Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschlands kleinster Satellit auf der Hannover-Messe

29.04.2008
UWE-1, der Experimentalsatellit der Universität Würzburg, ist ein Würfel von zehn Zentimetern Seitenlänge und mit einem Gewicht von lediglich einem Kilogramm. Trotzdem ist er ein kompletter, funktionsfähiger Satellit. Mit ihm können die Würzburger Wissenschaftler dank moderner Miniaturisierungstechniken Telekommunikationsexperimente durchführen, die der Optimierung von Internet-Protokollen dienen.

Bereits seit 2005 umkreist UWE-1 die Erde in einer Umlaufbahn in 700 Kilometern Höhe. Er war der erste deutsche Pico-Satellit überhaupt, der in den Orbit gebracht wurde. Seitdem wird auf der Erde fleißig an seinem Nachfolger gearbeitet: UWE-2 folgt voraussichtlich am 28. August 2008 mit einer indischen Rakete in den Orbit. Er trägt zusätzliche Sensoren zur Lage- und Positionsbestimmung.

So kann er feststellen, welchen Ort auf der Erde er gerade überfliegt. So kann er seine Daten rechtzeitig in die korrekte Richtung zur Bodenstation am Institut für Informatik der Universität Würzburg schicken.

Der Lehrstuhl für Technische Informatik (Robotik und Telematik) der Universität Würzburg hat beide Satelliten realisiert. Er präsentierte sie auf der Hannover-Messe, die vom 21. bis 25. April stattfand. Dort stellten Lehrstuhlinhaber Professor Klaus Schilling und sein Team auch ihre weiteren Arbeitsgebiete vor.
... mehr zu:
»Roboter »Satellit »Telematik

Die Kombination fortgeschrittener Informationsverarbeitungsmethoden mit Verfahren der Regelungstechnik eröffnet in Robotik und Telematik interessante Forschungs- und Anwendungsperspektiven.

Im Rahmen der Technischen Informatik liegen deshalb die interdisziplinären Aufgabenschwerpunkte bei der Integration von Informatik, Elektronik, Mechanik, Sensorik, Telekommunikation sowie Regelungs- und Steuerungstechnik, um Roboter adaptiv und flexibel ihrer Arbeitsumgebung anzupassen. Die Anwendungsschwerpunkte hierbei sind

* Roboterfahrzeuge (industrielle Transportroboter, kooperierende Roboter, Sensordatenverarbeitung)

* Tele-Robotik (Labors in der Tele-Ausbildung, Fernbedienkonzepte, Fernwartung, virtuelle Realität)

* Raumfahrtsysteme (Pico-Satelliten, Mars-Rover, Satellitenbetrieb, Netze von Bodenkontrollstationen)

* Medizin-Robotik (Roboter für Chirurgie, haptische Nutzerschnittstellen)

Zentrum für Telematik - interaktive Fernwartung von Maschinen
Methoden aus der Raumfahrt helfen in der industriellen Produktion dabei, Maschinen schneller und effektiver auch aus großer Distanz zu warten. Das Würzburger Zentrum für Telematik e.V. stellte auf der Hannover-Messe interaktive Telematik-Methoden vor, die Wartungsaufgaben übers Internet ermöglichen - so als ob der Techniker vor Ort direkt an der Maschine wäre. Professor Schilling ist Vorstandsvorsitzender des Zentrums, das vom Freistaat Bayern finanziell gefördert wird.

Die Telematik integriert interdisziplinär Methoden der Telekommunikation, der Automatisierungstechnik und der Informatik, um Dienstleistungen an entfernten Orten zur Verfügung zu stellen. Anwendungsschwerpunkte liegen auf der Fernwartung und Fern-Inbetriebnahme von Industrieanlagen, aber auch auf Bereichen wie Sicherheitsüberwachung, Unterstützung von Hilfskräften in Gefahrensituationen und im Katastrophenfall, Telemedizin, Tele-Ausbildung und Verkehrssteuerung. Durch Telematik-Ansätze können Fachleute in Fernunterstützungszentren konzentriert werden und dann weltweit Hilfestellung für die effektive Lösung von Geräteproblemen geben.

Das Zentrum für Telematik informiert die Industrie über die Chancen beim Einsatz von Telematik-Techniken. Gemeinsam mit Unternehmen entwickelt es innovative Produkte und Dienstleistungen. Die Forschungsschwerpunkte des Zentrums:
* Mensch-Maschine-Schnittstelle
* Sensordatenerfassung
* Fernsteuerung / Telekommunikation
* Automatisierung / Regelungstechnik
Kontakt: Prof. Dr. Klaus Schilling, Tel.: +49-931-888-6647, Fax: +49-931-888-6679, schi@informatik.uni-wuerzburg.de

Margarete Pauli | idw
Weitere Informationen:
http://www7.informatik.uni-wuerzburg.de

Weitere Berichte zu: Roboter Satellit Telematik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Künstliche Intelligenz forscht mit
26.03.2019 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

nachricht „Time Machine“ läutet neues Zeitalter ein
26.03.2019 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neues Gen mit möglicher Rolle bei Metastasierung identifiziert

Gen nach römischer Göttin Minerva benannt, da Immunzellen im Kopf der Fruchtfliege stecken bleiben

Weisen Tumore eine bestimmte Kombination von Zuckern – das sogenannte T-Antigen – auf, breiten sie sich mit größerer Wahrscheinlichkeit im Körper aus und töten...

Im Focus: New gene potentially involved in metastasis identified

Gene named after Roman goddess Minerva as immune cells get stuck in the fruit fly’s head

Cancers that display a specific combination of sugars, called T-antigen, are more likely to spread through the body and kill a patient. However, what regulates...

Im Focus: Saxony5 und Industrie 4.0 Modellfabrik präsentieren sich auf Hannover Messe

Vom 1. bis 4. April 2019 ist die HTW Dresden mit der Industrie 4.0 Modellfabrik und dem Projekt Saxony5 auf der Hannover Messe vertreten. Am Gemeinschaftstand der sächsischen Hochschulen für angewandte Forschung (HAW) „Forschung für die Zukunft“ stellen die Dresdner Forscher aktuelle Projekte zum kollaborativen Arbeiten und deren Anwendungen in der Industrie vor.

Virtuell können die Besucher von Hannover aus auf dem Tablet ihre Züge gegen den kollaborativen Roboter YuMi, der in der Modellfabrik in Dresden steht, setzen....

Im Focus: Hochdruckwasserstrahlen zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen erprobt

Beim Fräsen hochfester Werkstoffe wie Oxidkeramik oder Sondermetalle – und besonders bei der Schruppbearbeitung – verschleißen Werkzeuge schnell. Für Unternehmen ist die Bearbeitung dieser Werkstoffe deshalb mit hohen Kosten verbunden. Im Projekt »HydroMill« hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit seinen Projektpartnern nun gezeigt, dass sich der Hochdruckwasserstrahl zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen eignet. War der Einsatz von Wasserstrahlen bislang auf die Schneidbearbeitung beschränkt, zeigen die Projektergebnisse, wie sich hochfeste Werkstoffe kosten- und ressourcenschonender als bisher flächig abtragen lassen.

Diese neue und zur konventionellen Schruppbearbeitung alternative Anwendung der Wasserstrahlbearbeitung untersuchten die Aachener Ingenieure gemeinsam mit...

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Industrie 4.0 - Herausforderungen & Wege in der Ingenieurausbildung

26.03.2019 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Künstliche Intelligenz forscht mit

26.03.2019 | Informationstechnologie

Neues Gen mit möglicher Rolle bei Metastasierung identifiziert

26.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Im nicht mehr ewigen Eis – Rostocker Forscher untersuchen Leben in der Antarktis

26.03.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics