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Maskeneditor für ISOBUS-konforme Terminals

04.02.2008
Neben dem klassischen Automotive-Bereich der PKWs und LKWs hat sich in den letzten Jahren ein Bereich technologisch stark weiterentwickelt, der bisher lange nicht so viel Beachtung fand: der Bereich der Mobilen Automation von Baumaschinen, landwirtschaftlichen Fahrzeugen, mobilen Arbeitsmaschinen und Sonderfahrzeugen.

Dort hält die Elektronik mehr und mehr Einzug und ist zu einem wichtigen Innovationstreiber geworden. Komplexe Bedien- und umfangreiche Steuerungsfunktionen machen solche Fahrzeuge zu Hightech-Maschinen. Auch hier ist Standardisierung ein wichtiges Thema, um die Geräte verschiedener Hersteller miteinander kompatibel zu machen.


Im Bereich der Mobilen Automation hat sich die Jetter AG zu einem Systemanbieter von Software und Hardware für das Bedienen und Steuern von Baumaschinen, landwirtschaftlichen Fahrzeugen, mobilen Arbeitsmaschinen und Sonderfahrzeugen entwickelt.

Das klassische Beispiel findet sich bei den landwirtschaftlichen Maschinen: Wollte ein Landwirt seinen Traktor mit verschiedenen Anbaugeräten betreiben, dann benötigte er in seinem Traktor für jedes Anbaugerät, das über eine gewisse Automatisierung verfügte, ein eigenes Bediengerät. Manche Traktoren wurden deshalb in der Fahrkabine mit drei oder mehr Bediengeräten ausgestattet. Der Gedanke lag nahe, die Kommunikation zwischen dem Bediengerät und der jeweiligen Steuerungstechnik des Anbaugerätes zu standardisieren. Versteht sich das Bediengerät mit der Steuerung eines jeden Anbaugerätes, dann genügt ein einziges Bediengerät im Traktor. Darauf erscheinen dann die Masken des Anbaugerätes, das momentan benutzt wird.

Das Ende der Bedienterminal-Flut

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Genau dieses Bestreben hat verschiedene Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen dazu gebracht, eine internationale Norm in Angriff zu nehmen, die Norm ISO 11783 „Serial control and communications data network“, auch ISOBUS genannt. Dieser Norm liegt ein bereits definiertes Bus-System zu Grunde, das „Landwirtschaftliche Bus-System“ (LBS). Der ISOBUS-Standard definiert Hardware (Stecker und Kabel) und Software. Eine der grundsätzlichen Ideen ist es, dass die Daten der Bedienmasken nicht im Bedienterminal gehalten werden, sondern im Endgerät, dem so genannten Jobrechner. Das Bediengerät im Traktor stellt also die Informationen und Bedienmasken dar, die sich im Jobrechner befinden. In diesem Fall ist es das jeweilige angehängte Arbeitsgerät. Dazu lädt das Bedienterminal bei der Erstverbindung alle Maskendaten aus dem Endgerät. So lassen sich an einem Bedienterminal beliebig viele unterschiedliche Arbeitsgeräte betreiben, und die Bedienterminal-Flut im Traktor hat ein Ende.

CAN als Kommunikationsplattform

Die physikalische Plattform ist der CAN-Bus, der ja geradezu prädestiniert ist für Anwendungen in Fahrzeugen. Die ISO-Norm 11783 definiert sowohl die Struktur der Bedienmasken als auch den Datentransfer zwischen den mobilen Systemen und landwirtschaftlicher Bürosoftware.

Automations-Knowhow für die Mobile Automation

Zur Erstellung von ISO-konformen Masken für die Bedienterminals gab es bislang nur ganz wenige Softwaretools, die sich zudem durch eine eingeschränkte Funktionalität und mangelnden Bedienkomfort auszeichneten. Da die Jetter AG bereits seit vielen Jahren Hardware für die Mobile Automation anbietet, war es naheliegend, auch eine Softwarelösung zum Erstellen von ISO-konformen Masken zu realisieren – den ISO-Designer. Seit mehr als 25 Jahren ist die Jetter AG im Bereich der industriellen Automation tätig. Auf diesem Gebiet wurden bereits in den achtziger Jahren Visualisierungslösungen realisiert. So kann das Unternehmen auf einen großen Erfahrungsschatz und auf vorhandene Produkte zurückgreifen.

Systemanbieter für die Mobile Automation

Die Jetter AG sieht sich als System- und Lösungsanbieter für die Mobile Automation. Seit vielen Jahren werden namhafte Hersteller aus den Bereichen Landmaschinen, Feuerwehrfahrzeuge und Schienenfahrzeuge mit Bediengeräten beliefert. Mit dem ISO-Designer deckt das Unternehmen jetzt auch den Bereich der Software ab. Im nächsten Schritt werden auch Steuerungen für mobile Maschinen und Geräte angeboten, sodass Anwender komplette Systeme für die Mobile Automation von der Jetter AG beziehen können.

Komfortabler ISO-Designer

Die Lösung für die Realisierung von ISO-konformen Masken ist der JetViewSoft-ISO-Designer. JetViewSoft ist eine Visualisierungs- und SCADA-Software, die seit vielen Jahren in der Fertigungsautomation eingesetzt wird. Der ISO-Designer ist jetzt fester Bestandteil der Visualisierungssoftware JetViewSoft. Sie bietet einen komfortablen grafischen Editor zur Erstellung der Masken und verfügt über objektorientierte Strukturen. JetViewSoft-Masken können für verschiedene Zielplattformen realisiert werden: für Internet-Browser mit HTML-Masken, für Windows-CE Geräte, für eine eigene Runtimesoftware und - jetzt neu - auch für ISO-konforme Bedienterminals bzw. für die entsprechenden Endgeräte.

Objektorientierung für effizientes Engineering

Entsprechend der ISO-Norm ist die Struktur der Masken und ihrer Elemente objektorientiert. Die einzelnen Objekte mit all Ihren Eigenschaften können hierbei individuell angelegt werden oder ganz, bzw. zum Teil, über Referenzen (Pointer) eingebunden werden. Bei der Referenzierung besteht das Objekt also nur einmal und wird nur in die verschiedenen Seiten eingebunden. Alle Änderungen des Objekts sind in jeder Seite sichtbar, die das entsprechende Objekt beinhaltet. Nach der Erstellung der Masken wird ein ISO-konformes File erzeugt, welches sich über den CAN-Bus in jedes beliebige Gerät laden lässt.

Alle im ISO-Standard definierten und auch die in der Maske angelegten Objekte können bequem im Objekt-Pool angesprochen werden. Die dazu verfügbaren Eigenschaften finden sich in einem Property-Grid. Entsprechend der Objektorientierung können beliebige Objekte in so genannten Containern gekapselt werden. Die Container sind dann in einem eigenen Fenster editierbar.

Simulation der Terminals auf dem PC

Neben der Ansicht des Objekt-Pools kann natürlich auch direkt auf die entsprechenden Masken über den Workspace zugegriffen werden. Bilder werden automatisch in ISO-Farben konvertiert, die in der Norm definiert sind. Typische ISO-Objekte wie beispielsweise Pointer-Object, Arc- und Meter-Object, Makros, Softkey-Masken oder auch Variablen sind implementiert. Die erstellten Seiten werden am Ende in die entsprechende ISO-Datei übersetzt. Die Jetter-Virtual-Terminals (VTs) können per Software auf dem PC simuliert werden.

Die Möglichkeit, auf Bibliotheken zurückzugreifen, vereinfacht die Projekterstellung. Das Aussehen der hier dargestellten ISO-Meter-Objekte wird ganz zuletzt durch das darstellende Terminal bestimmt. In der ISO-Datei ist zwar der Objekttyp mit seinen Eigenschaften definiert; je nach Hersteller variiert jedoch seine Darstellung abhängig von der Auflösung des Displays.

ISO-Designer – die Alternative für die Mobile Automation

Der ISO-Designer von Jetter füllt eine Lücke im Bereich der Mobilen Automation. Obwohl sich der ISO-Standard im Bereich der landwirtschaftlichen Maschinen etabliert hat, gab es bis dato nur wenige Softwarelösungen. In den ISO-Designer fließen die gesammelten Erfahrungen aus der Fertigungsautomation ein, von dem das Softwaretool in Bezug auf Ausgereiftheit, Flexibilität und Komfort profitiert. Für Anwender ist das eine interessante Alternative zu den wenigen bisher am Markt verfügbaren Lösungen, besonders als Gesamtsystem in Kombination mit der passenden Hardware.

Martin Buchwitz | Jetter AG
Weitere Informationen:
http://www.jetter.de

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