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Regionales High-Tech-Netzwerk POF-LAB nimmt Fahrt auf

16.07.2008
Es wird konkret im NEMO-Netzwerk zur Anwendung optischer Polymerfasern POF-LAB, dem neuesten Innovations-Projekt des Innovations- und Gründerzentrums (IGZ) in Wernigerode. Unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) soll gezielt die stärkere Vernetzung innovativer und forschender Betriebe in den neuen Bundesländern gefördert werden (NEMO = Netzwerkmanagement Ost).

Insgesamt 13 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die das POF-LAB Netzwerk mit Sitz in Wernigerode bilden, haben seit einem halben Jahr die Arbeit intensiv aufgenommen. Sie wollen gemeinsam neue Möglichkeiten finden, optische Polymerfasern (POF), also besonders preisgünstige Plastikfasern, in der Kommunikations- und Beleuchtungstechnik einzusetzen.

Diese neue Technologie bietet in Verarbeitung und Anwendung wichtige Kosten- und Applikationsvorteile gegenüber herkömmlichen Kabeln wie Koax- oder LAN-Kabeln und ist so ein idealer Kandidat für innovative Hausvernetzung im Daten- und TV-Bereich. In einigen Jahren wird die Plastikfaser die herkömmlichen Kupferverkabelungen im Büro- und Heimbereich vollständig ablösen. Die Betriebe in der Harzregion wollen diese Chance beim Schopfe packen und so neue innovative Potenziale der regionalen Wirtschaft aktivieren.

Die Innovationstreiber des Nemo-Netzwerkes nehmen nun ein weiteres Etappenziel in Angriff: den Aufbau eines Lehr- und Demonstrations-Technikums im IGZ Wernigerode. Es wird dort ein zukünftiges Hausnetzwerk mit POF-Komponenten mit aktuellen kommerziellen Komponenten aufgebaut, um Elektrotechnikern der Region die Möglichkeiten im Umgang und Anwendung von polymeroptischen Fasern im realen Hausnetzwerk zu geben. Begleitend werden den Technikern von der Dibkom (Deutsches Institut für Breitbandkommunikation GmbH) zertifizierte Lehrgänge als Weiterbildung im Technikum angeboten.

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»IGZ »POF-LAB »Polymerfaser

Wen diese Technologie ansprechen könnte? Jeden, der mit Gebäudebau und -planung in seinem beruflichen Alltag zu tun hat. Für Architekten, Planungsbüros und natürlich für Handwerker werden optische Polymerfasern in Zukunft ein brisantes Thema sein.

Um ein rundes Angebot und eine qualifizierte Weiterbildung bieten zu können, holt sich Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert, NEMO-Netzwerkpartner mit der HarzOptics GmbH und Professor für Kommunikationstechnik an der Hochschule Harz, Unterstützung aus ganz Deutschland und besonders aus Oldenburg. Denn das bfe-Oldenburg (Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e. V.) hat jahrelange Erfahrung in der theoretischen und praktischen Qualifizierung von Technikern in der Lichtwellenleitertechnik im Seminarbereich und bildet in Deutschland seit über 60 Jahren Meister in allen Bereichen der Elektrotechnik aus.

Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert besuchte in Oldenburg den Fachbereichsleiter Informationstechnik, Rainer Holtz, und den Fachdozenten für Lichtwellenleitertechnik, Werner Stelter, um eine gemeinsame Weiterbildungsstrategie zu planen und die praktische Lehre als Projekt im Netzwerk gemeinsam zu realisieren. Auch Werner Stelter betont, "dass, die Polymerfasern in Deutschland eine wichtige Zukunft haben, und wir in der Region die Möglichkeit haben, die Entwicklung und Anwendung wesentlich mit zu gestalten und weiterzubringen".

Dazu wird Ende September ein Lehr-Workshop mit allen im deutschsprachigen Raum wesentlichen Akteuren der POF-Lehre stattfinden, um ein deutschlandweites Lehr-Curriculum für den neuen POF-Techniker gemeinsam zu realisieren. Prof. Fischer-Hirchert: "Ich rechne fest mit einer schnellen Umsetzung der Lehrunterlagen bis Mitte 2009".

Die positive Entwicklung des POF-LAB nimmt also überregional schnelle Fahrt auf.

Andreas Schneider | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-harz.de

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