Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leichter Publizieren und Recherchieren - OPUS 4 geht an den Start

10.06.2008
Eine an der Uni Stuttgart entwickelte Software mit dem Namen OPUS (Online-Publikationsverbund Universität Stuttgart) ist heute mit circa 60 Installationen die in Deutschland am weitesten verbreitete Software für Hochschulschriftenserver beziehungsweise digitale Repositorien(Sammlungen).

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun einen Antrag genehmigt, mit dem OPUS als Baustein nationaler und internationaler Netzwerke (OPUS 4) weiterentwickelt werden soll. Dadurch soll es einfacher werden, Forschungsergebnisse und Publikationen für die Wissenschaftsgemeinschaft und die Öffentlichkeit sichtbar zu machen beziehungsweise diese zu recherchieren. Die Federführung für das Projekt hat die Universitätsbibliothek Stuttgart.

Repositorien sind ein wesentlicher Baustein der elektronischen Forschungsinfrastruktur, die auch unter dem Namen e-Science bekannt ist. Mit ihrer Hilfe können Wissenschaftler Publikationen und Arbeitsergebnisse ablegen und verwalten. OPUS-Repositorien dienen auch der besseren Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse, da sie von allgemeinen und wissenschaftlichen Suchmaschinen indexiert werden und sehr gute Ranking-Ergebnisse in den entsprechenden Trefferlisten (zum Beispiel bei Google, Yahoo, Scirus oder BASE) aufweisen.

Im Zeitalter des verstärkten Wettbewerbs der Hochschulen dienen Repositorien dazu, das gesamte Spektrum wissenschaftlicher Veröffentlichungen einer Einrichtung in digitaler Form nach außen darzustellen. In der Regel gehorchen Repositorien dabei dem Open Access Prinzip der freien Zugänglichkeit wissenschaftlicher Literatur und wissenschaftlicher Materialien, da dies die Sichtbarkeit maximiert.

... mehr zu:
»OPUS »Repositor

Die Entwicklung von OPUS 4 orientiert sich an den entstehenden Netzwerken qualifizierter Open Access-Repositorien und den damit verbundenen Qualitätsstandards (Open Access-Netzwerk, Serviceorientierte Infrastruktur für elektronische Publikation beziehungsweise DRIVER, einer Infrastruktur für die europäische Forschung). Darüber hinaus sollen OPUS-Repositories mit Forschungsinformationssystemen (wie zum Beispiel PURE) und mit Primärdatenspeichern (wie zum Beispiel den World Data Centers) als Bestandteil der Forschungsinfrastruktur gekoppelt werden.

Projektpartner sind neben der Universitätsbibliothek Stuttgart das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ), der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg, die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek Saarbrücken, die Universitätsbibliothek Bielefeld und die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Hamburg-Harburg unter Mitwirkung der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Die DFG gewährt die Projektunterstützung im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme >www.dfg.de/lis> für zunächst zwölf Monate. Projektbeginn ist der 1. Juli 2008.

Die Projektpartner engagieren sich aktiv in der Arbeitsgruppe "Elektronisches Publizieren" der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI), die das elektronische Publizieren an deutschen Hochschulen durch die Erarbeitung von Empfehlungen für Dokumentenserver und durch die Organisation von Schulungen und Veranstaltungen unterstützt. Die Nachhaltigkeit der Entwicklung ist durch die bereits existierende Struktur der Entwicklergemeinschaft mit dem BSZ als Geschäftsstelle gegeben.

Weitere Informationen bei Werner Stephan, Tel. 0711/685-82222 beziehungsweise unter http://www2.bsz-bw.de/cms/digibib/opus/.

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www2.bsz-bw.de/cms/digibib/opus/

Weitere Berichte zu: OPUS Repositor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne
20.07.2018 | Universität Rostock

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics