Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Portal in die Zukunft: HAWK

02.11.2000


Statt einer Liste von Links erhält der

Suchende mit HAWK eine graphisch aufbereitete

Präsentation

... mehr zu:
»HAWK »Suchmaschine »Wissensnetz

Bei einem großen Zulieferbetrieb eines Autokonzerns ist ein Zwischenfall aufgetreten.

Ein Konstruktionsfehler mehrerer Autoteile wurde festgestellt. Zur sofortigen Behebung ist es zu spät. Tausende Autos mit diesen Mängeln wurden bereits verkauft. Eine große Rückrufaktion muss gestartet werden, um das Sicherheitsrisiko zu beseitigen. Auf die Schnelle müssen die betroffenen Fahrzeuge samt Kaufdatum und Käufer erfasst werden. Nun ist guter Rat teuer! Wie kann das Problem in kürzester Zeit gelöst werden?

Bisher hätte dies nun ein umfangreiches Recherchieren zur Folge gehabt. Welche Automarken sind betroffen? Wohin und an wen wurden sie geliefert? Wann wurden sie verkauft?" Das kürzlich abgeschlossene HAWK- Projekt könnte eine nervenschonende Lösung des Problems sein. Es handelt sich hierbei um einen benutzerfreundlichen Zugang zu unter-schiedlichen Informationsquellen im Internet, einem Web-Portal", erklärt der Projektleiter, Lothar Rostek. Bei herkömmlichen Suchmaschinen hing das Ergebnis noch stark von der Sucheingabe ab. Heute ist es absehbar, dass sich mit dem Projekt mit dem Fantasienamen bald vollständige Sätze als Anfrage formulieren lassen. Selbst die Fragen: Wohin wurden die Autos der Serie X von 1998 geliefert? oder: Gab es einen ähnlichen Zwischenfall schon einmal? könnten beantwortet werden. Hierfür wird ein Wissensnetz als thematischer Recherchepool benötigt. Die Besonderheit des Pools besteht darin, Wissen "intelligent" zu verknüpfen: Gibt der Benutzer beispielsweise "Beatle" als Suche ein, so erhält er in diesem Kontext als Ergebnis Informationen zum PKW- Modell "Beatle" und nicht zu der Gruppe aus den Sechzigern. Wie bei einer realen Landkarte werden bei jeder Suchanfrage gut verknüpfte Strecken abgefahren. Die für die Anfrage relevanten Informationen werden dabei aus Informationsquellen im Intra- oder Internet bezogen und zum Verbrauchertransportiert. Für den Benutzer unsichtbar werden diese Informationen dann verknüpft. Vorraussetzung dafür sind gut strukturierte Datenquellen. Die zugrundeliegenden Informationsquellen setzen sich dabei - je nach Anbietervorstellung - beispielsweise aus internen Datenbeständen, Fach-Lexika und/ oder aktuellen Daten wie Verkaufszahlen und Daten von der Kraftfahrzeugmeldestelle zusammen. Somit fallen unzählige Wege durch verschiedene Datenbanken und die mühselige Diskettensuche weg. Ein verknüpftes Wissens-Paket ist das Ergebnis der Suche. In mehreren Fenstern aber auf einer Oberfläche sind die gelieferten Informationen so vergleichbar und können parallel zueinander bearbeitet werden. Angelehnt an das Eingangsbeispiel könnten die betroffenen Automarken neben dem Liefertermin und dem Verkaufsdatum angezeigt und bearbeitet werden.

Und selbst eine Datei mit Mietwagenagenturen und Kundenservice könnte erstellt werden. Dies ermöglicht auch die Erfassung von Zusammenhängen, die auf den ersten Blick nichtersichtlich sind. Ein schneller Start der Rückrufaktion wäre das Ergebnis. Doch nicht nur in der Automobilbranche wäre die Anwendung des Projekts denkbar. Generell ist HAWK für Anbieter von Webseiten, wie zum Beispiel aus der Publikationsindustrie, der Medien- Design- Branche oder die IT-Forschung gedacht.

Ein aktuelles Beispiel für die Verwendung von HAWK liefert derzeit der S. Fischer Verlag mit seinem Thomas Mann- Projekt. Literaturwissenschaftlern- und liebhabern wird hier die umfangreiche elektronische Quelle zum Leben und Werk des Schriftstellers geboten. Aber nicht nur das: Im Gegensatz zur Druckausgabe der Werke erhält der Benutzer hier ein verknüpftes Wissensnetz bereitgestellt. Das heißt, dass neben literarischen Texten beispielsweise politische Hintergründe, literarische Zeitgenossen und Briefwechsel mit anderen Schriftstellern angezeigt werden können. Auch die Suchfunktion wird den Anforderungen des Internetzeitalters gerecht. Fehlen Hintergrundinformationen zum Text-Verständnis? Sind Worte unklar? Egal, welches Problem besteht, die Suchmaschine hilft weiter. Dienen dem S. Fischer Verlag als Quelle beispielsweise ein Almanach, verschiedene Wörterbücher sowie verschieden literarische Dokumente, so werden diese bei jeder Suche herangezogen.

Auf die Frage nach der Bedeutung von HAWK antwortet Lothar Rostek: "Durch die Verwendung von HAWK könnten in Zukunft selbst Computer- Laien einen Anreiz bekommen, sich dem Medium zu öffnen. Lebenslanges Lernen mit neuen Medien wäre nicht länger ein Privileg der IT- Fachleute, sondern bald für jeden leicht realisierbar."

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dipl.-Betriebswirt (FH) Joachim Jakobs | idw

Weitere Berichte zu: HAWK Suchmaschine Wissensnetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Künstliche Intelligenz lernt Nervenzellen am Aussehen zu erkennen
21.06.2019 | Max-Planck-Institut für Neurobiologie

nachricht Ziel: ein Schlüssel zum „Safe“ der Notfalldaten
21.06.2019 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Partielle Mondfinsternis am 16./17. Juli 2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Wie im letzten Jahr findet auch 2019 eine in den späten Abendstunden in einer lauen Sommernacht gut zu beobachtende Mondfinsternis statt, und zwar in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli. Die Finsternis ist zwar nur partiell - der Mond tritt also nicht vollständig in den Erdschatten ein - es ist aber für die nächsten Jahre die einzige gut sichtbare Mondfinsternis im deutschen Sprachraum.

Am Dienstagabend, den 16. Juli, wird ein kosmisches Schauspiel zu sehen sein: Der Vollmond taucht zu einem großen Teil in den Schatten der Erde ein, es findet...

Im Focus: Fraunhofer IDMT zeigt akustische Qualitätskontrolle auf der Fachmesse für Messtechnik »Sensor + Test 2019«

Das Ilmenauer Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT präsentiert vom 25. bis 27. Juni 2019 am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft (Stand 5-248) seine neue Lösung zur berührungslosen, akustischen Qualitätskontrolle von Werkstücken und Bauteilen. Da die Prüfung zerstörungsfrei funktioniert, kann teurer Prüfschrott vermieden werden. Das Prüfverfahren wird derzeit gemeinsam mit verschiedenen Industriepartnern im praktischen Einsatz erfolgreich getestet und hat das Technology Readiness Level (TRL) 6 erreicht.

Maschinenausfälle, Fertigungsfehler und teuren Prüfschrott reduzieren

Im Focus: Fraunhofer IDMT demonstrates its method for acoustic quality inspection at »Sensor+Test 2019« in Nürnberg

From June 25th to 27th 2019, the Fraunhofer Institute for Digital Media Technology IDMT in Ilmenau (Germany) will be presenting a new solution for acoustic quality inspection allowing contact-free, non-destructive testing of manufactured parts and components. The method which has reached Technology Readiness Level 6 already, is currently being successfully tested in practical use together with a number of industrial partners.

Reducing machine downtime, manufacturing defects, and excessive scrap

Im Focus: Erfolgreiche Praxiserprobung: Bidirektionale Sensorik optimiert das Laserauftragschweißen

Die Qualität generativ gefertigter Bauteile steht und fällt nicht nur mit dem Fertigungsverfahren, sondern auch mit der Inline-Prozessregelung. Die Prozessregelung sorgt für einen sicheren Beschichtungsprozess, denn Abweichungen von der Soll-Geometrie werden sofort erkannt. Wie gut das mit einer bidirektionalen Sensorik bereits beim Laserauftragschweißen im Zusammenspiel mit einer kommerziellen Optik gelingt, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT auf der LASER World of PHOTONICS 2019 auf dem Messestand A2.431.

Das Fraunhofer ILT entwickelt optische Sensorik seit rund 10 Jahren gezielt für die Fertigungsmesstechnik. Dabei hat sich insbesondere die Sensorik mit der...

Im Focus: Successfully Tested in Praxis: Bidirectional Sensor Technology Optimizes Laser Material Deposition

The quality of additively manufactured components depends not only on the manufacturing process, but also on the inline process control. The process control ensures a reliable coating process because it detects deviations from the target geometry immediately. At LASER World of PHOTONICS 2019, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be demonstrating how well bi-directional sensor technology can already be used for Laser Material Deposition (LMD) in combination with commercial optics at booth A2.431.

Fraunhofer ILT has been developing optical sensor technology specifically for production measurement technology for around 10 years. In particular, its »bd-1«...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Meeresleuchten, Klimawandel, Küstenmeere Afrikas – Spannende Vielfalt bei „Warnemünder Abenden 2019“

24.06.2019 | Veranstaltungen

Plastik: Mehr Kreislauf gegen die Krise gefordert

21.06.2019 | Veranstaltungen

Rittal und Innovo Cloud sind auf Supercomputing-Konferenz in Frankfurt vertreten

18.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Molekulare Schere stabilisiert das Zell-Zytoskelett

24.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Neues „Intelligent Edge Data Center“ bringt Smart Industries auf nächstes Level

24.06.2019 | Unternehmensmeldung

Meeresleuchten, Klimawandel, Küstenmeere Afrikas – Spannende Vielfalt bei „Warnemünder Abenden 2019“

24.06.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics