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TU Ilmenau mit technologischen Innovationen auf der Hannover Messe

16.04.2010
Die Technische Universität Ilmenau ist auf der diesjährigen Hannover Messe vom 19. bis 23. April mit technologischen Innovationen und aktuellen Forschungsergebnissen u.a. aus den Bereichen Umwelt und Lebenswissenschaften präsent.
Effizientere Rußpartikelfilter
Die Universität präsentiert ein Verfahren, mit dem die Effizienz von Rußpartikelfiltern deutlich erhöht und gleichzeitig die Emissionen gasförmiger Anteile reduziert werden. Das Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik, geleitet von Prof. Klaus Augsburg, will so die Feinstaubbelastung durch Kraftfahrzeuge insgesamt reduzieren. Ein weiteres Forschungsprojekt im Automobilsektor verbessert die Bremsleistung von Pkw und erhöht so die aktive Fahrsicherheit. Wissenschaftler der TU Ilmenau analysierten dazu Partikelströmungen, wie sie typischerweise bei Bremsvorgängen in Radhäusern von Pkw entstehen.
Pharmazeutische Wirkstoffentwicklung mit Mikrobiorekator
Das Institut für Mikro- und Nanotechnologien MacroNano® unter Leitung von Prof. Martin Hoffmann stellt ein Mikrobioreaktor-System für die pharmazeutische Wirkstoffentwicklung und biologische Forschung vor. Es besteht aus einem Reaktormodul mit integrierter Mikropumpe, in das zusätzlich Sensorik eingebracht werden kann. Somit wird ein autonomes System zur Kultivierung von Zellen für Wirkstofftests geschaffen.
Weltweit genaueste Präzisionsmaschine
Der von der Deutschen Forschungsgesellschaft geförderte Sonderforschungsbereich 622 arbeitet unter der Leitung von Prof. Eberhard Manske an der wissenschaftlichen Basis zur nanometerexakten Positionierung und Messung dreidimensionaler Objekte, etwa mechanischer und optischer Präzisionsteile. Die Forscher präsentieren ein Modell der in Ilmenau entwickelten Nanopositionier- und Nanomessmaschine, die das weltweit genaueste Präzisionsgerät seiner Art ist und in Zukunftsfeldern wie die Halbleitertechnologie und Mikrosystemtechnik eingesetzt wird.
Leistungsfähige Messverfahren
Ebenfalls in der Mikrosystemtechnik und der Halbleiterindustrie finden die Forschungsergebnisse des Bereichs Bildverarbeitung des Fachgebiets Graphische Datenverarbeitung Anwendung. Der stetig wachsende Bedarf an hochpräziser, großflächiger und vor allem schneller 3D-Messung von Oberflächenstrukturen in den vergangenen Jahren hat die Entwicklung optischer Messverfahren rasant beschleunigt. Besonders leistungsfähig ist das in Ilmenau unter der Leitung von Dr. Karl-Heinz Franke mit entwickelte Verfahren der so genannten Weißlichtinterferometrie, mit dem höchste Messgenauigkeit bei sehr geringen Messzeiten erreicht wird.

Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" der Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, Halle 2, Stand C37

Kontakt:
TU Ilmenau
Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik, Sebastian Gramstat, Tel. +49 3677 69-3861, sebastian.gramstat@tu-ilmenau.de
Institut für Prozessmess- und Sensortechnik, Sonderforschungsbereich 622, Prof. Eberhard Manske, Tel. +49 3677 69-5051, sfb622@tu-ilmenau.de
Fachgebiet Graphische Datenverarbeitung, Torsten Machleidt, Tel. +49 3677 2010 300, torsten.machleidt@tu-ilmenau.de

Institut für Mikro- und Nanotechnologien MacroNano®, Prof. Martin Hoffmann, Tel. +49 3677 69-3402, martin.hoffmann@tu-ilmenau.de

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de

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