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"Game Over" bald Vergangenheit - künstliche Intelligenz soll endlose Spielwelten schaffen

03.02.2003


Vorgegebene Handlungsabläufe bei Computerspielen sollen künftig der Vergangenheit angehören. Um diesen frommen Wunsch für Game-Freaks Wirklichkeit werden zu lassen, arbeiten Wissenschaftler der Liquid Narrative Group an der North Carolina State Universityan AI-Technologien (Artificial Intelligence), die endlose Spielwelten schaffen sollen.



Ziel der Forschung ist es, die Handlung eines Spiels künftig nicht mehr linear zu programmieren, sondern anhand von einzelnen Aktionen des Users vor dem Hintergrund einer großen Rahmenhandlung ablaufen zu lassen.

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Bisher werden üblicherweise von den Spieleprogrammierern für jede Aktion und jedes Objekt bestimmte Handlungsmöglichkeiten vorgegeben, die linear nacheinander ablaufen. Die Zahl der möglichen Handlungsabläufe bleibt dadurch relativ gering. Der Ansatz der Gruppe unter Leitung von R. Michael Young verabschiedet sich vom linearen Modell. Die Handlung wird rund um die individuellen Aktionen des Spielers aufgebaut. Eine Artificial Intelligence (AI), das Mimesis System, errechnet die Folgen einer Handlung aus bestimmten Vorgaben sowie bereits gesetzten Aktionen des Spielers. Dadurch ist der Handlungsablauf – wie im echten Leben - im Voraus nicht erkennbar, auch ein fixes Ende gibt es nicht. Theoretisch könnte das Spiel zu einer unendlichen Geschichte werden, weil die AI-Technologie immer neue Herausforderungen für den Spieler schafft.

Eine der ersten so kontrollierten Spielwelten, die von der Liquid Narrative Group geschaffen wurde, war eine Bierstube in der Rahmenhandlung der Beowulf-Sage. Zur Schaffung der virtuellen Realität verwendet das Forscherteam die Software der ersten Version des Shooters Unreal Tournament.

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://liquidnarrative.csc.ncsu.edu

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