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Der digitale Student - Mit der Smart-Card Bücher ausleihen und Essen gehen

30.07.2001


Künftig können Studenten der Universität Mannheim ihre Semesterarbeit per E-Mail an den Professor schicken, und dank einer digitalen Unterschrift ist das elektronische Dokument rechts gültig. Die technischen Voraussetzungen dafür schafft eine von Siemens in Erlangen entwickelte Smart-Card, die derzeit an die 12.000 Studenten und Mitarbeiter der Hochschule ausgegeben wird. Die Karte im Scheckkartenformat dient als Studenten- und Bibliotheksausweis. Sie kann aber noch mehr: Der programmierbare Chip öffnet Eingänge am Campus sowie Türen zu Computerräumen und Labors, ermöglicht bargeldloses Bezahlen und vereinfacht die organisatorischen Abläufe in der Verwaltung.

Die Karte mit dem Logo der Universität soll bei den Studenten auch ein Stück Identität erzeugen. Der Ausweis im Scheckkartenformat trägt Foto und Namen des Besitzers. Auf einem Streifen sind zudem Fakultät und Gültigkeit eingeprägt. Der Streifen besteht aus einem thermisch wiederbeschreibbaren Kunststofffilm, der jedes Semester neu bedruckt wird und auch ein Semesterticket für Busse und Bahnen enthalten kann. Die Universitätsangehörigen können die Smart-Card an Automaten aufladen und anschließend als Geldkarte benutzen. Neben dem Mensaessen können die Studenten auch Fotokopien, Vorlesungsskripten oder Bibliotheksgebühren bezahlen.

Der Chip bietet den Studenten zudem höchste Vertraulichkeit bei ihrer elektronischen Post. Auf der Karte werden fünf digitale Schlüssel hinterlegt, die die Verschlüsselungsprogramme PGP und S/MIME unterstützen. Damit ist eine sichere Kommunikation im Internet möglich. Mit den elek tronischen Schlüsseln können sich die Studenten für Prüfungen anmelden oder Ergebnisse abfragen - auch von zu Hause aus.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Newsdesk

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