Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grid-Technologie rechnet sich für Unternehmen

23.11.2005


Grid Computing schafft enorme Rechnerkapazitäten, erlaubt den bedarfsgerechten Zugriff auf Hard- und Software und erleichtert Teamwork. Vier Fraunhofer-Institute bündeln nun ihre Kompetenzen, um die Potenziale dieser Technologie für Unternehmen zu erschließen.


Es hört sich genial einfach an: Verbindet man viele Rechner zu einem Netz, kann jeder, der an dieses Netz angebunden ist, je nach Bedarf die zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen. Im Prinzip funktioniert Grid Computing tatsächlich so einfach. Allerdings müssen die Rechner noch mit der richtigen Software - der so genannten Middleware - ausgestattet werden, damit tatsächlich ein "Grid" entsteht, das von seinen Nutzern wie ein großer Rechner betrieben und eingesetzt werden kann.

Forschungsinstitute und Rechenzentren nutzen solche Computergrids bereits. Um nun auch Unternehmen den Aufbau und Einsatz von Grids zu erleichtern, bündeln die vier Fraunhofer-Institute IAO, ITWM, FIRST und SCAI ihre Kompetenzen in dem Projekt "Enterprise Grids". Das Projekt demonstriert anhand branchenspezifischer Lösungen, beispielsweise für die Bereiche Pharma, Automobil, Medien und Finanzen, die Einsatzmöglichkeiten von Grids.


Damit die verschiedenen Rechner sich verstehen, haben die Fraunhofer-Institute Middleware-Komponenten entwickelt. Dazu gehört ein Portal, das den einfachen Zugang zu den Grid Ressourcen ermöglicht. Hinzu kommen Workflowkomponenten, Ressourcenmanagement und Grid-Anwendungen wie beispielsweise zur Simulation oder für Portfolioanalysen.

Darüber hinaus bieten die Fraunhofer-Forscher Unternehmen, die Grids aufbauen möchten, konkrete Hilfestellung. Mit einem Grid-Check können Unternehmen zunächst prüfen lassen, wie grid-fähig sie sind und an welcher Stelle diese Technologien zu einer Steigerung des Ergebnisses eingesetzt werden können. Weiterhin hilft ein Fraunhofer-Vorgehensmodell dabei, das Grid richtig einzuführen und zu betreiben. Abschließend zeigt eine Sammlung von Best Practice-Fällen die Potenziale der Technologie im branchenspezifischen Einsatz.

Das Interesse der Unternehmen für Grid Computing ist geweckt und wächst zusehends. Großunternehmen verwenden bereits unternehmensinterne Grids, um die Potenziale ihrer Informationstechnik besser auszuschöpfen. Für kleine und mittelständische Unternehmen eröffnet die Grid-Technologie neue Wege, um Anwendungen, Rechenleistungen und Serviceleistungen zu nutzen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Dr.-Ing. Anette Weisbecker
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-24 00, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-24 01
E-Mail: anette.weisbecker@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.fhrg.fraunhofer.de
http://www.enterprisegrids.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Computing Grid Grid-Technologie Potenzial Rechner

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein superschneller «Lichtschalter» für künftige Autos und Computer
18.11.2019 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Rostocker Forscher machen das Netz schlauer
18.11.2019 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuartiges Antibiotikum gegen Problemkeime in Sicht

Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Gießen entdeckt neuen Wirkstoff gegen gramnegative Bakterien – Darobactin attackiert die Erreger an einem bislang unbekannten Wirkort

Immer mehr bakterielle Erreger von Infektionskrankheiten entwickeln Resistenzen gegen die marktüblichen Antibiotika. Typische Krankenhauskeime wie Escherichia...

Im Focus: Machine learning microscope adapts lighting to improve diagnosis

Prototype microscope teaches itself the best illumination settings for diagnosing malaria

Engineers at Duke University have developed a microscope that adapts its lighting angles, colors and patterns while teaching itself the optimal...

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sichere Datenübertragung mit Ultraschall am Handy: neue Methode zur Nahfeldkommunikation

21.11.2019 | Kommunikation Medien

Rasante Entstehung von Antibiotikaresistenzen im Behandlungsalltag

21.11.2019 | Medizin Gesundheit

Gesundheits-App als Fitness-Coach für Familien

21.11.2019 | Kommunikation Medien

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics