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Blumenwiesen aus Musik: MP3-Sammlungen kompakt visualisiert

14.07.2006
Eine von Microsoft (R) Deutschland geförderte Arbeit von Studierenden der Hochschule Bremen

Wo früher bloß ein paar Dutzend CDs das Regal füllten, sprengen heutige Musiksammlungen die Grenzen der Überschaubarkeit: In der Dateiliste auf dem PC reiht sich schier endlos Titel an Titel. Wie findet man da zielsicher ähnliche Stücke? Oder Songs, die frischer klingen als der Einheitsbrei? Zwar haben sich schon viele Forscher diesen Fragen gewidmet. Noch hat aber niemand den Durchbruch zu einer breiten Anwendung geschafft.

Diesem Problem haben sich zwei Studierende des Studiengangs Medieninformatik an der Hochschule Bremen gewidmet: Philipp Kolhoff und Jacqueline Preuß, unter Anleitung von Prof. Dr. Jörn Loviscach. Anders als bisherige Verfahren ist ihre Lösung vollständig in das Betriebssystem Microsoft (R) Windows(R)eingebettet: Zu jeder MP3-Audiodatei wird durch digitale Analyse vollautomatisch ein blumenartiges Icon erzeugt, das den Klang des Stücks widerspiegelt. Diese Icons erscheinen in allen Dateifenstern.

Statt mühsam in jedes Stück hineinzuhören, gewinnt der Benutzer auf einen Schlag den Überblick über Hunderte von Audiodateien. Tests belegen, dass Benutzer mit Hilfe der Icons zuverlässig auf Ähnlichkeit oder Verschiedenheit der jeweiligen Musik schließen können - obwohl die Ähnlichkeit von Bildern und die Ähnlichkeit von Klängen zunächst nicht allzu objektive Kriterien zu sein scheinen.

Der Benutzer kann das System selbst antrainieren: Dazu wählt er für eine Handvoll Stücke die Icons selbst aus. Dabei wird er nie mit technischen Einstellungen konfrontiert, sondern variiert vom System vorgeschlagene Bilder. So können Symphonien zu Sonnenblumen werden und Techno-Stücke zu roten Rosen - oder was die digitale Botanik sonst noch hergibt.

Die in der Softwareumgebung .NET entwickelte Arbeit wird im Oktober auf der internationalen wissenschaftlichen Konferenz SIBGRAPI in Manaus präsentiert werden. Dafür stellt Microsoft(R) Deutschland eine großzügige finanzielle Unterstützung bereit. Als weitere Ausbaustufe sollen mit Hilfe von .NET auch Handys und PDAs mit in das System einbezogen werden. Ihre kleinen Bildschirme machen die kompakte Darstellung mit Icons besonders hilfreich.

Ulrich Berlin | idw
Weitere Informationen:
http://exchange.hs-bremen.de/exchange?g=ykdw2u
http://exchange.hs-bremen.de/exchange?g=xhr7c5
http://exchange.hs-bremen.de/exchange?g=ypbxf8

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