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IKT-Aspekte der Elektromobilität

29.03.2011
IKT-Aspekte der Integration von Elektrofahrzeugen in das Smart Grid sind Thema des Oldenburger OFFIS – Institut für Informatik auf der diesjährigen Hannover Messe.

Die Speicherung von Strom wird im Energienetz der Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Ein wichtiger Anteil wird nach Meinung der Experten hier der Elektromobilität zufallen. So könnten Elektroautos dann Strom aus dem Netz übernehmen, wenn ein Überangebot z.B. aufgrund einer hohen Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie besteht. Ebenso könnte diese in den Akkus gespeicherte Energie wieder abgezogen werden, wenn das Elektroauto gerade nicht benötigt wird.

Im Themenkomplex der Elektromobilität befasst sich das OFFIS – Institut für Informatik u. a. mit der Entwicklung von Energiemanagementsystemen zur Koordination von Erzeugung, Verbrauch und Speicherung elektrischer Energie und der Entwicklung von Systemen zum Management von Lade- und Entladevorgängen bei Elektrofahrzeugen. So wurde z.B. im Rahmen des vom BMWi geförderten Projekts „GridSurfer“ das Potenzial einer Einbindung von Fahrzeugbatterien als elektrische Speichersysteme im Stromnetz betrachtet sowie aus Nutzersicht unter möglicher Aus- und Rückspeisung im Stromnetz Strategien für gesteuertes Laden erforscht.

Beim Thema Elektromobilität dreht es sich um ein zeitliches und räumliches Zusammenwirken von Verkehrs- und Energiesystemen. „Bei der Forschung und Entwicklung der IKT für Elektromobilität ist es wichtig, Modelle von Verkehrs- und Energiesystem weitreichend zu verzahnen, damit eine Simulation und Optimierung nicht isoliert nur eines dieser Systeme betrifft“, betont Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff – Inhaber der Juniorprofessur Energieinformatik an der Universität Oldenburg. Bei OFFIS wird aus diesem Grund das Thema in enger Zusammenarbeit der beiden Institutsbereiche Energie und Verkehr betrachtet.

IKT-Aspekte der Integration von Elektrofahrzeugen in das Smart Grid, was Aktivitäten zur Normung und Standardisierung von der Feld- bis zur Geschäftsprozessebene einschließt, stellt das Oldenburger Institut auf dem Gemeinschaftsstand E-Energy in Halle 13, Stand C35 vor. Begleitend wird ein Modell des Elektrofahrzeugs E3 der EWE Aktiengesellschaft gezeigt, das auch Testfahrzeug im Projekt „GridSurfer“ ist.

Ansprechpartner für Rückfragen der Redaktion:
Dr. Christoph Mayer
Bereichsleiter FuE-Bereich Energie
Telefon: 0441 9722-180
E-Mail: christoph.mayer@offis.de
Anlage – Weiterführende Informationen zur Pressemitteilung:
Über das Projekt „Gridsurfer“
Das Projekt GridSurfer stellt einen Meilenstein auf dem Weg zu einer großmaßstäblichen und intelligenten Integration von Elektrofahrzeugen in bestehende Energiesysteme dar. Es wird zeigen, dass Elektromobilität nicht nur in Ballungsräumen sinnvoll ist. Das Forschungsprojekt behandelt unter Koordination der EWE AG die Elektromobilität im Versorgungsgebiet der EWE zwischen Ems, Weser und Elbe im Nordwesten Deutschlands. Diese ländlich geprägte Region stellt spezifische Anforderungen an das Thema Elektromobilität bietet aber aufgrund des sehr hohen Anteils regenerativer, fluktuierender Energieerzeugung gleichzeitig ein hohes Chancenpotenzial. Das Konzept des Projektes GridSurfer trägt dieser besonderen, inter-urbanen Konstellation Rechnung.

Über OFFIS:

OFFIS - Institut für Informatik

OFFIS ist ein 1991 gegründetes, international tätiges Forschungs- und Entwicklungsinstitut für ausgewählte Informatiktechnologien und praxisrelevante IT-Forschungsbereiche. Über 250 Mitarbeiter vereinen in durchschnittlich 60 laufenden Forschungsprojekten Technologie- und Branchen-Know-how unter anderem in den Themenbereichen Energie, Gesundheit und Verkehr.

Ann-Kathrin Sobeck | idw
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de
http://www.offis.de
http://www.e3.de/

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