Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektronischer Stadtführer: Mit Handy oder PDA eine fremde Stadt erkunden

19.03.2008
Göttinger Wirtschaftswissenschaftler entwickeln Anwendungsplattform für mobile Geräte

Mit dem Handy eine fremde Stadt erkunden: Moderne mobile Geräte sind inzwischen so leistungsstark, dass sie auch als elektronischer, multimedialer Stadtführer eingesetzt werden können.

Da Mobiltelefone oder Personal Digital Assistents (PDA) jedoch nur kleine Displays und wenig Navigationsmöglichkeiten besitzen, müssen die dort präsentierten Inhalte sinnvoll reduziert werden: Wissenschaftler der Universität Göttingen haben dazu eine spezielle Anwendungsplattform mit einem sogenannten kontextsensitiven Informationsangebot entwickelt.

Der Handy- oder PDA-Besitzer erhält dabei nur ausgewählte Informationen, die sich zum Beispiel an den persönlichen Interessen orientieren. Verantwortlich für das Projekt ist Privatdozentin Dr. Svenja Hagenhoff, Wissenschaftliche Assistentin an der Professur für Anwendungssysteme und E-Business der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

... mehr zu:
»Anwendungssystem »Handy »PDA

Das Team von Dr. Hagenhoff hat den Handy-Stadtführer und die zugrundeliegende Technik in einer umfangreichen Nutzerstudie getestet. Die mit Unterstützung des Soziologischen Forschungsinstituts durchgeführten Untersuchungen geben Aufschluss darüber, wie gut ein solches Informationsangebot tatsächlich angenommen wird und wie weit die Testpersonen die technische Möglichkeit zur "Personalisierung" nutzen.

Weil das Votum der Nutzer überwiegend positiv ausgefallen ist, denken die Forscher inzwischen über geeignete Geschäftsmodelle zur Vermarktung nach. Der elektronische, multimediale Stadtführer basiert dabei auf einer Anwendungsplattform, die standardisierte und bereits vorimplementierte Basisfunktionen umfasst. Sie ermöglichen eine effiziente Entwicklung weiterer kontextsensitiver Dienste, zum Beispiel für Museums- oder Messeführer.

Für die Nutzerstudie waren 60 Personen einer zweigeteilten Stadtführung in Göttingen unterwegs: Den ersten Teil legten sie im Linienbus zurück. Passierte das Fahrzeug einen sogenannten Point of Interest, erhielten die Teilnehmer dazu Informationen in Form von Audiokommentaren, Bildern und geschriebenem Text auf Handy oder PDA. Der zweite Teil der Stadtführung wurde zu Fuß absolviert.

Dabei konnten die Testpersonen Bewegungsgeschwindigkeit und Verweildauer an den Sehenswürdigkeiten selbst bestimmen. Einige der Teilnehmer hatten zusätzlich die Möglichkeit, im Stadtführungsdienst ihr persönliches Interessenprofil anzugeben. Ihnen wurden nur Informationen zu solchen Points of Interest angeboten, die ihren Wünschen entsprachen, etwa zu kulturellen Einrichtungen, Gastronomie oder Einkaufsmöglichkeiten.

Kontaktadresse:
Privatdozentin Dr. Svenja Hagenhoff, Georg-August-Universität Göttingen
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Professur für Anwendungssysteme und E-Business
Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen,
Telefon (0551) 39-4479, -4442, Fax (0551) 39-9735
e-mail: shagenh@uni-goettingen.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/de/43876.html

Weitere Berichte zu: Anwendungssystem Handy PDA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sensoren für die Früherkennung von Krankheitssymptomen im europäischen Obstanbau
03.08.2020 | Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

nachricht Roboter lösen Probleme mit Hilfe künstlicher Intelligenz
03.08.2020 | Duale Hochschule Baden Württemberg Karlsruhe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Künstliche Intelligenz & Einzelzellgenomik: Neue Software sagt das Schicksal einer Zelle vorher

Die Erforschung der Zelldynamik ermöglicht einen tieferen Einblick in die Entstehung und Entwicklung von Zellen sowie ein besseres Verständnis von Krankheitsverläufen. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München (TUM) haben „scVelo“ entwickelt – eine auf maschinellem Lernen basierende Methode und Open-Source-Software, welche die Dynamik der Genaktivität in einzelnen Zellen prognostizieren kann. Damit können die Forscher den künftigen Zustand einzelner Zellen vorhersagen.

Herkömmliche Verfahren für die Einzelzellsequenzierung erlauben es, Erkenntnisse über Unterschiede und Funktionen auf zellulärer Ebene zu gewinnen - allerdings...

Im Focus: Perseiden: Die Sternschnuppen-Sommernächte im August

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg -In diesem Jahr wird der Sternschnuppenstrom der Perseiden am Vormittag des 12. August seinen Höhepunkt erreichen. In den Nächten vom 11. auf den 12. und vom 12. auf den 13. August geht der Mond nach Mitternacht auf, so dass die späten Abendstunden nicht vom Mondlicht aufgehellt werden - ideal um nach den Perseiden Ausschau zu halten. Man blickt dazu in Richtung Osten, wo das Sternbild Perseus aufgeht, nach dem diese Sternschnuppen benannt wurden.

Der Hochsommer ist die Zeit der Sternschnuppen: Schon ab Mitte bis Ende Juli tauchen die ersten Sternschnuppen der Perseiden am Himmel auf, die aus dem dem...

Im Focus: Mit dem Lego-Prinzip gegen das Virus

HZDR-Wissenschaftler*innen erhalten millionenschwere Förderung für Corona-Forschung

Um die Corona-Pandemie zu bewältigen, stattet der Freistaat Sachsen ein Forschungsteam um Prof. Michael Bachmann vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf...

Im Focus: Im Einsatz für eine Welt ohne Narben

Hinter jeder Narbe steht eine Geschichte. Manchmal ist diese mit einer dramatischen Erfahrung verbunden: schwere Verletzungen, Operationen oder chronische Erkrankungen. Wenn es nach Dr. Yuval Rinkevich ginge, würden wir anstelle von Narben vielmehr über Regeneration sprechen, also der spurenlosen Wundheilung. Damit dies eines Tages Wirklichkeit wird, untersucht Rinkevich mit seinem Team am Helmholtz Zentrum München jeden einzelnen Aspekt der Wundheilung von Säugetieren, beginnend beim Embryo bis hin zum hohen Erwachsenenalter. Yuval Rinkevich erklärt, wie er sich eine Welt ohne Narben vorstellt.

Narben gehören zum natürlichen Wundheilunsgprozess des Körpers nach einer Verletzung. Warum wollen wir sie vermeiden?

Im Focus: TU Graz Forschende modellieren Nanopartikel nach Maß

Sogenannte Core-Shell-Cluster ebnen den Weg für neue effiziente Nanomaterialien, die Katalysatoren, Magnet- und Lasersensoren oder Messgeräte zum Aufspüren von elektromagnetischer Strahlung effizienter machen.

Ob bei innovativen Baustoffen, leistungsfähigeren Computerchips, bei Medikamenten oder im Bereich erneuerbarer Energien: Nanopartikel als kleinste Bausteine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

T-Shirts aus Holz, Möbel aus Popcorn – wie nachwachsende Rohstoffe fossile Ressourcen ersetzen können

30.07.2020 | Veranstaltungen

Städte als zukünftige Orte der Nahrungsmittelproduktion?

29.07.2020 | Veranstaltungen

»Conference on Laser Polishing – LaP 2020«: Der letzte Schliff für Oberflächen

23.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Chlamydien: Gierig nach Glutamin

03.08.2020 | Biowissenschaften Chemie

Arzneimittelforschung: Erste rationale Strategie für die Entdeckung von „Molecular Glue Degraders“

03.08.2020 | Biowissenschaften Chemie

Atome beim Fotoshooting

03.08.2020 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics