Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infineon erweitert die Flash-Kapazitäten seiner Mikrocontroller, um höchsten Anforderungen gerecht zu werden

23.09.2004


Infineon Technologies AG kündigte drei neue 16-bit-Mikrocontroller für Automobilelektronik- und industrielle Anwendungen sowie einen neuen 32-bit-Mikrocontroller aus seiner TriCore™-Familie für kostenkritische Industrie-Applikationen an. Der neue 32-bit-Mikrocontroller TC1100 ist speziell für den Einsatz in der Robotik und industriellen Netzwerken ausgelegt, empfiehlt sich aber auch für die Ansteuerung und Kommunikation in leistungsfähigen Antrieben. Die neuen Mitglieder der 16-bit-Familie XC16x zeichnen sich durch einen größeren Flashspeicher mit 256 KByte Kapazität aus. Sie sind insbesondere für sicherheitskritische Applikationen in der Automobilelektronik - wie beispielsweise X-by-Wire - geeignet, wo mechanische Komponenten durch Elektronik ersetzt werden. Besonders vorteilhaft ist ihr Einsatz, wenn komplexe Software nach größeren Speicherkapazitäten verlangt, wie es z.B. im Bereich der Antriebsstrang-Elektronik der Fall ist.



Mit ihren umfangreichen Peripheriefunktionen adressieren die XC16x-Mikrocontroller auch andere Automotive- und Industrie-Applikationen, wie die Elektronik für das Armaturenbrett oder die Antriebssteuerung für Motoren. Infineon ist einer der wenigen Halbleiter-Hersteller, der Mikrocontroller anbietet, die sowohl die Qualitätsanforderungen in der Automobil- als auch Industrieelektronik erfüllen. Damit ermöglicht das Unternehmen neue Applikationen wie „hybride Automobile“, die für elektrische Motoren Peripheriefunktionen aus beiden Welten nutzen können.



“Infineon hat die Zielsetzung, qualitativ erstklassige Produkte mit ausgezeichneter Echtzeit-Leistungsfähigkeit und leistungsfähigen Peripheriefunktionen für den erweiterten Temperaturbereich zu liefern, wie sie von der Automobilindustrie gefordert werden,“ sagte Dr. Reinhard Ploss, Leiter des Geschäftsbereichs Automobil- und Industrieelektronik bei Infineon. „Diese Expertise in Kombination mit unserem System-Know-how und einer strikten, kompromisslosen Qualitätspolitik resultiert in Halbleiter-Produkten mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis.“

16-bit-Mikrocontroller für Automotive- und industrielle Applikationen

Die neue XC16x-Familie bietet einen erweiterten Embedded-Flashspeicher mit 256 KByte - doppelt so groß wie die Speicherkapazität der bisherigen Mikrocontroller von Infineon. Damit ist auch die Verarbeitung von Programm-Code für äußerst anspruchsvolle und sehr komplexe Applikationen, wie im Antriebsstrang von Automobilen der Oberklasse, möglich.

Drei Mitglieder der neuen Controller-Familie sind bereits verfügbar: der XC167CI-32F40F, XC161CS-32F40F und der XC164CS-32F40F. Alle haben einen leistungsfähigen Satz an Peripheriefunktionen, einschließlich einer intelligenten und flexiblen On-Chip-PWM. Sie basieren auf dem leistungsfähigen C166S V2-Core mit einer Befehlsausführungszeit von 25 ns bei 40 MHz. Damit kombinieren sie eine hohe Systemleistung mit der Kompatibilität zu bestehender Software auf Basis der C166-Architektur. Ein On-Chip-Debug-Controller ermöglicht eine schnelle Software-Entwicklung und System-Integration für eine kürzere Time-to-Market. Die Mikrocontroller arbeiten im erweiterten Temperaturbereich von -40 °C bis +125 °C, was in leistungsfähigen Automobilelektronik- und industriellen Applikationen erforderlich ist. Infineon und seine Distributoren bieten Starter-Kits und Evaluierungs-Boards als Entwicklungsunterstützung.

Technische Informationen zum 32-bit-Mikrocontroller TC1100

Der TC1100 ist darauf ausgelegt, die steigenden Anforderungen an die Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Kosten von vielfältigen Antriebs- und Steuerungs-Applikationen zu erfüllen. So ist der TC1100 prädestiniert für Anwendungen wie PLC (Programmable Logic Control), leistungsfähige Antriebe, Robotik, industrielle Feldbus-Controller, Kommunikations-Anwendungen und anderen Industrie-Steuerungen. Das neue Produkt basiert auf der TriCore-Architektur von Infineon und bietet eine Memory Management Unit (MMU), eine Floating Point Unit (FPU) und umfangreiche Peripherie auf dem Chip. Der neue Controller arbeitet mit 150 MHz. Im Vergleich zu dem im Februar 2004 angekündigten TC1130 hat der TC1100 etwas reduzierte Peripheriefunktionen, um auch kostenkritischen Anwendungen gerecht zu werden.

Der TC1100 unterstützt die Betriebssysteme Linux und RTAI Linux, die zunehmend eingesetzt werden. Weitere Highlights des TC1100 sind sein 144 KByte On-Chip-RAM-Speicher, ein hochleistungsfähiger 64-bit-Local-Memory-Bus (LMB) für schnellen Zugriff zwischen Caches und externem Speicher sowie der Flexible-Peripherals-Interface(FBI)-Bus von Infineon für optimierte On-Chip-Kommunikation. Wie alle TriCore-basierten Chips kombiniert der TC1100 die Echtzeit-Funktionalität eines Mikrocontrollers mit der Rechenleistung eines DSP-Prozessors und der einfachen Programmierbarkeit einer RISC-Architektur. Ein zusätzlicher Bonus ist die breit angelegte Unterstützung durch Entwicklungs- und Programmiertools. Der TC1100 arbeitet mit einer Core-Versorgungsspannung von 1,5 V und 3,3-V-kompatiblen I/Os. Alle angekündigten Mikrocontroller sind sofort verfügbar.

Monika Sonntag | Infineon Technologies AG
Weitere Informationen:
http://www.infineon.com/microcontroller
http://www.infineon.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne
20.07.2018 | Universität Rostock

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics