Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Supercomputer: IBM übertrifft Top 500

20.11.2002


ASCI Purple und Blue Gene/L schaffen gemeinsam 460 Teraflops.



Der Computerkonzern IBM hat mit dem amerikanischen Department of Energy (DOE) einen Vertrag über die Entwicklung zweier Supercomputer abgeschlossen, die die Rechenleistung des bisher schnellsten Rechners (NECs Earth Simulator) um das Drei- bzw. Zehnfache übertreffen sollen. Für die Summe von 290 Mio. Dollar sollen der ASCI Purple und der Blue Gene/L für unterschiedliche Einsatzzwecke realisiert werden, berichtet IBM heute, Dienstag, in einer Presseaussendung. Mit einer gemeinsamen Rechenleistung von 460 Teraflops überbieten die beiden Modelle die Gemeinschaftsleistung der Top-500-Liste um das 1,5-Fache.

... mehr zu:
»ASCI »Blue »Gene/L »Purple »Rechner »Supercomputer »Teraflop


Der ASCI Purple, der primär zur Simulation von Atombomben-Explosionen eingesetzt werden soll, wird nach Aussagen des Herstellers über insgesamt 12.544 Power5-Chips in 196 untereinander verknüpften 64-Prozessor-Servern verfügen. Die Rechenleistung wird mit 100 Teraflops angegeben, der Gesamtspeicher soll mit 50 Terabyte die Leistung eines herkömmlichen PCs um den Faktor 20.000 übertreffen. Der Supercomputer wird laut IBM 197 Tonnen wiegen und die Fläche von zwei Basketball-Feldern einnehmen. Mit der benötigten Stromleistung von 4,7 Megawatt könnten 4.000 Haushalte versorgt werden. Als Betriebssystem soll AIXL zum Einsatz kommen, vollständig eingesetzt werden soll der Rechner voraussichtlich ab 2004.

Der Blue Gene/L wird vornehmlich im Bereich der Klimaforschung und der Quantensimulation eingesetzt werden und soll mit einer Leistung von 360 Teraflops zehnmal schneller sein als NECs Earth Simulator. 130.000 Prozessoren sollen zum Einsatz kommen, Daten mit einer Geschwindigkeit von einem Terabit pro Sekunde verarbeitet werden können. Im Unterschied zu ASCI Purple wird Blue Gene/L unter Linux laufen, genutzt werden soll er von den drei National Laboratories Los Alamos, Sandia und Lawrence Livermore sowie der ASCI University Alliance. Der Rechner stellt einen weiteren Schritt in der Entwicklung eines Rechners mit der Leistung von einem Petaflop dar, die IBM für 2007 geplant hat.

Karin Brachtl | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ibm.com
http://www.energy.gov

Weitere Berichte zu: ASCI Blue Gene/L Purple Rechner Supercomputer Teraflop

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics