Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFKI demonstriert Design-Ansatz für autonome Systeme an neuem Laufroboter MANTIS

25.04.2016

Die Herausforderung für die Robotik besteht heute darin, Systeme zu entwickeln, die in der Lage sind, selbstständig anspruchsvolle Aufgaben zu meistern – und das möglichst effizient und kostengünstig. Im Projekt D-Rock erarbeitet das Robotics Innovation Center des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) Werkzeuge und Verfahren zur anwenderfreundlichen, modellbasierten Entwicklung komplexer Roboter. Der Design-Ansatz wird vom 25. bis zum 29. April auf der HANNOVER MESSE 2016 am Stand des Fachforums Autonome Systeme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) – Halle 2, Stand B01 – vorgestellt und an dem biomimetischen Laufroboter MANTIS demonstriert.

Die Umgebung erkennen, Veränderungen darin wahrnehmen, und die Handlungsweise bei der Erledigung einer Aufgabe daran anpassen: Autonome Systeme sollen sich schnell auf unvorhergesehene Situationen einstellen und in diesen agieren können.


Der Laufroboter MANTIS in einer aufrecht stehenden Haltung, um die Fähigkeiten zur zwei-arm Manipulation zu nutzen

Quelle: DFKI GmbH; Foto: Annemarie Hirth

Dafür müssen sie in der Lage sein, ihre Verhaltensmodelle auf die vorhandene Hard- und Software abzustimmen und sich somit dynamisch zu rekonfigurieren. In dem vom BMBF geförderten Projekt D-Rock befassen sich Forscher des DFKI mit der Standardisierung des Entwicklungsablaufes auf allen Ebenen eines autonomen Systems: vom Hardwaredesign, über die Elektronikentwicklung bis zur Software und Verhaltensmodellierung.

Dabei stellt D-Rock auch einen neuen verbesserten Standard zu Roboterbetriebssystemen wie ROS dar. Der Design-Ansatz soll bei den hoch komplexen Robotersystemen der nächsten Generation zur Anwendung kommen, die als autonome Systeme in unbekannten und unstrukturierten Umgebungen eingesetzt werden, und die Fähigkeiten heutiger Systeme weit übertreffen.

Demonstriert wird D-Rock anhand von MANTIS, einem mehrgliedrigen Laufroboter (Größe LxBxH: 2,5 m x 2,5 m x 1,85 m), der als mobiler Manipulator in dem vom DLR geförderten Vorhaben LIMES (FKZ 50RA1218 & 50RA1219, BMWi) entwickelt wurde. Sein flexibler und adaptiver Bewegungsapparat ermöglicht einen hohen Grad an Mobilität auf unebenen und unstrukturierten Oberflächen.

Die vorderen beiden Extremitäten können zum Laufen und als Manipulatoren eingesetzt werden. Greifwerkzeuge, welche mit einer multimodalen Sensorik ausgestattet sind, ermöglichen die durch taktile Wahrnehmung gestützte Handhabung von Objekten. MANTIS ist in der Lage, autonom in unterschiedlichen Einsatzgebieten zu agieren:

Er kann Objekte bewegen und so beispielsweise bei Katastropheneinsätzen in schwer zugänglichem Gelände bei der Rettung Überlebender helfen. Auf der HANNOVER MESSE gibt MANTIS einen ersten Eindruck von seinen Fähigkeiten: in einem Katastrophenszenario räumt er selbstständig Geröll aus dem Weg. Außerdem können Besucherinnen und Besucher mit Hilfe spezieller Marker selber mit dem Roboter interagieren.

Am Montag, den 25. April, stellt Henning Kagermann, Sprecher des Fachforums Autonome Systeme und acatech Präsident, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka Lösungen, wie D-Rock, aus dem Fachforum Autonome Systeme vor. Das Fachforum Autonome Systeme ist Teil des Hightech-Forums der Bundesregierung.

Über 60 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft – darunter Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der DFKI-Geschäftsführung, und Prof. Dr. Frank Kirchner, Leiter des DFKI Robotics Innovation Center – erarbeiten hier Anwendungsbeispiele selbstständiger Maschinen und Programme und formulieren Handlungsempfehlungen für Wirtschaft und Politik.

Mehr Informationen zum Fachforum Autonome Systeme: www.acatech.de/autonome-systeme

Mehr Informationen zum DFKI Robotics Innovation Center: www.dfki.de/robotik

Bildmaterial

Unter http://uk.dfki.de/extern/2016_HMI_DFKI_photos_D-Rock stehen Bilder zum Download bereit. Diese können Sie mit Nennung der Quelle gerne verwenden.

D-Rock_1 und D-Rock_2: Der Laufroboter MANTIS in einer aufrecht stehenden Haltung, um die Fähigkeiten zur zwei-arm Manipulation zu nutzen
Quelle: DFKI GmbH; Foto: Annemarie Hirth

D-Rock_3: Morphologie und Freiheitsgrade des Roboters MANTIS
Quelle: DFKI GmbH, technische Zeichnung: Marc Manz

D-Rock_4: Die Ergebnisse des D-Rock Projektes werden auf dem Roboter MANTIS anhand eines Szenarios aus der DARPA Robotic Challenge evaluiert
Quelle: DFKI GmbH, technische Zeichnung: Kai Alexander von Szadkowski

DFKI-Kontakt
Prof. Dr. Frank Kirchner
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Robotics Innovation Center
Robert-Hooke-Straße 1
D-28359 Bremen
Telefon: +49 421-178 45 4100
E-Mail: Frank.Kirchner@dfki.de

DFKI-Pressekontakt
Team Unternehmenskommunikation Bremen
Telefon: +49 421 17845 4180
Mobil: +49 176 320 455 83
E-Mail: uk-hb@dfki.de

acatech-Kontakt
Christoph Uhlhaas
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 30 20 63 09 642
Mobil: +49 172 144 58 52
E-Mail: uhlhaas@acatech.de

Weitere Informationen:

http://www.acatech.de/autonome-systeme
http://www.dfki.de/robotik

Andrea Fink | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Network Manager mit Topologiedarstellung
05.04.2019 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG

nachricht Energieverteilung leicht gemacht
05.04.2019 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: A new quantum data classification protocol brings us nearer to a future 'quantum internet'

The algorithm represents a first step in the automated learning of quantum information networks

Quantum-based communication and computation technologies promise unprecedented applications, such as unconditionally secure communications, ultra-precise...

Im Focus: REANIMA - für ein neues Paradigma der Herzregeneration

Endogene Mechanismen der Geweberegeneration sind ein innovativer Forschungsansatz, um Herzmuskelschäden zu begegnen. Ihnen widmet sich das internationale REANIMA-Projekt, an dem zwölf europäische Forschungszentren beteiligt sind. Das am CNIC (Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares) in Madrid koordinierte Projekt startet im Januar 2020 und wird von der Europäischen Kommission mit 8 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen weltweit die meisten Todesfälle. Herzinsuffizienz ist geradezu eine Epidemie, die neben der persönlichen Belastung mit...

Im Focus: Göttinger Chemiker weisen kleinstmögliche Eiskristalle nach

Temperaturabhängig gefriert Wasser zu Eis und umgekehrt. Dieser Vorgang, in der Wissenschaft als Phasenübergang bezeichnet, ist im Alltag gut bekannt. Um aber ein stabiles Gitter für Eiskristalle zu erreichen, ist eine Mindestanzahl an Molekülen nötig, ansonsten ist das Konstrukt instabil. Bisher konnte dieser Wert nur grob geschätzt werden. Einem deutsch-amerikanischen Forschungsteam unter Leitung des Chemikers Prof. Dr. Thomas Zeuch vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen ist es nun gelungen, die Größe kleinstmöglicher Eiskristalle genau zu bestimmen. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science erschienen.

Knapp 100 Wassermoleküle sind nötig, um einen Eiskristall in seiner kleinstmöglichen Ausprägung zu formen. Nachweisen konnten die Wissenschaftler zudem, dass...

Im Focus: Verzerrte Atome

Mit zwei Experimenten am Freie-Elektronen-Laser FLASH in Hamburg gelang es einer Forschergruppe unter Führung von Physikern des Max-Planck-Instituts für Kernphysik (MPIK) in Heidelberg, starke nichtlineare Wechselwirkungen ultrakurzer extrem-ultravioletter (XUV) Laserpulse mit Atomen und Ionen hervorzurufen. Die heftige Anregung des Elektronenpaars in einem Heliumatom konkurriert so stark mit dem ultraschnellen Zerfall des angeregten Zustands, dass vorübergehend sogar Besetzungsinversion auftreten kann. Verschiebungen der Energie elektronischer Übergänge in zweifach geladenen Neonionen beobachteten die Wissenschaftler mittels transienter Absorptionsspektroskopie (XUV-XUV Pump-Probe).

Ein internationales Team unter Leitung von Physikern des MPIK veröffentlicht seine Ergebnisse zur stark getriebenen Zwei-Elektronen-Anregung in Helium durch...

Im Focus: Distorted Atoms

In two experiments performed at the free-electron laser FLASH in Hamburg a cooperation led by physicists from the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear physics (MPIK) demonstrated strongly-driven nonlinear interaction of ultrashort extreme-ultraviolet (XUV) laser pulses with atoms and ions. The powerful excitation of an electron pair in helium was found to compete with the ultrafast decay, which temporarily may even lead to population inversion. Resonant transitions in doubly charged neon ions were shifted in energy, and observed by XUV-XUV pump-probe transient absorption spectroscopy.

An international team led by physicists from the MPIK reports on new results for efficient two-electron excitations in helium driven by strong and ultrashort...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

Weniger Lärm in Innenstädten durch neue Gebäudekonzepte

08.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Hühnerstall mit Durchblick

12.11.2019 | Agrar- Forstwissenschaften

Pilotanlage in Vietnam: Wasser für 10 000 Menschen

12.11.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics