Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infineon bringt weltweit erstes DDR2-Speichermodul für Sub-Notebooks

28.07.2004



Asus wählt Infineon als bevorzugten Lieferanten


Infineon Technologies AG hat heute das erste DDR2-Micro-DIMM (Dual-Inline Memory Module) für Sub-Notebooks vorgestellt. Das neue, den Spezifikationen des Jedec-Konsortiums entsprechende, Miniatur-Speichermodul belegt bei gleicher Speicherkapazität nur etwa 65 Prozent des Platzbedarfes eines herkömmlichen SO-DIMMs (Small Outline - DIMM). Damit vereinfacht das platzsparende Speichermodul die Herstellung von leichteren und kleineren Sub-Notebooks mit erweiterten Funktionen und längerer Batterielebensdauer. Micro-DIMMs bieten bei minimalen Abmessungen die höchste Speicherdichte aller Module und sind so prädestiniert als Speicherlösung für Sub-Notebooks.

Infineon kann bereits die ersten Design-Erfolge für die Micro-DIMM-Produkte verzeichnen und wurde u.a. von Asus - dem weltweit größten Hersteller von Mainboards - als bevorzugter Lieferant ausgewählt.


Mit einem Gewicht von nur etwa einem Kilogramm - einem Viertel im Vergleich zu einem normalen Notebook - kombinieren Sub-Notebooks die Vorteile von Handheld-Geräten wie PDAs mit professioneller mobiler Computertechnik. Nach Prognosen von Gartner Dataquest sollen Sub-Notebooks bis 2007 mit 9,4 Millionen Stück/Jahr einen Marktanteil von 17 Prozent am gesamten Notebook-Markt erreichen.

Um Sub-Notebooks mit erweiterten Funktionen wie etwa DVD-Laufwerken anbieten zu können, ist der Platzbedarf für andere Komponenten wie Speicher sehr limitiert. Daher sind neue innovative Speichermodule erforderlich. Bisher benötigten DDR2-basierte Notebooks SO-DIMMs mit 200 Pins. Dieser Formfaktor war maßgebend für alle Notebooks und daher eine Einschränkung für Sub-Notebooks. Micro-DIMMs nutzen ein neues Steckverbinder-Konzept mit der Bezeichnung ‘mezzanine connector” mit 214 Pins, wodurch auf geringerer Fläche mehr Pins untergebracht werden können. Mit diesem Connector wird eine Reduzierung der Modulgröße und des Steckbereichs um etwa 40 Prozent im Vergleich zu SO-DIMMs erreicht. Während die Kombination aus Onboard-Speicher und einem Micro-DIMM-Slot schon ausreichend für die Speicheranforderungen von Sub-Notebooks sind, kann die Performance durch ein weiteres Speichermodul noch erhöht werden. Darüber hinaus reduziert der Einsatz von stromsparenden DDR2-Komponenten die Leistungsaufnahme des Moduls um 50 Prozent mit entsprechend längerer Batterielebensdauer.

„Mit der Erweiterung unserer Speicher-Portfolios um die DDR2-Micro-DIMMs unterstreichen wir unsere Strategie, alle Speicher-Anforderungen aus einer Hand erfüllen zu können“, sagte Dr. Carsten Gatzke, Senior Director des Geschäftsbereiches Commodity Speicherprodukte bei Infineon. „Diese innovative Technologie reduziert den Platzbedarf, erhöht die Flexibilität der Notebook-Entwickler und adressiert die sich ändernden Kundenanforderung an mobile Computer.“

Technische Informationen zu den Micro-DIMMs

Das Jedec (Joint Electronic Device Engineering Council) konforme Micro-DIMM-Portfolio von Infineon umfasst Kapazitäten von 256 MByte, 512 MByte und 1 GByte: Die kleine Leiterplattenfläche konnte nur durch den Einsatz der platzsparenden DDR2-Speicherchips von Infineon mit 512 Mbit und 1 Gbit in FBGA-Gehäusen realisiert werden. Die 256- und 512-MByte-Micro-DIMMs beinhalten vier bzw. acht 512-Mbit-DDR2-Chips. Die Speicher in den Jedec-kompatiblen FBGAs mit 60 Anschlüssen (Balls) arbeiten mit 400 Mbit/s und 533 Mbit/s. Die 1-GByte-Version hat acht 1-Gbit-DDR2-Komponenten integriert und vervollständigt das DDR2-Micro-DIMM-Portfolio.

Verfügbarkeit und Preise

Muster der Micro-DIMMs sind in den Geschwindigkeitsklassen PC2-3200 und PC2-4300 verfügbar. Die 256-MByte-Versionen sind für Preise von 80 bis 100 US-Dollar erhältlich, die Preise für die 512-MByte-Versionen liegen bei 150 bis 170 US-Dollar. Preise für die 1-GByte-Micro-DIMMs sind auf Anfrage erhältlich. Der Beginn der Serienproduktion für die 256-MByte- und 512-MByte-Micro-DIMMs ist für September 2004 geplant, während die 1-GByte-Micro-DIMMs 2005 in die Volumenfertigung gehen sollen.

Über Infineon

Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und Systemlösungen für die Automobil- und Industrieelektronik, für Anwendungen in der drahtgebundenen Kommunikation, sichere mobile Lösungen sowie Speicherbauelemente. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 32.300 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2003 (Ende September) einen Umsatz von 6,15 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol „IFX“ notiert.

Reiner Schoenrock | Infineon Technologies AG
Weitere Informationen:
http://www.infineon.com

Weitere Berichte zu: Micro-DIMM Modul Notebook PIN Platzbedarf SO-DIMM Speichermodul Sub-Notebook

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht One step ahead: Adaptive Radarsysteme für smarte Fahrerassistenz
20.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

nachricht Virtual Reality ohne Kopfschmerz oder Simulationsübelkeit
19.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nervenzellen im menschlichen Gehirn können „zählen“

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

CT45 – ein Schlüssel zum langfristigen Überleben beim Eierstockkrebs

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Einbahnstraße für das Salz

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics