Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Selbstkalibrierendes optisches 3-D-Messsystem Kolibri

19.04.2001


Das "Schlaganfall-Info-Mobil" ist von Mai bis August 2001 in 40 deutschen Städten unterwegs. Die medizinischen

Untersuchungsgeräte an Bord ermöglichen es dem beratenden Arzt, innerhalb von zehn Minuten das persönliche Schlaganfallrisiko zu ermitteln.

Foto: Bayer AG


Designermodelle werden in der Regel nicht am CAD-Arbeitsplatz

entworfen, sondern traditionell aus einem leicht formbaren Material wie z.B. Ton erstellt. Des Weiteren setzt es sich zunehmend durch, auch Werkzeuge, Formen, Haushaltsgegenstände, Schuhe und Spielzeug optisch zu vermessen.

Um die Designermodelle oder die anderen Messobjekte einem CAD- oder Visualisierungssystem zuzuführen, wird eine optische Vermessung aus verschiedenen Blickrichtungen vorgenommen. Dabei kommt das beim Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF entwickelte, selbstkalibrierende 3-D-Messsystem Kolibri zum Einsatz, welches sich im laufenden Betrieb selbständig kalibriert und daher jederzeit eine exakte Vermessung ermöglicht. Durch die Verwendung von Streifenprojektionsverfahren in Kombination mit der Selbstkalibrierung wird hier eine sehr hohe Genauigkeit erreicht. Gleichzeitig wird die Oberfläche des Messobjektes nahezu vollständig erfasst. Mit dem beim Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD entwickelten SCULPTOR-System wird anschließend ein präzises 3-D-Modell durch Verfahren der Mehrbildintegration aus den 3-D-Aufnahmen gewonnen.

Mehrfach vermessene Flächen steigern die Rekonstruktionsgenauigkeit. Im Drahtgittermodell passt sich die Dichte der Dreiecke adaptiv an die Komplexität der Oberfläche an. Die 3-D Vermessung und Rekonstruktion von vollständigen Objektgeometrien eröffnen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Die rekonstruierten Objekte können in CAD/CAM-Systemen weiterverarbeitet oder mit Hilfe von Rapid-Prototyping-Verfahren, wie z.B. LOM-Techniken oder Stereolithographie reproduziert werden.

Dies ist insbesondere beim Geometrieentwurf von Designer-Modellen interessant. Im Automobilbau beispielsweise werden erste Form-Prototypen am realen Modell entwickelt. Für Computer-Simulationen am Modell und für die Fertigung müssen die Formmodelle digitalisiert und in einen CAD-Datensatz überführt werden. Mit Methoden der Computergraphik können die rekonstruierten Modelle visualisiert werden, wobei unterschiedliche Material- und Oberflächenbeschaffenheiten simuliert werden können. Das Aussehen von Designer-Stücken kann so schon in einem sehr frühen Stadium der Produktentwicklung simuliert werden. Im Bereich der Denkmalpflege kann das Aussehen einer Statue bereits vor einer anstehenden Restauration gezeigt werden. Neben der Formkontrolle und Dokumentation ergibt sich damit eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Konstruktion von Designermodellen oder bei der Restauration von Denkmälern.

 

Pressekontakt:
Fraunhofer-Allianz Vision
Am Weichselgarten 3
D-91058 Erlangen
Regina Fischer
Telefon 0 91 31/7 76-5 30
Telefax 0 91 31/7 76-5 99
E-Mail: vision@fhg.de
http://www.vision.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

 Regina Fischer | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne
20.07.2018 | Universität Rostock

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics