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Ein internationaler Netzwerkdienst aus Europa

27.09.2006
Die Kommunikation zwischen sämtlichen europäischen Forschungs- und Bildungsnetzwerken wird seit November 2000 durch das GEANT-Projekt zunehmend intensiviert.

GEANT dient dem Zweck, dass innerhalb Europas die Computer von Nationalen Forschungs- und Bildungsnetzwerken (NFBNs) im Multi-Gigabit-Bereich miteinander verbunden werden. Als eine Erweiterung von TEN-155 werden nach Fertigstellung insgesamt mehr als 30 NFBNs vernetzt sein. Die Verbindungsgeschwindigkeiten bei GEANT reichen von 155 Mbit/s als dem langsamsten Wert bis hin zu 10 Gbit/s im inneren Glasfasernetzwerk.

Durch das Projekt wurden ein rechnerischer Premium-IP-Datenservice und eine Dienstgüte definiert, überprüft und umgesetzt. Nachfolgend entwickelte man ein flexibles automatisiertes Bereitstellungssystem mithilfe innovativer, internetbasierter Verfahren. Der Dienst wurde im Rahmen von DANTE (Delivery of Advanced Network Technology to Europe) getestet und allen Primärnutzern bereits zur Verfügung gestellt.

Das System ging im März 2004 in Produktion, wodurch zwischen dem DFN (Deutsches Forschungsnetz) und GRNet (Nationales Forschungs- und Bildungsnetzwerk von Griechenland) eine Premium-IP-Reservierung bei 2 Mbps möglich wurde. Dies ebnet den Weg für weitere Reservierungen. Die Benutzer wissenschaftlicher NFBNs können technische und administrative Details der erforderlichen Premium-IP-Reservierung durch eine Internetschnittstelle übermitteln. Danach überprüft das System den Pfad, die Ressourcenverfügbarkeit und liefert dem Benutzer sofort eine Bestätigung.

GEANT wurde für den Einsatz von IPv6 als den Internetprotokollen der neuen Generation entwickelt. IPv6 erweitert den Adressenraum von 32 auf 128 Bits und eignet sich somit für eine unbegrenzte Anzahl von Netzwerken und Systemen. Dadurch werden auch die Kenngrößen der Dienstgüte für Echtzeit-Audio und Video verbessert. IPv6 dient dem Ausgleich von Mängeln bei IPv4, wozu die Datensicherheit und die maximale Zahl von Benutzeradressen gehören.

Die vollständige Integration von IPv6 auf der GEANT-Grundlage wurde im Juli 2003 abgeschlossen. Weitere Netzwerke wie 6NET und CERN werden ebenfalls über IPv6 verbunden. Es entstanden zudem zwei kommerzielle IPv6-Verbindungen mit den Telekommunikationsanbietern Telia und Global Crossing.

Mittels dieses europaweiten Netzwerks wird eine schnelle und effiziente Kommunikation zwischen den Forschungsnetzwerken möglich. Erweiterungen und weitere Entwicklung werden einen schrankenlosen Informationsaustausch begünstigen, wodurch Fachleute in allen Bereichen ihre Arbeit einfacher fortsetzen können.

Dai Davies | ctm
Weitere Informationen:
http://www.dante.net

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