Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schneller Überblick in einem Rutsch

14.02.2005


Kameras in Bahnhöfen, Flughäfen und im öffentlichen Bereich sind oft schwenkbar, doch liefern sie nur Ausschnittsbilder der realen Welt. Wie daraus auch bei bewegten Objekten Panoramabilder in hoher Qualität berechnet werden können, zeigen Forscher auf der CeBIT.


Panorama, das in Echtzeit aus den Einzelbildern einer schwenkenden Überwachungskamera berechnet wurde. © Fraunhofer IITB



Das sprichwörtlich starr vor der Schlange kauernde Kaninchen verhält sich instinktiv richtig, denn die Reptilien können reglose Objekte schlechter sehen als bewegte. Greifen jedoch deren Wärme- und Geruchssinn, sollte die potenzielle Beute besser Reißaus nehmen.

... mehr zu:
»CeBIT »Rutsch


Bei der elektronischen Bildauswertung tritt oft ein ähnliches Problem auf: So können starr montierte Überwachungskameras insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen sehr langsame oder besonders schnelle Objekte nicht identifizieren. Ähnlich verhält es sich, wenn sie eine Szene etwa aus dem fliegenden Hubschrauber filmen. Bewegte Objekte lassen sich rechnerisch nur schlecht von einem ebenfalls bewegten Hintergrund isolieren. Sollen dann womöglich noch Betrag und Richtung der Relativgeschwindigkeit möglichst exakt ermittelt werden, scheitern sehr viele Bildauswertungssysteme. Solche Probleme sind bei m3motion weitgehend gelöst. Ihr System zeigen Forscher vom Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB vom 10. bis 16. März auf der CeBIT in Hannover (Halle 9, Stand B36 im Ausstellungsbereich "Safety& Security").

Am Messestand werden schwenkbare Kameras stehen, die von den Besuchern mit einem Joystick bedient werden dürfen. Filmen sie etwa vorbeigehende Menschen, so berechnen die Algorithmen aus fünf bis zehn Einzelbildern pro Sekunde in Echtzeit ein stehendes Panoramabild des Schwenks, in dem keinerlei Versatz zu sehen ist. Das Ergebnis wird sofort auf mehreren Großbildschirmen angezeigt. "Bei der Entwicklung war es uns wichtig, dass handelsübliche PCs, gewöhnliche digitale Videokameras oder die kostengünstigen Webcams verwendet werden können", erläutert Markus Müller, Leiter der IITB-Abteilung Autonome Systeme und Maschinensehen. "Schließlich soll auch Amateurfilmern die Möglichkeit gegeben werden, ihr Bildmaterial in vollkommen neuer Weise bei hoher Qualität aufbereiten zu können."

Neben diesem Consumer-Bereich denken Müller und seine Mitarbeiter auch an ganz andere Anwendungen. m3motion eignet sich für alle Bild gebenden Systeme, die unter dem Problem der Verwacklung leiden. So wurde das Programm bereits in einen Polizeihubschrauber und mehrere Überwachungsroboter für private Sicherheitsdienste integriert, um die Bilder zu stabilisieren. Nun hoffen die Forscher auf neue Kunden wie Kamera- und Softwarehersteller, um ihre Entwicklung weiter voranzutreiben.

Ansprechpartner:
Dipl.-Inform. Markus Müller
Telefon: 07 21 / 60 91-2 50, Fax: -2 33
markus.mueller@iitb.fraunhofer.de

Dipl.-Inform. Martin Esswein
Telefon: 07 21 / 60 91-2 60
martin.esswein@iitb.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.iitb.fraunhofer.de
http://www.cebit2005.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: CeBIT Rutsch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne
20.07.2018 | Universität Rostock

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics