Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unkompliziert via Internet zum Ortstarif telefonieren

03.11.2004



Siemens macht jetzt das Telefonieren über das Internet mit normalen Schnurlostelefonen möglich.


Anwender benötigen dazu nur einen Adapter an ihrem Computer und die geeignete Telefonsoftware, wie das Forschungsmagazin Pictures of the Future in seiner jüngsten Ausgabe berichtet. Der Adapter, das Gigaset M34 USB, steckt in einem USB-Anschluss und übernimmt die Verbindung zwischen Internet und einem Gigaset-Mobilteil. Bisher war Internettelefonie nur direkt am PC mit einem Kopfhörer und Mikrofon möglich. Das Telefonieren funktioniert an analogen Anschlüssen mit Modem, über ISDN und DSL, wo der PC mittels Flatrate stets online sein kann.

Der Nutzer wählt an seinem Schnurlostelefon wie üblich eine Telefonnummer, nur dass die Sprache vom PC in kleine Pakete zerlegt und in Echtzeit über das Internet versandt wird. Beim Gesprächspartner werden die Signale wieder in Sprache umgewandelt. Weil dabei das Telefonnetz allein für die Übertragung vor Ort verwendet wird, sind auch bei internationalen Gesprächen nur Gebühren für ein Ortsgespräch fällig – neben den Kosten fürs Internet. Wird ein Gespräch zwischen zwei PCs geführt, fallen überhaupt keine Telefonkosten an. Nötig sind indes eine neuere Basisstation und ein Schnurlostelefon wie das Gigaset S440, die die technischen Voraussetzungen für die Anbindung des M34 USB haben. Die kostenlose Software kommt vom Unternehmen Skype.


Der Adapter bietet weit mehr Möglichkeiten als nur günstiges Telefonieren: Der Nutzer kann mit dem PC via ISDN kabellos im Internet surfen. Umgekehrt funktionieren Internet-Anwendungen auf dem Mobilteil, das damit zum Multimedia-Gerät wird. So kann man über den Lautsprecher des Schnurlostelefons Internetradio hören; auch im PC gespeicherte Musikdateien spielt das Telefon. Am Display können eingehende E-Mails oder Instant Messaging-Nachrichten angezeigt werden.

Siemens hat die Software des M34 USB auf einer offenen Plattform realisiert. Daher können Entwickler in aller Welt eigene Anwendungen schreiben. Als Beispiel wurde der Prototyp einer sprachgesteuerten Suchmaschine entwickelt. Damit sind einfache Anfragen ans Internet via Telefon möglich, etwa Abflugzeiten oder Kinoprogramme. Das Suchergebnis gibt die Software dann per Sprachumsetzung über das Telefon aus. (IN 2004.11.1)

Norbert Aschenbrenner | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens-mobile.de/gigaset
http://www.siemens-mobile.com/developer

Weitere Berichte zu: Adapter M34 Schnurlostelefon Telefonieren USB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne
20.07.2018 | Universität Rostock

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics