Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationen: Wenn Weltraumtechnik den Alltag erleichtert

04.04.2011
ESA und MST Aerospace GmbH präsentieren auf der Hannover Messe technische Errungenschaften, die ihren Weg aus der Weltraumanwendung in den irdischen Alltag gefunden haben | Original Ariane-5-Trägerrakte Blickfang für die Besucher der Hannover Messe

Drei Meter hoch und 110 Tonnen Schub stark - das Originaltriebwerk der Ariane-5-Trägerrakete gehört zu den diesjährigen Highlights für die Besucher der Hannover Messe.

"Das Triebwerk steht stellvertretend für die beeindruckenden technischen Innovationen, deren Entwicklung wir mit der Arbeit unseres europaweiten Technologietransfernetzwerks maßgeblich unterstützen", erklärt Frank Salzgeber, Leiter des Technologietransferprogramms (TTPO) der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

Vom Astronauten zum Freizeitsportler - Ohrhörer statt Brustgurt

Wie erfolgreicher Technologietransfer aussehen kann, präsentieren zehn Aussteller aus ganz Europa am Gemeinschaftsstand der ESA in Hannover. Das schweizerische Unternehmen CSEM stellt dort zum Beispiel eine Technologie vor, die anfangs dazu gedacht war, die Blutsauerstoffwerte von Astronauten im Weltall zu messen. Mithilfe der Unterstützung aus dem ESA-Technologietransferprogramm konnten die Schweizer die Ursprungstechnologie schließlich dahingehend weiterentwickeln, dass die Herzfrequenz eines Sportlers künftig verlässlich mittels Ohrhörer und iPhone-Applikation zu messen sein wird. "Eine winzige Einheit, eingebettet in einen gewöhnlichen Ohrhörer, sendet Infrarotsignale durch das Gewebe, die von einer Fotodiode aufgenommen und an das Mobiltelefon gesendet werden", erklärt Dr. Andrea Ridolfi von CSEM. Künftig sollen Sportler auf diese Weise nicht nur von den bislang für die Herzfrequenzmessung genutzten Brustgurten befreit werden, sondern auch Daten zu ihrem Blutsauerstoffwert erhalten. "Dadurch ergäben sich eine Reihe weiterer, interessanter medizinischer Anwendungsmöglichkeiten", erklärt Ridolfi.

Weltraumtechnik ist längst im Alltag angekommen - und in der Chipstüte

"Heute hat Weltraumtechnologie in viele irdische Bereiche Einzug gehalten, ohne dass den Nutzern der Ursprung im All bewusst ist", erklärt Dr. Werner Dupont, Geschäftsführer des ESA-Technologiebrokers MST Aerospace GmbH aus Pulheim bei Köln. Zu den prominentesten Errungenschaften zählen unter anderem Airbag-Zündungen, Tsunami-Frühwarn-Systeme oder feuerfeste Schutzkleidung. Gerne verweist Dupont darauf, dass es Weltraumtechnologie ist, die dafür sorgt, dass die Kartoffelchips der führenden deutschen Hersteller "schnell, aber gleichzeitig sanft und nicht zerbröselt" in die Chipstüten der Verbraucher gelangen.

ESA-Unterstützung wichtig für europäische Industrie

Kernaufgabe des Technologietransferprogramms der ESA ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, wegweisende Innovationen aus der Weltraumforschung in irdische Anwendungsbereiche zu überführen. "Die mit den europäischen Weltraummissionen verbundenen Kosten rechnen sich nicht zuletzt an dieser Stelle", ist sich Dupont sicher.
"Technologietransfer aus der Raumfahrt sorgt für bemerkenswerte Produktentwicklungen und einen wichtigen Innovationsvorsprung.

Alleine die von MST Aerospace in den letzten 20 Jahren vermittelten Transfers haben bei den Unternehmen einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro generiert", erklärt der Geschäftsführer des ESA-Technologiebrokers.

SpaceApps auf der Hannover Messe 2011

Zum vierten Mal in Folge bieten ESA und MST Aerospace rund einem Dutzend Unternehmen die Möglichkeit, sich und ihre auf Grundlage von Weltraumtechnologie neu- oder weiterentwickelten Produkte an einem Gemeinschaftsstand (Halle 2, Stand D56) zu präsentieren.

Pressekontakt:
ESA's Technology Transfer Programme Office Herr Frank M. Salzgeber European Space Agency ESA Keplerlaan 1, 2200 AG, Noordwijk ZH, Niederlande
Telefon: +31 (0) 71 565 6208
E-Mail: ttp@esa.int
Internet: www.esa.int/ttp
MST Aerospace GmbH
Herr Dr. Werner Dupont
Rommerskirchener Straße 21/31, 50259 Pulheim
Telefon: +49 (0)2238 475 450
E-Mail: mst@mst-aerospace.de
Internet: www.mst-aerospace.de
rheinland relations
Herr Christian Windeck
Adolfstraße 36, 53111 Bonn
Telefon: +49 (0) 228 555 265 95
Mobil: +49 (0) 176 633 007 15
E-Mail: info@rheinland-relations.de
Internet: www.rheinland-relations.de

Christian Windeck | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.mst-aerospace.de
http://www.esa.int/ttp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hohe Akzeptanz vor Markteinführung - Die Entwicklung des Großschranksystems VX25 von Rittal
24.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0
25.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics