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Innovative Immunosensor-Technologie

13.04.2005


Die effektive Kombination der jüngsten Entwicklungen in Immunochemie und Biosensor-Technologie schaffte mit der Nutzung eines integrierten optischen Fluoroimmunoassay-Array-Chips mit hoher Sensitivität einen Durchbruch.



Die neue Immunosensor-Technologie besteht aus einem integrierten optischen Wellenleiter-Array-Chip, der 32 Mikrometer große Fenster zum simultanen Immunoassay-Nachweis auf Fluoreszenzbasis ausleuchtet. Diese Instrument ist in der Lage, eine ziemlich niedrige Anzahl an Verbindungen in äußerst geringen Konzentrationen zu erkennen und eignet sich für ökologische Überwachung, medizinsche Diagnostik und biotechnologische Anwendungen.



Im Einzelnen wird über eine Halbleiter-Laserdiode Licht an die Oberfläche eines Glas-Chips gebracht, wodurch wiederum optische Wellenleiter erzeugt werden. Durch nicht ausbreitungsfähige Felder erzeugen die Wellenleiter an den Abtaststellen eine effiziente Reizung der Oberflächen-Fluoreszenz. An den 32 Stellen wird Licht in einen integrierten optischen Kreislauf geleitet, wo eine chemisch veränderte Oberfläche einem einzelnen Analyt eine erhöhte Spezifität verleiht.

Die wichtigste Innovation liegt bei dieser Anlage in der Wellenleiter-Gestaltung, die äußerst sensible Messungen ermöglicht. Die Instrumentation ist preiswert, zuverlässig, robust, schnell sowie nutzerfreundlich, und man erwartet, dass sie durch erhöhte Stabilität zu noch geringeren Nachweisbeschränkungen führt. Solche Chips können nicht nur für Messungen auf Fluoreszenz-Basis, sondern auch für andere Oberflächenstreu- oder Lumineszenzmethoden wie beispielsweise die Raman-Spektroskopie eingesetzt werden.

Die Größe des Chips beträgt etwa 15mmx68mm, und Prototyp-Produkte befinden sich momentan in der Testphase. Die Technologie wird Herstellern und Forschern angeboten, die an der Analyse kleiner Analytmengen für multiple Verbindungen mit geringen Nachweis-Beschränkungen interessiert sind.

Dr. Gunter Gauglitz | ctm
Weitere Informationen:
http://www.uni-tuebingen.de

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