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Hightech-Kleidung revolutioniert Feuerwehreinsätze

16.02.2006


EU-Projekt lotet integrierbare Computertechnologien aus


Hightech-Kleidung soll Feuerwehreinsatz erleichtern



Feuerwehrleute könnten bei gefährlichen Einsätzen schon bald von Hightech-Ausrüstung unterstützt werden. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) hat im Rahmen des EU-Projektes wearIT@work Lösungen entwickelt, wie Computertechnologie in Kleidung und Ausrüstung integriert werden kann. Atemschutzmasken mit Wärmekameras und integrierten Bildschirmen oder Funkrelais, die selbstorganisierend Informationen vom Einsatzort verarbeiten, stellen dabei nur einige der angestrebten Lösungen dar.



"Einsatzkräfte operieren häufig an ihrer physischen und kognitiven Belastungsgrenze. Bedarfsgerechte Kommunikation und Informationsversorgung sind daher im Einsatzfall die zentralen Erfolgsfaktoren", erläutert Projektleiter Markus Klann vom FIT im pressetext-Interview. Das Anwendungsgebiet Notfallrettung stelle bei der Entwicklung von Wearable-Computing-Komponenten sicherlich ein besonderes schwieriges Forschungsfeld dar, so Klann weiter. So müsse bei einem Einsatz unter schwierigen Bedingungen sowohl die technische Gebrauchstauglichkeit gewährleistet sein, als auch die sichere Anwendung durch die Benutzer.

Den derzeitigen Entwicklungsstand diverser Lösungen beschrieb Klann auf Nachfrage von pressetext als prototypisch, wenngleich er die grundsätzliche Marktorientiertheit des Forschungsprojektes betonte. Bei der Entwicklung eines Schutzmasken-Prototyps macht sich das FIT bereits erprobte Display-Technologien zunutze, die teilweise schon im Irak-Krieg zum Einsatz gelangten. So genannte Head-Mounted Displays (HMD) könnten zum Beispiel Aufnahmen einer ebenfalls integrierten Wärmebildkamera darstellen oder Temperatur- und Sauerstoffwerte anzeigen, um Brandherde leichter zu lokalisieren. Die Verarbeitung dieser Daten könnte tragbare Computertechnologie in der Gürtelschnalle des Schutzanzuges übernehmen.

Eine besondere Rolle kommt auch in diesem Fall interaktiv agierenden Sensornetzwerken zu. Von Einsatzkräften verteilte winzige Funkrelais könnten diese in brennenden Gebäuden bei der Orientierung und Navigation unterstützen. Ebenfalls vorstellbar und laut Klann technologisch leichter umsetzbar sei das Anbringen von Sensoren an den Feuerwehrleuten selbst. Diese würden somit als mobile Funkstationen fungieren und könnten die Einsatzstelle mit entsprechenden Informationen versorgen, die wiederum die Organisation des Einsatzes erleichtern würden, so Klann gegenüber pressetext abschließend.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de

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