Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Shosholoza baut auf Scientific Supercomputing Center Karlsruhe

20.12.2005


Das Boot des südafrikanischen America’s-Cup-Teilnehmers "Shosholoza". (© T-Systems 2005)


Der Hochleistungsrechner HP XC6000 am Rechenzentrum der Universität Karlsruhe (TH) ermöglicht die numerische Simulation der hydro- und aerodynamischen Effekte rund um das Shosholoza-Boot, mit dem Ziel ein optimales Design zu gewinnen. (© Shosholoza CFD Team 2005)


America’s Cup – Forschung für die Formel 1 im Segelsport


Das südafrikanische Segelteam Shosholoza arbeitet in einem gemeinsamen Forschungsprojekt eng mit dem Scientific Supercomputing Center am Rechenzentrum der Universität Karlsruhe (TH) zusammen. Ziel des Projekts ist es, das Design und damit die Leistungsfähigkeit des Bootes für den America’s Cup durch hoch komplexe numerische Simulationen von Wind, Wellen und Material zu optimieren.

Dabei untersuchen die Wissenschaftler zusammen mit dem Designteam von Shosholoza, wie sich Rumpf, Mast, Kiel und Segel in verschiedenen Wind- und Wassersituationen verhalten und wie diese Komponenten aufeinander wirken. Während üblicherweise die vorhandenen aero- und hydrodynamischen Effekte gesondert studiert werden, betrachten die Forscher in diesem Projekt die auftretenden Phänomene erstmals ganzheitlich.


Die Analyse eines solch komplexen Optimierungsproblems erfordert nicht nur die Entwicklung neuer hoch effizienter numerischer Methoden und Software, sondern auch eine extrem hohe Rechenleistung wie sie mit dem Landeshochleistungsrechner HP XC6000 am Karlsruher Rechenzentrum zur Verfügung steht.

Der Supercomputer berechnet zeitabhängige Strömungen, mit denen Wasser und Luft auf Rumpf, Mast und Segel der Shosholoza wirken. Zusätzlich berücksichtigt er Wasserwirbel, die andere Boote erzeugen. Denn für die Taktik ist es nicht nur wichtig, in welchem Winkel der Bug in einer bestimmten Situation die Wellen schneidet, sondern auch, vor welche Strömungsprobleme ein Manöver der Shosholoza den Gegner stellt – und umgekehrt.

„Unsere Simulationen können auch Strategien vorschlagen, die der Intuition der Mannschaft zuwiderlaufen. Gemeinsam mit ihr testen wir dann in der Praxis die Effizienz der über numerische Simulationen erzielten Empfehlungen. In speziellen Situationen kann es allerdings auch so sein, dass die Intuition des Teams überlegen ist“, so der Leiter des Scientific Advisory Boards für das Shosholoza-Team, Professor Dr. Vincent Heuveline vom Rechenzentrum der Universität Karlsruhe.

T-Systems, offizieller Hauptsponsor des südafrikanischen America’s-Cup-Teams Shosholoza, unterstützt die Forschungs-Kooperation mit der Universität Karlsruhe unter anderem mit zwei Stellen. Darüber hinaus sind die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom und die Universität Karlsruhe (TH) beteiligt an der „Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft Betriebsgesellschaft mbH – hww”, die den Supercomputer mitbetreut. Mit 25 Teraflops zählt das System der hww zu den zehn leistungsfähigsten der Welt. T-Systems löst damit unter anderem Fragestellungen der Strömungssimulation für Kunden aus der Luftfahrtindustrie.

Sabine Lange | Universität Karlsruhe (TH)
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de

Weitere Berichte zu: Rechenzentrum Scientific Shosholoza Simulation Supercomputing

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics