Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software "made in Oldenburg" erreicht Marktführerschaft in der Kardiologie

25.08.2005


Zum Marktführer bei Neuverkäufen kardiologischer Informationssysteme ist eine vom Oldenburger Informatikinstitut OFFIS zunächst für das Klinikum Oldenburg entwickelte Software aufgestiegen: GO-Kard (Grafisches Oldenburger Informationssystem für Kardiologie) ist mittlerweile in Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits 50-mal installiert worden. Nun wird ein weltweiter Vertrieb ins Auge gefasst. Die nächste Softwaregeneration, an der bei OFFIS schon gearbeitet wird, soll auch in einer englischsprachigen Version auf den Markt kommen.



Die Vision einer weitgehend automatisierten "papierlosen Kardiologie" mit größtmöglicher Computer-Unterstützung hatte Prof. Dr. Gert-Hinrich Reil, Direktor der Klinik für Kardiologie des Klinikums Oldenburg, bereits 1989. Er fand seinerzeit in Prof. Dr. Hans-Jürgen Appelrath, Informatiker der Universität Oldenburg und OFFIS-Mitbegründer, einen engagierten Mitstreiter. Vor allem der Diplom-Informatiker Marcel Claus entwickelte in Institut und Klinikum im Laufe der Jahre mit GO-Kard ein umfassendes Abteilungsinformationssystem, mit dem sich nicht nur die wichtigsten kardiologischen Verfahren im Herzkatheterlabor, Ultraschall und Kardio-Magnetresonanz (MR) vollständig dokumentieren lassen, sondern auch Terminplanung, Lagerhaltung und Qualitätssicherung möglich sind.



GO-Kard verfügt darüber hinaus über ein integriertes digitales Archiv für multimediale Dokumente. Es stellt sämtliche Herzkatheter-, Ultraschall- und MR-Filme "sekundenschnell" zu jeder Zeit in der Klinik zur Verfügung. Noch während Untersuchungen oder Operationen können diese Originaldaten über spezielle Monitore in die Behandlungsräume übertragen werden. Die bereitgestellte Datenmenge ist das wohl weltweit größte kardiologische Archiv im "Direktzugriff": Es werden bereits über 100.000 Patientendatensätze und mehr als 2 Millionen Filme und Bilder verwaltet, um Ärzten jederzeit einen optimalen Überblick über den Zustand ihrer Patienten zu bieten.

Die Software "made in Oldenburg" leistet somit einerseits einen wichtigen Beitrag bei komplizierten Diagnose- und Therapieverfahren und entlastet andererseits Ärzte und Pflegepersonal bei administrativen Tätigkeiten und klinischen Routinearbeiten. Dr. Wilfried Thoben, bei OFFIS verantwortlich für die Fortentwicklung des Systems erläutert den wesentlichen Vorteil: "Es bleibt mehr Zeit für die Versorgung der Patienten". Die Qualität der Oldenburger Software sei in der Fachwelt längst anerkannt. Als besonderen Erfolg werten Thoben und Entwicklungschef Claus, dass ein im medizinischen Bereich etablierter Vertriebspartner gewonnen werden konnte. Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte für die nächste Softwaregeneration sind die Visualisierung kardiologischer Krankheitsbilder und computergestützte Bewertungsverfahren medizinischer Aufzeichnungsdaten.

Britta Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.offis.de/

Weitere Berichte zu: GO-Kard Informationssystem Kardiologie Softwaregeneration

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht One step ahead: Adaptive Radarsysteme für smarte Fahrerassistenz
20.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

nachricht Virtual Reality ohne Kopfschmerz oder Simulationsübelkeit
19.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nervenzellen im menschlichen Gehirn können „zählen“

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

CT45 – ein Schlüssel zum langfristigen Überleben beim Eierstockkrebs

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Einbahnstraße für das Salz

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics