Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Künstlich erzeugte Geräuschminderung

26.10.2004


In einer von Lärmbelästung geplagten Welt ist ein stiller Zufluchtsort in den eigenen vier Wänden unerlässlich. Ein Weg zur Geräuschminderung im häuslichen Umfeld ist die Entwicklung leiser Geräte. Nun wurde eine Technologie zum Lärmschutz industrieller Produkte entwickelt, die genau das tut.



Um eine Verringerung der Lärmbelästigung zu erreichen, wurde die Ermittlung des Lärm erzeugenden Geräteteils zur Hauptaufgabe. Dazu nutzte man das GSM (Generic Structural Model) eines Industrieprodukts, das aus einem Rahmen und verschiedenen Hauptteilen des Gerätes bestand. Man fand heraus, dass die vibroakustischen Eigenschaften des Produktrahmens ebenso zur Lärmerzeugung beitragen wie alle anderen mechanischen Komponenten.



Daraufhin wurde eine spezielle Technologie erarbeitet, die sich auf ein robustes mathematisches Modell zur Lärmminderung industrialisierter Produkte (NST) stützt. Sie sorgte, zuerst in Laborbeispielen, später in realen Produkten, für die Vorausberechnung, Identifizierung und Verminderung des Lärms von Rahmen bzw. Bauelementen. Zur Prozessunterstützung wurde die Multitask-Software PRONS (PROduct Noise Synthesiser) entwickelt. Mit PRONS kann die Technologie selbst Komponenten mit nur geringer Lärmerzeugung auswählen und auswerten, wie deren Lärmpegel noch weiter verringert werden kann, sowie diese Informationen eingeben. Die Ausgabe besteht dann sowohl aus bandgemittelten Ebenen künstlich erzeugter Störgeräusche als auch aus einer akustischen Geräuschnachbildung.

Seit PRONS über aktualisierte Versionen mit neuen Funktionen und Verbesserungen verfügt, stieg die Flexibilität hinsichtlich einer breiteren industriellen Nutzung, und auch der kommerzielle Einsatz wird ermöglicht. In Anbetracht all dieser Eigenschaften kann es nicht mehr lange dauern, bis geräuschärmere Waschmaschinen, Wäschetrockner und Kühlschränke in unser Zuhause Einzug halten.

Christian Sayettat | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cetim.fr

Weitere Berichte zu: Geräuschminderung Künstlich Lärm Lärmerzeugung PRONS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne
20.07.2018 | Universität Rostock

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics