Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit dem Prozessnavigator zum Unternehmenserfolg: Bayreuther Existenzgründer auf der Hannover Messe

29.04.2010
Auf der diesjährigen Hannover Messe stellte Dipl.-Informatiker Matthias Faerber den "Prozessnavigator" vor, eine hochleistungsfähige Software, die er an der Universität Bayreuth maßgeblich mitentwickelt hat.

Damit können Unternehmen den gesamten Prozess ihrer Produktentwicklung zielgenau und effizient gestalten. Ein Stipendium aus dem Gründerprogramm EXIST ermöglicht ihm ein Jahr lang den Aufbau eines eigenen Unternehmens.

Die Hannover Messe ist weltweit einer der größten Marktplätze für zukunftsweisende Technologien. Hier werden innovative Produkte, Werkstoffe und Forschungsideen präsentiert, die ein Schlüsselfaktor für unternehmerischen Erfolg sind. Aber wie lassen sich neue Ideen so umsetzen, dass daraus neue marktfähige Produkte entstehen? Auf der diesjährigen Messeveranstaltung, die am Sonntag zuende gegangen ist, konnten die Besucher erstmals ein branchenübergreifendes Werkzeug kennenlernen, das Unternehmen in die Lage versetzt, den gesamten Prozess ihrer Produktentwicklung zielgenau und effizient zu gestalten. Am Gemeinschaftsstand "Bayern Innovativ" stellte Dipl.-Informatiker Matthias Faerber den "Prozessnavigator" vor, eine hochleistungsfähige Software, die er an der Universität Bayreuth am Lehrstuhl Angewandte Informatik IV maßgeblich mitentwickelt hat. Mit überragendem Erfolg: Ein Stipendium aus dem Gründerprogramm EXIST, einer Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, ermöglicht ihm seit März 2010 ein Jahr lang den Aufbau eines eigenen Unternehmens.

Eine besonders effektive Maßnahme zur Kundenakquise auch für Gründer sind Fachmessen. Während der diesjährigen Hannover Messe hatte Faerber zahlreiche Gelegenheiten, um Interessenten aus Industrie und Mittelstand sein neues Produkt vorzustellen. Die Gründerberatung der Universität Bayreuth hatte ihm diese Messebeteiligung vermittelt, der Gründungsstipendiat nahm zusammen mit dem betreuenden Bayreuther Lehrstuhl als Aussteller teil.

Den Prozessnavigator auf die Ziele, Strukturen und Arbeitsabläufe einzelner Firmen passgenau zuschneiden zu können – darin liegt die besondere Kompetenz, die Faerber seinen Partnern aus der gewerblichen Wirtschaft anbietet. Seine Bilanz nach der Hannover Messe fällt positiv aus: "Es gab eine ganze Reihe von Gesprächen mit Unternehmen, die sich intensiv für die Funktionen und die Einsatzmöglichkeiten des Prozessnavigators interessierten und den Kontakt weiter fortsetzen wollen. Daher war der Messestand ein voller Erfolg. Ich bin optimistisch, dass sich aus einigen der neuen Firmenkontakte schon bald gemeinsame Projekte entwickeln werden", berichtet Faerber.

Zwei Kernfunktionen:
Orientierung im Prozess für den Ingenieur, Transparenz für den Projektleiter
Der Prozessnavigator unterscheidet sich von anderen Prozess- oder Workflow-Management-Systemen durch seine Flexibilität. Das System hat im Entwicklungsprozess eine ähnliche Funktion wie ein GPS-Navigationssystems im Auto: Es schlägt dem Nutzer (Ingenieur) den "kürzesten" Weg von der Idee zum Projektabschluss vor. Während klassische Workflow-Management-Systeme – wie sie aktuell am Markt verfügbar sind – einem Nutzer vorschreiben, welche Arbeitsschritte durchzuführen sind, informiert der Prozessnavigator die Nutzer auch umfassend über alternative Handlungsmöglichkeiten. Wie ein GPS-Navigationssystem macht er lediglich Vorschläge und respektiert, dass der Ingenieur eine andere, aus Systemsicht nicht optimale Handlungsweise auswählt. Gleichwohl führen alle vorgeschlagenen Wege zum Ziel. Über den jeweils aktuellen Arbeitsschritt wird der Ingenieur umfassend informiert und ist damit jederzeit über den Prozess orientiert. Der Prozessnavigator unterstützt somit alle von Workflow-Management-Systemen bekannten Vorteile: eine verkürzte Entwicklungsdauer, weniger Fehler im Prozess der Produktentstehung und eine Standardisierung der Entwicklungsprozesse.

Für den Projektleiter steigert sich die Transparenz im Entwicklungsprozess, denn er gewinnt nun einen einheitlichen Blick auf alle von ihm betreuten Projekte. Aus der gesamten Datenbasis können auf einfache Weise aussagekräftige Kennzahlen erzeugt werden, die ihn bei der Steuerung der Projekte unterstützen.

Das Gründernetz "4 hoch 2 für Oberfranken":
Erfolgreiche Basis für den Start in die Selbstständigkeit
Der Prozessnavigator wurde unter dem Dach des Bayerischen Forschungsverbunds FORFLOW entwickelt, der in den Jahren 2006 bis 2009 vom Lehrstuhl für Angewandte Informatik IV der Universität Bayreuth koordiniert wurde. Prof. Dr.-Ing. Stefan Jablonski, Inhaber des Lehrstuhls, gehörte mit seinen Mitarbeitern zu den Geburtshelfern des Projektnavigators. Dass Faerber diese Entwicklung zum Ausgangspunkt eines eigenen Unternehmens machen konnte, ist auch das Verdienst von Dr. Andreas Kokott, dem Gründerberater der Universität Bayreuth: "Wir gehören dem Gründernetz '4 hoch 2 für Oberfranken' an, in dem sich die Universitäten Bayreuth und Bamberg sowie die Hochschulen in Hof und Coburg zusammengeschlossen haben. Seit 2009 wird unser Netzwerk vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des EXIST-Programms gefördert. Wir sind stolz darauf, dass Matthias Faerber vor kurzem ein Gründerstipendium aus diesem Programm erhalten hat", erklärt Kokott.

Kontaktadresse für weitere Informationen:

Dipl.-Inform. Matthias Faerber
Universität Bayreuth
Lehrstuhl für Angewandte Informatik IV
95440 Bayreuth
E-Mail: Matthias.Faerber@uni-bayreuth.de
Telefon: +49 (0) 921 / 55-7769

Christian Wißler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hohe Akzeptanz vor Markteinführung - Die Entwicklung des Großschranksystems VX25 von Rittal
24.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0
25.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics