Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachhochschule Coburg entwickelt gemeinsam mit Siemens eine Lagerverwaltung mit vernetzten Sensoren

07.03.2006


Dateneingabe bei einem Päckchen mit Funketikett und einem Mini-Computer
Pressestelle FH Coburg


Dipl.-Informatiker und Projektmitarbeiter Martin Fenne von der Fachhochschule Coburg erprobt den Mini-Computer, der, wie in der Praxis vorgesehen, in einem Regal positioniert und mit Daten über die eingelagerten Bestände versorgt wird. Pressestelle FH Coburg


Ein einfach aufzubauendes und erweiterbares Lagerverwaltungssystem haben Siemens und die Fachhochschule Coburg entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ansätzen wird bei dem WISHIS genannten System keine zentrale Datenbank benötigt, sondern die Informationen sind verteilt in den Regalen auf Mini-Computern gespeichert. Diese Mini-Computer sind für sich genommen autonom, aber untereinander drahtlos vernetzt. "Dieses System ist für kleinere bis mittelgroße verteilte Lagerbestände bedeutend wirtschaftlicher als kommerzielle Applikationen, da es sich ohne großen Aufwand, etwa für Verkabelung, auch in bestehenden Lagern leicht installieren lässt. Auch eine wechselnde Nutzung der Flächen ist so problemlos möglich.", erklärt Projektleiter Prof. Dr. Thomas Wieland von der Fachhochschule Coburg. Dr. Christoph Niedermeier von Siemens Corporate Technology betont, "dass die in dem gemeinsamen Projekt untersuchten Technologien von großer Bedeutung für zukünftige so gen. pervasive Computer-Systeme sind, die durch Integration einer großen Anzahl derartiger Mini-Computer mit mobilen Kommunikationsgeräten, Mobilfunknetzen und dem Internet eine Vielfalt neuartiger Anwendungen ermöglichen."


Im Rahmen von WISHIS werden diese Technologien wie folgt genutzt: Alle Artikel, die im Lager verwendet werden sollen, sind mit so gen. RFID-Funketiketten ausgestattet, so dass sie sich drahtlos identifizieren lassen. Beim Einlagern ermittelt WISHIS über dieses Etikett dann den benötigten Platz und fragt bei den in den Regalen verteilten kleinen Rechnern nach einem passenden Einlagerungsplatz. Hat der Lagerist das Päckchen von Hand oder mit einem Stapler dort abgelegt, bestätigt er dies auf einem Taschencomputer. Auch die Entnahme ist später wieder entsprechend zu quittieren. Neben einer Übersicht über alle eingelagerten Gegenstände ist auch eine sensorische Überwachung der Regale möglich. So kann beispielsweise festgestellt werden, ob die Temperatur in einem bestimmten Bereich einen vorher festgelegten Grenzwert steigt, was etwa bei verderblichen Waren problematisch werden kann. Entsprechende Alarme ermöglichen dann eine rechtzeitige Reaktion der Lagerverwalter.

Diese Anwendung ist aus gemeinsamen Untersuchungen der Fachhochschule und Siemens hervorgegangen, wie man die relativ neue Technologie der drahtlosen Sensornetze am besten im industriellen Umfeld nutzen kann. Diese für solche Sensornetze eingesetzten Kleincomputer von der Größe eines eingeklappten Handys sind bereits von Haus aus mit Sensoren ausgestattet, mittels derer sie Informationen über ihre Umgebung sammeln können, beispielsweise Temperatur, Lichtstärke, Feuchtigkeit oder Beschleunigung. Grundsätzlich lassen sich daran alle marktgängigen Sensoren anschließen. Durch die Kombination der Messungen aus den verschiedenen verteilten Geräten, die diese per Funk miteinander austauschen, lassen sich so komplexe Situationen erkennen.


Dr. Christoph Niedermeier, verantwortlicher Projektbetreuer bei Siemens: "Obwohl das System noch im Prototypstadium ist, zeigen die Ergebnisse deutlich, welch großes Potenzial für verschiedenartigste Anwendungen die Technologie der drahtlosen Sensornetze hat."

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Pressereferat
Siemens Corporate Technology
Guido Weber
D-81730 München
Tel: (089) 636 - 49030, Fax - 700886
E-mail: guido.weber@siemens.com

Adele Orosz | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-coburg.de
http://www.cebit.de

Weitere Berichte zu: Mini-Computer Sensor Sensornetz Technology WISHIS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht TU Ilmenau entwickelt intelligente Sensorik zur Verarbeitung von Big Data
21.10.2019 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Innovative Datenanalyse von Fraunhofer Austria
18.10.2019 | Fraunhofer Austria Research GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Das Stromnetz fit für E-Mobilität machen

21.10.2019 | Förderungen Preise

Kompakt, effizient, robust und zuverlässig: FBH-Entwicklungen für den Weltraum

21.10.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics