Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Robuste Datenverarbeitung unter extremen Bedingungen

31.01.2006


Für den Einsatz bei Raumfahrten und in rauer Umgebung wurde eine innovative Datenverarbeitungseinheit mit hoher Leistungsfähigkeit, selbst unter Bedingungen der Radioaktivität, des Vakuums und der thermischen Instabilität, entwickelt.



Eine der wichtigsten architektonischen Funktionen moderner Hochleistungscomputer ist der Einsatz von Cache-Speichern, die in die Mikroprozessorenkomponente eingeschlossen sind. Jedoch können sich typische vorübergehende Fehler, die in einer Strahlungsumgebung verursacht werden, auf die Speicherkomponenten auswirken und eventuell zu einer Computerstörung führen.



Die kürzlich entwickelte Datenverarbeitungseinheit nutzt schnelle digitale Schaltkreise und eine mehrschichtige Datenarchitektur für eine hohe Datenverarbeitungsleistung. Die Übernahme einer modernen Mikroprozessorentechnologie bietet eine hohe Leistungsfähigkeit von über 100 MIPS. Um diese besser kontrollieren zu können, wendet das neue Verfahren eingehende Strahlungstests der ausgewählten Komponenten sowie die Umsetzung spezialisierter Funktionen zur Überwachung des Computerbetriebs an.

Deshalb werden zur Fehlerkorrektur im Speicher EDAC- (Error Detection And Correction - Fehlererkennung und -korrektur) oder Block-Code-Technologien implementiert. Zusätzlich dazu ermöglichen Speicher- und Systemkontrollfunktionen in höchst zuverlässigen, programmierbaren digitalen Schaltkreisen die notwendigen Änderungen an der Gestaltung der Funktionsweise und der Schnittstellen.

In Bezug auf Stromversorgung und Wärmekontrolle wurde ebenso die Hardware sorgfältig konzipiert. Die Umstellung auf Standard-Stromschnittstellen wurde durch die Nutzung eines lokalen zuverlässigen, hochleistungsfähigen Niederspannungskonverters realisiert. Durch die Vermeidung mechanischer Kühlgeräte, wie beispielsweise Lüfter, wird die Wärmekontrolle über Wärmeplanung und -analyse erreicht.

Die finnische Technologie zeichnet sich durch erhöhte Zuverlässigkeit, Autonomie bei der Korrektur vorübergehender Störungsbedingungen, schnelle Verarbeitungszeiten und enorm verminderte Anforderungen an die Gerätereparatur und -wartung aus. Durch sorgfältige Speicher- und Schnittstellenkontrolle sowie Komponentenauswahl wird eine höchst leistungsfähige Datenverarbeitung gewährleistet.

Aufgrund der Wärmekontrolle der Hardware kann das Datenverarbeitungssystem auch unter extrem rauen Bedingungen und selbst bei sehr hohen Temperaturen arbeiten. Zu den möglichen Anwendungsbereichen zählen Raumfahrten und radioaktive Umgebungen in Kernkraftwerken und Nuklearforschungsanlagen. Zur technischen Zusammenarbeit bei der Bestimmung neuer Anwendungsbereiche und zur Weiterentwicklung des Systems werden industrielle Partners gesucht, die sich mit der Integration und Entwicklung von Raumfahrts- und Nuklearssystemen beschäftigen.

Matti Poutanen | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ircfinland.fi

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Robotik für den Menschen
25.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht One step ahead: Adaptive Radarsysteme für smarte Fahrerassistenz
20.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kupfer-Aluminium-Superatom

Äußerlich sieht der Cluster aus 55 Kupfer- und Aluminiumatomen aus wie ein Kristall, chemisch hat er jedoch die Eigenschaften eines Atoms. Das hetero-metallische Superatom, das Chemikerinnen und Chemiker der Technischen Universität München (TUM) hergestellt haben, schafft die Voraussetzung für die Entwicklung neuer, kostengünstiger Katalysatoren.

Chemie kann teuer sein. Zum Reinigen von Abgasen beispielsweise benutzt man Platin. Das Edelmetall dient als Katalysator, der chemische Reaktionen...

Im Focus: Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

Das Fraunhofer FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung. Zur Bündelung der Kompetenzen vieler Partner wurde im Mai 2018 das Netzwerk „CleanHand“ zur Entwicklung von Systemen und Technologien für saubere Oberflächen, Materialien und Gegenstände ins Leben gerufen. Als Partner von „CleanHand“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe parts2clean, vom 23.-25. Oktober 2018, in Stuttgart, am Stand der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (Halle 5, Stand C31), das Netzwerk sowie aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Besonders um die Hauptreisezeiten gehen vermehrt Testberichte und Studien über die Reinheit von europäischen Raststätten, Hotelbetten und Freibädern durch die...

Im Focus: Hygiene at your fingertips with the new CleanHand Network

The Fraunhofer FEP has been involved in developing processes and equipment for cleaning, sterilization, and surface modification for decades. The CleanHand Network for development of systems and technologies to clean surfaces, materials, and objects was established in May 2018 to bundle the expertise of many partnering organizations. As a partner in the CleanHand Network, Fraunhofer FEP will present the Network and current research topics of the Institute in the field of hygiene and cleaning at the parts2clean trade fair, October 23-25, 2018 in Stuttgart, at the booth of the Fraunhofer Cleaning Technology Alliance (Hall 5, Booth C31).

Test reports and studies on the cleanliness of European motorway rest areas, hotel beds, and outdoor pools increasingly appear in the press, especially during...

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fachkonferenz "Automatisiertes und autonomes Fahren"

25.09.2018 | Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Umgang mit Krankenstandsdaten im Unternehmen – ein Blick hinter die Kulissen

26.09.2018 | Seminare Workshops

Bisher unbekannter Mechanismus der Blut-Hirn-Schranke entdeckt

25.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Suche nach Grundwasser im Ozean - Neues deutsch-maltesisches Forschungsprojekt gestartet

25.09.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics