Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Modernste Technik zur Warnung der Bevölkerung: satellitengestütztes Warnsystem macht 50ste Testsendung

23.03.2006


Im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wird am 22. März 2006 durch die Warnzentrale die 50ste monatliche Testsendung über das satellitengestützte Warnsystem (SatWaS) versandt. SatWaS ist das zentrale Mittel zur zeitkritischen Warnung der Bevölkerung vor besonderen Gefahren, die in einem Verteidigungsfall drohen. Es ermöglicht Meldungen zeitgleich bundesweit über einen Satelliten mit sehr kurzen Übertragungszeiten und hoher Priorität zu versenden. Die Testsendung dient zum einen der technischen Prüfung der Verbindung und testet zum anderen den reibungslosen Ablauf des Warnverfahrens.



Nach dem Ende des kalten Krieges wurde das bundesdeutsche Sirenennetz abgebaut. Bund und Länder einigten sich auf die Nutzung des Rundfunks als alleiniges Warnmittel. Die Bevölkerung ist im Falle einer bedrohlichen Lageentwicklung über die Medien sehr gut zu erreichen. Dies haben die Anschläge vom 11. September 2001 und die Hochwasser an Elbe und Oder deutlich gezeigt, wo die Menschen die Meldungen in den Medien bis in die Nacht verfolgt haben. Die Warnung über den Rundfunk bietet die Möglichkeit, nicht nur Gefahren anzukündigen, sondern auch Verhaltensregeln an die Bevölkerung weiterzugeben. Da eine Warnung vor Angriffen mit Flugzeugen oder Raketen zeitkritisch ist, wurden im Rahmen der Überlegungen zu einem neuen Warnsystem Kommunikationsmittel gesucht, die in der Lage sind, Warndurchsagen an den Rundfunk möglichst schnell zu übermitteln. Hierbei fiel die Entscheidung auf ein satellitengestütztes Kommunikationssytem, das im Bereich der kommerziellen Übertragung von Agenturmeldungen an alle bekannten Rundfunkanstalten und andere Medien seit Jahren täglich im Einsatz ist. Da die einzelnen Meldungen in diesem kommerziellen System zeitgleich bundesweit über einen Satelliten versandt werden, ergeben sich sehr kurze Übertragungszeiten. Darüber hinaus bietet das System die Möglichkeit, Meldungen mit hoher Priorität zu versenden. Aufgrund dieser Eigenschaften ist das System geeignet, auch Warndurchsagen schnell zu versenden.

... mehr zu:
»SatWaS »Testsendung »Warnsystem »Warnung


Im März 2000 wurde ein erster Entwurf für die SatWaS Testsendungen entwickelt. An der ersten Phase haben die Warnzentrale, die Verbindungsstellen, 16 Lagezentren der Bundesländer, das Lagezentrum Bundesministerium des Innern sowie 10 Landesrundfunkanstalten, das ZDF Mainz, Deutschlandradio Berlin und Deutschlandfunk Köln teilgenommen. Nach dem beschleunigten Vollausbau erfolgten als Feldversuch die ersten technischen Testbetriebe am 15.10.2001, am 15.11.2001 und am 14.12.2001. Nach der Auswertung wurde das endgültige Arbeitsverfahren zur Durchführung monatlicher Testsendungen festgelegt. Im Anschluss wurde am 20.02.2002 die erste Testsendung mit der Bestätigung (Rücksendung) aller angeschlossenen Teilnehmer durchgeführt.

Am 22. März 2006 wird die 50ste monatliche SatWaS Testsendung versandt. Der Teilnehmerkreis ist gegenüber der ersten Sendung durch die Einbindung Privater Rundfunkanstalten, Presseagenturen, Internetserviceprovidern und Emessage (Funkruf) deutlich angewachsen. Neben der Warnzentrale sind drei Zivilschutzverbindungsstellen, 17 Lagezentren von Bund und Ländern, 13 öffentlichrechtlich Rundfunkanstalten, das ZDF Mainz / Berlin, 42 private mit 98 lokalen Sendern, dpa, AFP, T-Online International, LH -Media Service und E-Message angeschlossen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nimmt neben den klassischen Aufgaben des Zivilschutzes wie beispielsweise der Warnung und Information der Bevölkerung, dem baulichen Zivilschutz, der Wassersicherstellung und dem Kulturgutschutz neue Aufgaben wahr. Als Servicestelle des Bundes unterstützt es das Krisenmanagement der Länder insbesondere in den Bereichen Informationen und Koordination. Außerdem ist das BBK zuständig für die planerische Vorsorge zum Schutz kritischer Infrastrukturen, die Aus- und Fortbildung von Zivil- und Katastrophenschützern, den Ausbau der Katastrophenschutzforschung sowie der Katastrophenmedizin und für die Stärkung der bürgerschaftlichen Selbsthilfe. Zum Bundesamt gehört das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ), das im Herbst 2002 in Betrieb genommen wurde, sowie das Deutsche Notfallvorsorge-Informationssystem (deNIS).

| pressrelations.de
Weitere Informationen:
http://www.bbk.bund.de

Weitere Berichte zu: SatWaS Testsendung Warnsystem Warnung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Alltagsgegenstände als Datenspeicher
10.12.2019 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Industrie im Wandel
09.12.2019 | OPTIMUM datamanagement solutions GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Im Focus: Geminiden - Die Wünsch-dir-was-Sternschnuppen vor Weihnachten

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Die Geminiden, die Mitte Dezember zu sehen sind, sind der "zuverlässigste" der großen Sternschnuppen-Ströme mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Leider stört in diesem Jahr der Mond zur besten Beobachtungszeit.

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen Mitte Dezember immer für ein schönes Sternschnuppenschauspiel. In diesem Jahr sind die...

Im Focus: Electronic map reveals 'rules of the road' in superconductor

Band structure map exposes iron selenide's enigmatic electronic signature

Using a clever technique that causes unruly crystals of iron selenide to snap into alignment, Rice University physicists have drawn a detailed map that reveals...

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Was Vogelgrippe in menschlichen Zellen behindert

10.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Schäden im Leichtbau erkennen durch Ultraschallsensoren

10.12.2019 | Materialwissenschaften

Forscher untersuchen Rolle der Zellmembran bei der Entstehung chronischer Krankheiten

10.12.2019 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics