifikation von Problemen durch Nebenkanalinterferenz zwischen den Transmittern oder Basisstationen belegt, dass diese Interferenz bei verstärkten DVB-T-Signalen komplizierter wird. Genauer gesagt, tritt das Problem bei einem tragbaren Empfang in einem Mehrfachpfadumfeld deutlicher auf, wenn zwischen Transmitter und Empfänger kein direkter Pfad existiert.

Das ANTIUM-Projekt (ANTIUM - Advanced NeTwork radio Identification equipment for Universal Mobile communications) diente der Entwicklung von spezifischen Messgeräten und Algorithmen, um diese Interferenzprobleme zu analysieren und deren Ursache zu bestimmen. Dabei wird ein Mehrfachantennen-Receiver eingesetzt, der in einem bestimmten Kanal alle DVB-T-Signale erkennt.

Es wurden Algorithmen zur Erkennung, Demodulation und Entschlüsselung von Signalgebungssystemen entwickelt und in den ANTIUM-Demonstrator integriert. Darüber hinaus fanden Labor- und Feldversuche statt, um die Leistung des Algorithmus einzuschätzen.

Die daraus entstandenen Verfahren und Instrumente leisten einen wichtigen Beitrag im Bereich der DVB-T-Vernetzung. Dennoch bedarf es weiterer Anstrengungen, um kostengünstigere Geräte zu entwickeln, was die Grundlage für ein neues Gemeinschaftsprojekt sein könnte.

Denis Masse | ctm
Weitere Informationen:
http://www.tdf.fr

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