Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobile Technik für Dreijährige, Teens und Senioren

18.08.2004


Studierende der TU Berlin entwickeln Handhelds für verschiedene Zielgruppen


Bruchsicher aus Plastik und Hartgummi zum Umhängen und mit einer Mama-Anruf-Funktion ausgestattet: Das ist "smarty", das mobile Minicomputer-Handy, das Handheld der Zukunft für Drei- bis Sechsjährige. So jedenfalls stellen es sich Studierende der "smart touch ag" vor, einem Projekt der TU Berlin am Fachgebiet Arbeitswissenschaft und Produktergonomie von Prof. Dr. Wolfgang Friesdorf.
In selbstverwalteten Übungen und mit einem zentralen Management entwickelten die Studierenden Handhelds für verschiedene Zielgruppen. Ergonomische Aspekte und neuartige Dienstleistungen standen bei den Entwicklungen der Modelle im Vordergrund. So ist auch der "womanizer" entstanden, ein Gerät, das den besonderen Wünschen und Anforderungen von Frauen genügen soll, genauer von Hausfrauen, Geschäftsfrauen und Müttern. Außer den üblichen Funktionen wie Telefon, Kamera oder Smart Office bietet es noch eine Kontrolle über Haushaltsgeräte, Heizung, Alarmanlage sowie eine Kochzeitanzeige, einen Bar-Code-Rechner für den täglichen Einkauf und vieles mehr.

Für Jugendliche gibt es den "smartteen" mit Fahrplaninfos, Navigationsfunktionen und Down-loadmöglichkeiten für E-Books. Berufstätige, allein lebende Menschen zwischen 20 und 45 Jahren sollen ihre Freude haben am Modell "matchmaker", das mit wenigen Handgriffen zur transportablen Workstation umgebaut ist und außer Newsticker oder MP3-Player auch Kühlschrankverwaltung via Universal-Fernbedienung erlaubt. Für Studierende wurde der "paper-touch" entwickelt, der außer Bildtelefon, E-Mail, Radio- und Fernsehempfang einen elektronischen Block enthält mit Scanner und Intranet für den Zugriff auf die Bibliothek.

Seniorinnen und Senioren schließlich werden mit einem großen Display bedient, mit einem zentralen Bedienfeld, einem Notfallknopf, persönlich konfigurierbaren Körperkontrollfunktionen wie Blutdruckmessung und einer Arztalarmierung.

In der Arbeitswissenschaft sollen Studierende lernen, Ideen für Produkte zu entwickeln, die Ergonomie, Psychologie, modernes Design und praktische Anwendbarkeit für verschiedene Zielgruppen in Einklang bringen. Bei der Entwicklung der Handhelds sollten außerdem neben einer funktionellen Leistungsbeschreibung Modellbau und Menüsteuerung im Vordergrund stehen sowie zielgruppenspezifische Anforderungen berücksichtigt werden. Herausgekommen sind dabei interessante Ideen für den elektronischen Markt. Für die Umsetzung der Geistesblitze aus der TU-Ideenschmiede suchen die Studierenden jetzt Industriepartner.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. med. Wolfgang Friesdorf, Technische Universität Berlin, Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaften, Fachgebiet Arbeitswissenschaft und Produktergonomie , E-Mail: wolfgang.friesdorf@awb.tu-berlin.de, Tel.: 030-314 79 506

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.awb.tu-berlin.de
http://www.tu-berlin.de

Weitere Berichte zu: Arbeitswissenschaft Handheld Zielgruppe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics