Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eine »Lupe« für den Weltraumschrott

13.09.2000


CD-ROM veranschaulicht und berechnet Gefahren für Weltraummissionen und Satelliten.

Im erdnahen Weltraum geht es chaotisch zu: Teile von Raketenantrieben, Fragmente explodierter Satelliten, Schlacke aus Feststofftriebwerken,Flüssigmetalltropfen oder von Astronauten verlorene Arbeitsgeräte umkreisen mit durchschnittlich 36.000 Kilometern pro Stunde unseren Planeten. Bei dieser Geschwindigkeit kann bereits ein ein Zentimeter großes Objekt einen Satelliten zerstören. Weltraumschrott (Space debris) ist eine Gefahr für die Raumfahrt.


Am Institut für Flugmechanik und Raumfahrttechnik (IFR) der Technischen Universität Braunschweig wurde jetzt im Auftrage der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ein Modell auf CD-ROM erstellt, das die räumliche Verteilung des Raumfahrt-Mülls von nur 1/1000 mm bis hin zu mehreren Metern Durchmesser beschreiben kann. Gleichzeitig kann das Computerprogramm auch das Risiko einer Kollision mit diesen Objekten bei neuen Weltraumflügen ermitteln.

Die CD-ROM enthält neben dem neuen Modell mit dem Namen MASTER’99, auch ein Rechenprogramm zur Simulation und Analyse von Debris-Messungen. Ein besonderer Clou auch für Nicht-Fachleute ist eine Videoanimation*, die die Entstehung und Verteilung der gefährlichen Teile anschaulich und allgemein verständlich darstellt. Zu sehen ist sie neben vielen anderen Attraktionen am Stand des Instituts für Flugmechanik und Raumfahrttechnik am

"Tag der Raumfahrt", Sonntag, 24. September 2000, ab 10 Uhr
im Braunschweigischen Landesmuseum, Burgplatz 1, in Braunschweig.

Soeben erst wurde die CD-ROM den Raumfahrt treibenden Nationen vorgestellt. Zu den ersten Interessenten gehörten neben Vertretern der NASA (USA), der NASDA (Japan), der ESA und der Raumfahrtbehörden Russlands und Chinas auch große Versicherungen, die Policen über einzelnen Missionen abschließen. Von nun an wird MASTER’99 weltweit verteilt und für wissenschaftliche Analysen und zur Planung von Satellitenmissionen eingesetzt werden. Beim bevorstehenden großen Raumfahrt-Kongress in Rio de Janeiro werden Grundlagen dieses Modells und seiner Anwendung vorgestellt. Das ehrgeizige Projekt ist unter der Leitung des IFR in einem internationalen Konsortium mit Partnern aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien durchgeführt worden. Nach erfolgreicher Beendigung dieses Auftrages bestehen gute Aussichten, dass dem IFR die Führung weiterer nationaler und internationaler Projekte übertragen wird.

* Die Animation ist fernsehtauglich. Auskünfte erteilt Dr. JörgBendisch, Institut für Flugmechanik und Raumfahrttechnik, TU Braunschweig, Tel. 0531/391-7891, j.bendisch@tu-bs.de.

Dr. Elisabeth Hoffmann | TU Braunschweig
Weitere Informationen:
http://www.space-debris.de

Weitere Berichte zu: CD-Rom Flugmechanik IfR Raumfahrt Raumfahrttechnik Satellit Weltraumschrott

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein Baukasten für umsichtige Roboter
25.06.2019 | Technische Universität München

nachricht Künstliche Intelligenz lernt Nervenzellen am Aussehen zu erkennen
21.06.2019 | Max-Planck-Institut für Neurobiologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Partielle Mondfinsternis am 16./17. Juli 2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Wie im letzten Jahr findet auch 2019 eine in den späten Abendstunden in einer lauen Sommernacht gut zu beobachtende Mondfinsternis statt, und zwar in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli. Die Finsternis ist zwar nur partiell - der Mond tritt also nicht vollständig in den Erdschatten ein - es ist aber für die nächsten Jahre die einzige gut sichtbare Mondfinsternis im deutschen Sprachraum.

Am Dienstagabend, den 16. Juli, wird ein kosmisches Schauspiel zu sehen sein: Der Vollmond taucht zu einem großen Teil in den Schatten der Erde ein, es findet...

Im Focus: Fraunhofer IDMT zeigt akustische Qualitätskontrolle auf der Fachmesse für Messtechnik »Sensor + Test 2019«

Das Ilmenauer Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT präsentiert vom 25. bis 27. Juni 2019 am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft (Stand 5-248) seine neue Lösung zur berührungslosen, akustischen Qualitätskontrolle von Werkstücken und Bauteilen. Da die Prüfung zerstörungsfrei funktioniert, kann teurer Prüfschrott vermieden werden. Das Prüfverfahren wird derzeit gemeinsam mit verschiedenen Industriepartnern im praktischen Einsatz erfolgreich getestet und hat das Technology Readiness Level (TRL) 6 erreicht.

Maschinenausfälle, Fertigungsfehler und teuren Prüfschrott reduzieren

Im Focus: Fraunhofer IDMT demonstrates its method for acoustic quality inspection at »Sensor+Test 2019« in Nürnberg

From June 25th to 27th 2019, the Fraunhofer Institute for Digital Media Technology IDMT in Ilmenau (Germany) will be presenting a new solution for acoustic quality inspection allowing contact-free, non-destructive testing of manufactured parts and components. The method which has reached Technology Readiness Level 6 already, is currently being successfully tested in practical use together with a number of industrial partners.

Reducing machine downtime, manufacturing defects, and excessive scrap

Im Focus: Erfolgreiche Praxiserprobung: Bidirektionale Sensorik optimiert das Laserauftragschweißen

Die Qualität generativ gefertigter Bauteile steht und fällt nicht nur mit dem Fertigungsverfahren, sondern auch mit der Inline-Prozessregelung. Die Prozessregelung sorgt für einen sicheren Beschichtungsprozess, denn Abweichungen von der Soll-Geometrie werden sofort erkannt. Wie gut das mit einer bidirektionalen Sensorik bereits beim Laserauftragschweißen im Zusammenspiel mit einer kommerziellen Optik gelingt, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT auf der LASER World of PHOTONICS 2019 auf dem Messestand A2.431.

Das Fraunhofer ILT entwickelt optische Sensorik seit rund 10 Jahren gezielt für die Fertigungsmesstechnik. Dabei hat sich insbesondere die Sensorik mit der...

Im Focus: Successfully Tested in Praxis: Bidirectional Sensor Technology Optimizes Laser Material Deposition

The quality of additively manufactured components depends not only on the manufacturing process, but also on the inline process control. The process control ensures a reliable coating process because it detects deviations from the target geometry immediately. At LASER World of PHOTONICS 2019, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be demonstrating how well bi-directional sensor technology can already be used for Laser Material Deposition (LMD) in combination with commercial optics at booth A2.431.

Fraunhofer ILT has been developing optical sensor technology specifically for production measurement technology for around 10 years. In particular, its »bd-1«...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

17. Internationale Conference on Carbon Dioxide Utilization in Aachen

25.06.2019 | Veranstaltungen

Meeresleuchten, Klimawandel, Küstenmeere Afrikas – Spannende Vielfalt bei „Warnemünder Abenden 2019“

24.06.2019 | Veranstaltungen

Plastik: Mehr Kreislauf gegen die Krise gefordert

21.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Clever Chillen mit weniger Kältemittel: Neue Blue e Chiller von 11 bis 25 kW

25.06.2019 | Energie und Elektrotechnik

Neuer Therapieansatz fördert die Reparatur von Blutgefässen nach einem Hirnschlag

25.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Neue Herangehensweise bei sich selbstmontierenden Mikromaschinen

25.06.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics