Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn der Cyberspace zum Hörsaal wird - Informatiker der TU Dresden stellen Lehrveranstaltungen ins Internet

17.07.2006
Ob Schriftverkehr mit dem Prüfungsamt, Online-Einschreibungen für Seminare oder Semesterarbeiten per Mail versenden: Das Internet wird bereits für viele Vorgänge und Aufgaben der Universität und des Studiums genutzt. Bietet es auch für Lehrveranstaltungen zukünftig eine Alternative? Müssen Studenten bald gar nicht mehr an die Uni, sondern können sich Vorlesungen und Seminare aus dem Internet downloaden?

Alexander Schill, Professor für Rechnernetze an der Technischen Universität Dresden, beschäftigt sich zurzeit mit dem Bereich der so genannten Televorlesungen. Er hat mittlerweile fünf seiner Vorlesungen über 15 Wochen lang aufgezeichnet. Diese stehen den Studenten jetzt vor allem für Prüfungsvorbereitungen zur Verfügung.

Nachdem die Vorlesungen auf Video vorliegen, werden die 90 Minuten Bandmaterial digitalisiert und mithilfe von Schneidesoftware in Lerneinheiten unterteilt. Auch entsprechendes Anschauungsmaterial (z.B. Folien) wird eingearbeitet. Mit einem Passwort können die Filmsequenzen dann im Internet abgerufen und angeschaut werden. Schon über 1000 Studenten haben davon Gebrauch gemacht. Alle drei Jahre sollen die aufgezeichneten Vorlesungen erneuert werden.

Auch wenn sich Teilbereiche universitärer Dienstleistungen in den virtuellen Raum verlagern, sollen Televorlesungen die herkömmlichen Veranstaltungen nicht ersetzen, sondern nur ergänzen, so Professor Schill. Komplexe Themen sind nicht allein über Videomitschnitte vermittelbar, sondern müssen in realen Vorlesungen und Übungen veranschaulicht werden. Nur bei "Live"-Veranstaltungen kann ein Dozent Rückfragen beantworten und können sich Studenten untereinander austauschen. Letztlich müssen die zukünftigen Akademiker auch bei ihren Diplom- oder Semesterarbeiten individuell betreut werden.

Einzelne Vorträge werden allerdings schon als Videokonferenz gezeigt. Mit Dozenten aus Berkeley und München übertrug man Referate in Echtzeit. Die Studenten konnten den Dozenten sogar Fragen stellen. Die Videoübertragung ermöglicht es, interessante Gastdozenten für Vorträge zu gewinnen, da räumliche Distanzen so mühelos überbrückt werden können. Des Weiteren werden auch gelegentlich Beleg/Diplom-Verteidigungen per Videokonferenz durchgeführt bzw. externe Gutachter im Rahmen von Promotionsverfahren per Videokonferenz hinzugezogen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. rer. nat. habil. Dr. h.c. Alexander Schill, Tel. 0351 463-38261 o. 0173/3577657, E-Mail: schill@rn.inf.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.rn.inf.tu-dresden.de/scripts_lsrn/index.asp

Weitere Berichte zu: Lehrveranstaltung Televorlesung Videokonferenz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht One step ahead: Adaptive Radarsysteme für smarte Fahrerassistenz
20.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

nachricht Virtual Reality ohne Kopfschmerz oder Simulationsübelkeit
19.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mit traditionellen Methoden gegen extreme Trockenheit

24.09.2018 | Geowissenschaften

Europäische Spitzenforschung auf der EuMW

24.09.2018 | Messenachrichten

Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

24.09.2018 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics